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Fake-Profile: Ukrainische Frauen aus Russland oder Hongkong

Immer wieder: vor allem schöne Brüste ...
Per E-Mail angeboten werden von diesem Dating-Serivce mit fragwürdiger Internet-Adresse zunächst ukrainische Frauen, dann heißt es, sie seinen aus Russland und die Adresse des Unternehmens soll angeblich im West Tower in Hongkong sein. Hier eines des Fake-Fotos, das gegenwärtig in E-Mails verschickt wird.

Online-Dating – immer wieder die alten Maschen

Das neue ist eigentlich immer wieder das Alte – Online-Dating geht nicht ohne marktschreierische Ankündigungen.

Was, wenn man sich einmal „kostenlos“ angemeldet hat? Das einzige Ziel der Anbieter ist nun, die kostenfreie Mitgliedschaft in eine bezahlte Mitgliedschaft zu verwandeln. Das ist marktwirtschaftlich verständlich, erzeugt aber Irritationen, zum Beispiel, wenn so etwas passiert (1):

Das Prinzip ist immer gleich: Name, Beruf, drei Eigenschaften, eine davon „einfühlsam“, deutliches Interesse und etwas Lockstoff: Lächeln, Winken, Bilder. Innerhalb von 24 Stunden hat praktisch die gesamte weibliche Führungselite Deutschlands um ein Video-Date ersucht.

Das also ist das Angebot an Frauen. Alle toll, alle passend, alle auf Augenhöhe. Und natürlich alle „einfühlsam“, das will der Mann schließlich.

Phase eins - du bist ja so begehrt ...

Gut – Phase eins ist immer, dass die Vögelchen ins Fenster fliegen und ein bisschen zwitschern. Je nachdem was programmiert wurde, kannst du eher Frauen mit den erwünschten Eigenschaften oder den richtigen Berufen herumfliegen sehen. Mittlere Reife ist ganz schlecht, wenn du eine Akademikerin suchst, weil das System denkt: Die kriegst du nie auf Augenhöhe, und genau das denken die Damen auch: Man will doch nicht unter Niveau heiraten, nicht wahr? Falls „Heiraten“ überhaupt der Punkt ist.

Phase zwei - du willst ein Date, der Anbieter will dein Geld

Phase zwei ist ein Date zu bekommen. Ob in guten oder schlechten Zeiten, ob Pandemie, Hochsommer oder Vorweihnachtszeit – ein Date zu kriegen ist schwierig. Manche Männer bekommen nie eines. Was zählt, sind Eigenschaften, die „gekauft“ werden. Du musst also gut aussehen, gut verdienen, gebildet sein und kaum Verpflichtungen haben. Wenn du entweder gut im Herumdrucksen bist oder tatsächlich den „Ansprüchen“ der Damen entsprichst, bekommst du vielleicht eines. Manche Frauen glauben auch an die Höhe der „Matching-Punkte“, was ungefähr so sinnvoll ist, wie an ein Horoskop zu glauben.

Oh, ich vergaß etwas zu sagen: All diese Segnungen kannst du erst in Anspruch nehmen, nachdem du die Kreditkarte gezückt hast. Mein Kollege schreibt, der Preis würde sein „jährliches Bierbudget“ überschreiten. Das ist noch stark untertrieben, aber abhängig vom Bierkonsum, ohne Zweifel. Ich habe vorsichtshalber noch einmal nachgesehen, und Deutschland Marktführer-Preise in hochwertigen Whisky umgerechnet. Reicht für fast zwei Flaschen pro Monat. Das ist mehr, als ich konsumiere.

Phase drei: oh, du bist gar nicht die "Erste Wahl"?

Phase drei … och ja. Ich sagte ja schon, du brauchst Dates, und die bekommst du entweder, wenn du ein Schnäppchen bist oder mindestens zwei von drei Spitzen-Eigenschaften in dir vereinigst: Aussehen, Einkommen und Bildung. Oder eben: wenn du dir echte Mühe gibst, Matching-Punkte ignorierst und (wo dies möglich ist) geschickt selbst Kontakt aufnimmst.

Was trotzdem geht - wisse um die Kompromisse

Nachsatz: es kann dennoch funktionieren. Aber dazu müsstest du dich eben sehr anstrengen, im richtigen Alter sein und dich ein wenig … nun ja, aufhübschen. Was du noch tun solltest? Wisse um Kompromisse. Die Damen sind nicht wirklich so perfekt, wie sie sich geben – das sind sie nur in ihren Profilen. In Wahrheit sind sie nahezu alle nur „guter Durchschnitt“.

(1) Zitat aus der Magdeburger "Volksstimme".

(2) Wenn ihr wissen wollt, was es wirklich kostet: Im Singlebörsen-Vergleich findet ihr die aktuellen Preise.


Hinweis: Dieser Artikel wurde nicht gesponsert.