Skip to content
  Werbung

Püppchengesicht und nackte Männer

Screenshot einer Episode
Püppchengesicht und nackte Männer - Dollyface

Nein, ich wusste nicht, was Dollyface ist - aber nun weiß ich es. Es ist - wie nicht anders zu erwarten - eine Fernsehserie, die in Deutschland noch nicht angekommen ist.

Ein Trailer ist auf der imdb zu sehen.

© 2019 der Filme und Epsioden bei Hulu.

Schlampe: Die meistgehasste Rolle - warum eigentlich?

Flirt mit Damen Anno 1904
Die meistgehasste Rolle ist die der Schlampe. Aber „Schlampe“ nennen einen immer die anderen, die eigentlich gar nicht wissen, was man tut und wie man es empfindet.

Geht die „Schlampe“ als Rolle überhaupt? Und was beinhaltet sie? Wir sind der Frage nachgegangen.

Das Rollenbild der Schlampe - wessen Rollenbild, bitte schön?

Ich habe gelesen, „Schlampe“ sei Teil eines Rollenbildes, das „ besonders unter männlichen Jugendlichen vertreten ist.“ Nähern wir uns der „Schlampe“ von hier, dann sehen wir eine junge Frau, die nach Meinung der jungen Männer „williger“ ist als der Durchschnitt. Doch die Abwertung bekommt die Schlampe nicht von den Männern, sondern von den Frauen.

Reden wir mal Tacheles: Wieso beurteilt „man“ (oder „frau“) eigentlich eine Frau danach, wie oft und mit wem sie vögelt, und welche Methoden sie dabei anwendet? Zeugt das nicht von "Bildungsferne" oder einfach "Blödheit"?

Es ist nicht, was du tust - es ist die Lust, mit der du es machst

Und weil wir gerade bei Tacheles sind, hier ein Zitat, das den Kern trifft: :

... der Unterschied zwischen feministischem und patriarchalem Sex liegt nicht in den Dingen, die ich konkret mache. Es geht viel mehr darum, warum ich sie mache, ob ich Lust dabei verspüre oder ob ich sie mache, weil ich glaube, dass sie von mir verlangt werden.

Der Unterschied ist mancher Frau und manchem Mann unklar: Tut sie das, was sie da praktiziert, aus Neigung, Ansporn, Neugierde und Geilheit, oder tut sie es, weil sie sich davon Vorteile verspricht?

Mit "Schlampe" werden die Falschen abgewertet
Bestimmt nicht selbstlos - konkurrieren um jeden Preis

Jemanden, der sich sexuell ausschließlich nach den Wünschen des Partners richtet, würde man kaum als „Schlampe“ diffamieren - es gibt andere Bezeichnungen dafür, und „Goldgräberin“ ist die harmloseste.

Nun spricht nichts dagegen, jemandem dann und wann einen Wunsch zu erfüllen, der nicht „ganz auf dessen Linie“ liegt - und manches Mal führte eine Herausforderung schon zu einem neuen Lustgewinn.

Ich zitiere nochmals, um zu zeigen, was die nackte Wahrheit ist:

All der Sex im Internet, in den sozialen Medien, die feministischen Pornos ... die Bücher – sie suggerieren, dass wir längst an einem Punkt wären, an dem endlich auch die weibliche Lust im Fokus steht. Das tut sie. Aber genau dadurch ist sie mehr Anfeindungen und Bewertungen ausgesetzt als jemals zuvor.
Die neue Freiheit schafft Unruhe

Als die Rolle der Frau noch für alle klar definiert war, also vor etwas 150 Jahren, waren sich nahezu alle Männer darüber klar, dass Frauen keine eigenen sexuellen Lüste kannten. Inklusive der damaligen Forscher, wie ich hinzufügen möchte, damit keine Missverständnisse entstehen. Die Männer waren also einhellig der Meinung, dass es gelte, Frauen sexuell zu „erwecken“. Was dann geschah, galt, wenn er in der Ehe vollzogen wurde, als „eheliche Pflicht“. Niemand fragte, niemand klagte, niemand hörte die Verzweiflung.

Lob der Schlampe? Ja doch!

Können wir da nicht wirklich froh sein, dass sich all dies geändert hat?

Müssen wir Frauen diffamieren, die ihre Sexualität und ihre Vorlieben deutlich zeigen?

Nein - das müssen wir nicht und das dürfen wir nicht. Und nein, sie sind so lange keine Schlampen, wie „Schlampe“ ein Schimpfwort ist.

Schlampen und Schlampenrollen

Mag sein, dass die Schlampe als Rolle gilt - wie die Prinzessin, das Mauerblümchen oder die Übermutter. Doch machen wir uns nichts vor - die Zeit der einseitigen, „realen“ Rollen ist auch vorbei. Heute ist die reale Rolle flexibel - und im reinen Spiel mit der Rolle darf jeder und jeder darüber hinausgehen.

Beide Zitate: "Der Freitag"
Beide Bilder stammen aus Publikationen um 1904 herum.

Die Rolle der erotischen Demut

Lust an der Demütigung ...
Demut - allein bei dem Wort vermischen sich unsre Gefühle. Ist es nun positiv, demütig zu sein und damit den Hochmut abzulegen, oder zeugt die Demut davon, dass wir unsere Persönlichkeit „niedriger Anschlagen, als sie wirklich ist“? Schon die alten Konversationslexika wussten, dass die Demut durchaus auch eine Maske sein kann, also eine reine Heuchelei.

Die Demut in Lexika

Die Demut wird vom Brockhaus des 19. Jahrhunderts durchaus anerkannt:

Beruht (die Demut ...) auf der Gewohnheit, in der Beurteilung seiner selbst strenger zu verfahren als in der Beurteilung anderer ... so ist sie als Zeichen eines gewissenhaften Zartgefühls der Gegenstand moralischer Hochachtung.

Das reicht uns aber noch nicht, um die Aufgabe der Persönlichkeit zu verstehen die mit der mit der Demut verbunden ist. Dazu müssen wir weiterlesen:

In religiöser Bedeutung bezeichnet Demut die Stimmung des gläubigen Menschen Gott gegenüber, vermöge deren er seine Unwürdigkeit und Kleinheit neben Gottes Hoheit und Herrlichkeit anerkennt.

Diese Formel kann durchaus auch auf Menschen verwendet werden, die sich demütig einer Ideologie oder einem Sektenführer unterwerfen. Sie sollen ihre „Kleinheit und Unwürdigkeit“ anerkennen, bevor sie die angeblich höheren Ziele der Gruppe oder ihres Gurus erreichen können.

Nun ist „Demut“ zu zeigen aber nicht gleichbedeutend mit „Demütigen“, und dazu gehen wir noch ein paar Jahrhunderte zurück:

Äußerlich gedemütigt ist (jemand) ... dessen Macht, Kraft und Ansehen gebrochen und niedergedrückt ist.


Vorhang auf: erotische Demut

Was ist nun erotische Demut, und welche Menschen lieben die Rolle, erotisch gedemütigt zu werden? Merkwürdig ... bei erotischer Demut schweigt das Internet. Mit etwas Geduld finden wir heraus, dass wir „erotische Demütigung“ eingeben müssen, um etwas zu erfahren. Meist ist es ein Rollenspiel zwischen zwei Personen, in dem eine Person die Rolle des Menschen annimmt, der den anderen zur Demut zwingt, während der Mensch der gedemütigt wird, die konträre Rolle spielt. Bei diesem Pas-de-Deux wird eine bestimme Choreografie vereinbart, zum Beispiel, in welchem Umfeld und welcher Kleidung man spielt, ob es sich um eine rein psychische oder auch um eine körperliche Demütigung handelt und wie intensiv gedemütigt wird.

Einst war die Demütigung bitter ernst

Viel der historisch belegten erotischen und voyeuristischen Aktivitäten dieser Art waren und sind waren sicher keine Spiele, sondern bittere Realitäten. So wurden Huren in mehreren Ländern öffentlich vorgeführt und teils in partieller Nacktheit öffentlich "bis aufs Blut" ausgepeitscht. Dennoch erfreuen sich zahllose Spieler an der passiven Rolle, in Demut zu ertragen, was der Partner ihnen auferlegt.

Und die Lust an der Demütigung?

Die Gründe dafür sind vielfältig: Meist handelt es sich um Menschen, die im „realen Leben“ sehr viel Macht haben und es genießen, dass sie einmal in die gegenteilige Rolle gelangen. Andererseits sind es Menschen, die beweisen wollen, wie viel Demütigung sie ertragen können.

Spiele mit der Demut sind immer vom „Drehbuch“ abhängig. Die Unterwerfung kann körperlicher, sozialer oder psychischer Art sein. Sie kann gar nicht erotisch, von erotischen Lüsten getrieben oder gar sexuelle Natur sein. Besonders spektakulär ist sie, wenn mit einem starken sozialen Gefälle oder einer Rollenumkehr gespielt wird.

Herr(in) des Verfahrens ist normalerweise der/die Gedemütigte, was manchen Menschen, die derartige Roman gelesen haben, als absurd vorkommen mag. Doch im Rollenspiel beendet der Unterwürfige alle Aktionen - er hat die Freiheit des Abbruchs. Klar ist, dass die Beteiligten dazu eine Übereinkunft benötigen und einander vertrauen müssen. (1)

Die Attraktion der Demütigung besteht auch darin, dass der/die Gedemütigte dem Partner Gestaltungsfreiheit lässt. Die Spiele sind also stets neu und überraschend, auch wenn die Grundsätze zuvor vereinbart wurden.

Quellennachweis:
Lexika (allgemein)
Grimms Wörterbuch.


(1) Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass diese Spiele, mit Fremden durchgeführt, sehr risikoreich sind. Zudem sollte sich niemand auf sie einlassen, der häufiger in Abhängigkeiten geraten ist.

Dating mit kleinem Penis

Wie groß ist nun eigentlich Groß?
Die Welt der Frauen teilt sich in drei Gruppen, wenn es um den Penis des Mannes geht:

- die einen wollen einen Penis, der sie „richtig“ ausfüllt.
- andere sind zufrieden mit dem Penis, wie er kommt.
- Und manche sehen den Penis bestenfalls als notwendig an, wenn sie Kinder wollen - denn sie erreichen ihre Befriedigung auf andere Art leichter.

Na schön, die Männer gucken schon mal auf ihre Penislänge (erigiert, versteht sich). In englischsprachigen Ländern wird gerne von Soundsoviel-Zöllern gesprochen - und damit ist nicht Bildschirmdiagonale gemeint. Und da wird entsetzlich übertrieben: Vom 12-Zöller abwärts bis zum 8-Zöller reden die Angeber, und in Wahrheit sind es mal gerade fünf bis sechs Zoll - im Schnitt also 14 Zentimeter. Wir reden dabei nicht von Radius, Umfang oder Durchmesser - das ist vielen Männer ohnehin zu kompliziert.

Die schönste Seite für den unscheinbaren Penis
Das Logo sieht vielversprechend aus ...

Nun höre ich, dass es eine „Dating-Seite für den kleinen Penis gibt - oder jedenfalls für die Männer, bei denen er vorne heraushängt oder absteht.

Und wer will den Mann mit dem „kleinen“ Penis? Oder gar mit dem Mikropenis, der „weniger als neun Zentimeter“ misst?

Die Webseite behauptet kühn, dass es Frauen gibt, die alles lieber eine Nummer kleiner hätten, weil sie „es“ selbst kleiner und feiner haben. Aber nun merkt auf (Zitat):

Es gibt aber auch Frauen, die ein fetischistisches Interesse an Männern mit kleinem Penis haben, und sie spielen häufig eine dominante Rolle.

Und der Mann? Er sei besser dran, so heißt es in einer Stellungnahme, wenn niemand wisse, dass er einen kleinen Penis hat. Denn nehmen wir mal an, er habe einen solchen Penis, und die Beziehung ginge in die Brüche, dann könnte es doch sein, dass die „Ex“ das überall rumerzählt, zum Beispiel bei den Kolleginnen, und dann?

Oh je, ich ahne Fürchterliches. Wird man dann in der Registratur von den Damen Kolleginnen überfallen, die mal sehen wollen, wie so ein Mikropenis ausschaut?

Wer es nicht will - hier der Link - und nein, wir haben keinerlei Geschäftsverbindung zum Betreiber. Das © 2020 für das mittlere Bild gehört dem Betreiber.

Alt und Jung - schräge Rollen der Liebe

Das Alter steht nur im Pass
In früheren Jahren hat man sich die Mäuler zerrissen, wenn ein 40-jähriger Mann eine 20-jährige Frau heiratete oder wenn er gar eine wesentlich jüngere Frau zu seiner Geliebten machte. Heute hat sich das etwas beruhigt, wenngleich den „üblichen Verdächtigen“ immer noch der Schaum vor dem Mund steht, wenn sie darüber geifern.

Der ätere Mann - zweiter Frühling oder "Edelfreier"?

Ob ich es selber toll finde oder fände, spielt eigentlich keine Rolle, weil es mich persönlich nicht betrifft. ich überlasse es den Männern, die es betrifft, damit zurechtzukommen. Oftmals wird den Männern unterstellt, dass sie einen „zweiten Frühling“ erleben wollten - doch was ist eigentlich ihre Rolle? Fühlen sie sich als Sponsor, vielleicht gar als „Edelfreier“, wenn es sich um eine jugendliche Geliebte handelt, an die regelmäßig Geldsummen fließen? Jedenfalls wird niemand dem Mann unterstellen, er würde eine Vater-Tochter-Beziehung führen ... da lachen ja die Hühner, oder?

Die ältere Frau - einfach lustvoll oder in einer "Mutterrolle"?

Tja, und wenn ein Mann eine Frau heiratet, die deutlich älter ist als er selbst? Oder wenn der Jüngling zu einer Frau ins Bett kriecht, die sein Alter um 20 Jahre übertrifft? Oder gar um 30 Jahre? Dann plappern die Plappermäulchen, bis die Lippen schmerzen. Hält sie ihn aus? Hat sie es wirklich so nötig? Führt sie gar eine Mutter-Sohn-Beziehung mit ihm? Und als Krönung: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein junger Mann mit einer SO alten Frau noch vögelt - da muss etwas anders dahinterstecken.“

Die Realität der MILF - barrierefreie Lust

Gut - jeder junge Mann hat schon einmal von den Vorzügen der MILF gehört. Bei Gefallen jederzeit barrierefreier Zugang, nicht mal im Ansatz verzickt. Sie ist zwischen 30 und 45, erfahren (möglicherweise gar eheerfahren) und sie weiß, was ihr guttut. Und der junge Mann? Welche Rolle spielt er? Ist er ihr Lover? Und warum „nimmt“ er sich eine SO alte Frau?

Weil es ihm Lust bereitet, jedenfalls überwiegend. Und weil er vor den Türen der 25- bis 30-jährigen keine Affentänzchen aufführen will, bis sie sich öffnen.

Und warum die GILF oder COUGAR?

Bliebe noch die GILF (gestern wurde sie im Fernsehen erwähnt, deshalb erlaube ich mir, euch mir, euch mit dem Ausdruck zu nerven). Bei ihr ist die Altersdifferenz noch deutlich größer. Man nennt sie auch Cougar, nach dem weiblichen Puma. Von dieser Spezies weiß man nicht so genau, ob sie jagt oder gejagt wird. Jedenfalls soll ihr Habitat sich in schummrigen Bars befinden, in denen die Beleuchtung stark heruntergedimmt ist. Üblicherweise ist sie optisch noch hinreichend begehrenswert, hat beachtliche weiche Brüste, und trägt Blusen, Röcke oder Kleider, die atemberaubend sind. Klischees? Ja. Fantasien? Nein. GILFS oder Cougars sind Frauen ab etwa 45, die jederzeit mit jüngeren Konkurrentinnen mithalten können, wenn es um die Verführungskünste geht.

Keine Liebe zur "Großmutter" - sondern Lust an der Frau

Ja, und warum umschwärmen die jungen Männer nun auch noch die Frauen, die früher als „Großmütter“ galten (daher der Name GILF)? Fragt mich nicht ... jedenfalls scheint da etwas zu „beider Nutzen“ abzulaufen, sonst gäbe es diese meist heimlich gelebte Beziehung nicht. Und die Rollen? Ja, die sind wahrscheinlich einfach weggepustet, außer dass sich die Cougar (oder GILF) dabei um 20 Jahre jünger fühlen dürfte. Ist ja auch mal nett - und alle Tage gibt’s das auch nicht.

Irgendwann versagt die Einordnung der Rollen. Dann ist eine Frau einfach eine Frau, und ein Mann einfach ein Mann, und dass Spiel heißt: Lust kennt keine Grenzen.