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Wie wird eine Frau eigentlich „bimbofiziert“?

Als Puppe aufgemacht - hier eine Cos-Playerin im Selfie
Der Kern der Bimbofikation ist immer gleich: eine meist sehr junge Frau stellt eine Puppe dar – entweder in der Absicht, diese besonders gut nachahmen zu können oder aber in der Absicht, während einer begrenzten Phase „wie eine Puppe behandelt“ zu werden. Bei der letzteren Variante spricht man auch von einem entsprechenden „Fetisch“.

Nicht alle Bimbofizierungen führen zu "Bimbos"

Für manche (aber nicht alle) „Bimbofikationen“ (1) wird auch der Begriff „Pet Play“ (sich in Tiere verkleiden oder tierisches Verhalten simulieren) verwendet. Ein ähnlicher Prozess, aber unter anderen Voraussetzungen ist die „Dollyfikation“, die hauptsächlich für die fotografische Nachbearbeitung von weiblichen Porträts als „Püppchen“ verwendet wird. Daraus geht schon hervor, dass die Frau, die sich „bimbofiziert“ eine Art passive Rollenspielerin ist, die mit puppenhaftem Aussehen und willigem Gehabe Botschaften aussendet, die ihrerseits wieder ethisch fragwürdig sind.

Ob auch das Cosplay (2) zur „Bimbofizierung“ gehört, ist umstritten. Behauptet wird, dass der Begriff von Japanern auch als synonym für erotische Rollenspiele benutzt wird, wobei manche Rollenspielerinnen auch als Sexarbeiterinnen tätig sind.

Von der Prostitution bis zur Kunstform - die vielen Gesichter der "Bimbofikation"

Gelegentlich wird die Szenerie, die hinter den diversen Bimbo-Rollenspielen steht, als Teil der BDSM-Szene betrachtet, teils als ungewöhnliches Sex-Rollenspiel und dann wieder als Kunstform.

In weiten Kreisen des Feminismus gilt Bimbofizierung als extreme Abwertung, weil die entsprechend wirkenden Frauen durch ihre Verkleidung „objektifiziert“ und damit ihrer Menschlichkeit beraubt würden. Dies könnte allerdings vor allem daran liegen, dass diese Frauen normalerweise „passive“ (unterwürfige, inaktive, puppenhafte) Rollen annehmen und keine dominanten Rollen, wie es in vielen andere BDSM-Spielen (z.B. Lehrerin-Schüler), der Fall ist.

Rollenspiele, die sich durch das Internet verbreiteten

Rein sachlich betrachtet spielen die Frauen selbstgewählte Rolle, die offenbar populär genug sind, um sie vermarkten zu können. Die „Bimbofizierunge mit all ihren Ausprägungen scheint erst durch das Internet und bestimmte Dienste, die solche Bilder zur Verfügung stellen, an Bedeutung gewonnen zu haben. Zuvor war es eine Absonderlichkeit für wenige Enthusiasten.

Lest hier weiter, welche Ausprägungen die Bimbofizierung hat, und warum manche davon ethisch bedenklicher sind als andere.

(1) Der Begriff wird "technisch" bei sehpferd erläutert.
(2) Cosplay - einen Comic- oder Fantasy-Helden (oft auch eine Heldin) darstellen.
Foto: Selfie einer Cosplayerin

Fake Tanja

fake tanja
Heute ist Fake-Tag, wie mir schient. Nicht die üblichen Verdächtigen, sondern neue Spammer. Hier ist Fake Tanja.

Tanja will mir ihre heißen Videos zeigen ... so wie Fake Tanja hier auf dem Selfie aussieht, wird sie sicherlich mancher notgeiler Jüngling besuchen wollen. Wo er landen wird? Dort, wo alle landen, die zu neugierig sind.

Fake Hulda lässt grüßen

Ein Fake aus einem SPAM-Mail: Hulda
Fakes über einen bestimmten US-amerikanischen Mail-Dienst zu bekommen, ist ja nichts Neues. Und weil man elektronisch übersetzt, soll der Empfänger ein „Kriecherpiepsen an diesen hotties!“ bekommen. Gemeint war vermutlich ein kurzer Einblick, also eine Vorschau. Die heiße Frau war ein Fake namens Hulda. Bei mir war leider kein Stuhl da für diese Hulda.

Unser Motto für den Juni: Zurück zu den Sinnen

Ich denke, nahezu jeder von uns hat die Nase voll von moralinsauren Predigern, Weltuntergangs-Propheten und anderen, die uns aus ideologischen Motiven oder gottähnlicher Selbstherrlichkeit sagen wollen: Wir müssen zurück ins 19. Jahrhundert.

In den letzten Wochen hat es auch weder an Stimmen ´gefehlt, die uns die Hölle der Prüderie oder das Paradies der unendlichen Befreiung schmackhaft machen wollten.

Deshalb ist „Zurück zu den Sinnen“ unser Motto für den Juni 2020. Mit den Sinnen erleben wir das Schöne wie das Schreckliche, aber vor allem drängt und das Leben selbst dazu, die Sinne auch wirklich zu verwenden. Menschen wollen die Körper anderer riechen oder sie nun mal nicht riechen können. Sie wollen angefühlt werden und distanziert bleiben, fein die Ohren spitzen oder das Dummgeschwätz wegdrücken. Sie wollen sehen, und zwar alles „in vivo“ und nicht nur am Bildschirm – und sicher auch die Augen abwenden. Und schließlich wollen sie alles schmecken, was die Natur uns anbietet und was wir als sinnlich auf der Zunge erspüren wollen.

Ob es „in vivo“ möglich ist? Ob und wie lange wir uns noch fürchten, anderen zu nahe zu kommen? Ich weiß es nicht. Es gibt Menschen, die auch die verblieben „legalen“ Kontakte derzeit meiden und solche, die sich leichtfertig über alles hinwegsetzen. Und es gibt wirklich diejenigen, die „irgendwie dazwischen“ stehen. Manche warten ab, manche setzen sich begrenzten Risiken aus – da tun Menschen eigentlich immer.

Und wie immer, raten wir zu – gar nichts. Wir glauben einfach, dass die große Mehrheit verantwortungsbewusst handelt. Und doch wissen wir; Am Ende wollen alle zurück zu den Sinnen und zum Sinnlichen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.