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Bewusst ein Püppchen spielen – die Rollen

Püppchen und Püppchen
Bewusst ein Püppchen spielen – die Rollen in einem höchst umstrittenen weiblichen Rollenspiel.

Bimbofizierung, Dollyfikation, Cosplay – sind das alles Begriffe, die für die Entwertung der Persönlichkeit und der „Objektifizierung“ der Frau stehen? Sind Rollenspiele, die dabei entstehen, Ausdruck von Perversionen? Was ist mit den Frauen, die sich in eine fremde Haut unbegrenzte Verfügbarkeit vortäuschen oder sich öffentlich als „Püppchen“ zur Schau stellen? Wir wissen es nicht. Geld? Geltungsdrang? Krankhafte Unterwürfigkeit? Kaum ein Rollenspiel-Thema ist so mit Emotionen besetzt wie die Bimbofizierung, die nach Meinung vieler Kritiker(innen) die Frau als „Spielzeug“ darstellt. Man benötigt in jedem Fall eine äußerlich emotionslose Darstellerin - an der am besten nichts "Natürliches" sein darf.

Frau, ganz als Puppe, der Körper in einer "zweiten Haut", das Gesicht maskiert

Eine starre, meist erotische Pose einnehmen

Die bekanntestem sind asexuelle Puppen, die allerdings nicht unter den Begriff der „Bimbofizierung“ fallen. Ihnen kann man in so gut wie allen Fußgängerzonen begegnen, denn sie halten ihre Posen wie erstarrt oder wie es nach landläufiger Meinung „menschliche Automaten“ tun würden, also beispielsweise immer wiederkehrende Bewegungen mit starrem Blick auszuführen. Ein weiteres typisches Beispiel sind die Akt- und Erotikfotografien des späten 19ten und frühen 20ten Jahrhunderts, bei denen der Ausdruck „erstarrt“ gehalten werden musste. Um als Fetisch zu gelten, müssen die Figuren allerdings laszive oder sexuell aufreizende Posen annehmen. Man nennts solche Spielerinnen auch „Posebale Dolls“ oder Ball-Joint Dolls (Kugelgelenkpuppen).

Roboter, die willige Frauen imitieren, gibt es nur im Kino

Ihre modernen Verwandten, die AI Fuckbots haben eine längere Geschichte als viele glauben. Es handelt sich dabei um „feminin“ aussehende Roboter, die männliche Fleischeslüste willig befriedigen. Am bekanntesten dürften dabei die Roboter aus „Westworld“ sein. Die berühmten „Frauen von Stepford“ wurden zwar erst später verfilmt, aber bereits 1975 geschrieben, sodass man sagen kann, dass schon lange ein Interesse an solchen Themen besteht

Bei all diesen Literatur- und Filmgestalten handelte es sich um Frauengestalten, denen gewisse Verhaltenseigenschaften einprogrammiert wurden, die sie für sexuelle Dienste zugänglich machten. Das Thema wird durch gewisse „Zukunftsforscher“ gerade wieder populär, die wissen wollen, dass solche „AI Fuckbots“ (Roboter für den Geschlechtsvermehr mit künstlicher Intelligenz) bereits in wenigen Jahren zur Verfügung stehen würden.

Eine Frau spielen, die einen Roboter spielt, der eine Frau imitiert

Die gegenwärtigen Spielerinnen spielen entweder solche Roboter durch ihr Verhalten, oder sie kostümieren sich mit einer „zweiten Haut“ für derartige Spiele. Das ist insofern ausgesprochen sexistisch, als der Begriff „AI“ ja für „künstliche Intelligenz“ steht. Es handelt sich also um eine Person, die einen Roboter imitiert, der seine künstliche Intelligenz ausschließlich für den Geschlechtsverkehr nutzt. Man kann sie auch als „lebende Sexpuppen“ bezeichnen. Es dürfte klar sein, dass sie unter besonderem Beschuss feministischer Kreise und ethisch orientierter Gruppen stehen: Denn diese Frauen machen sich in jeder Hinsicht zum „Objekt“. Oder mit anderen Worten: Wenn sie vorgeben, dass sie auf „willig sein“ programmiert sind, dann sie dies auch aus.

Eine Puppe aus Lumpen sein

In ähnlicher Weise, aber deutlich rustikaler und völlig ohne Ausdruck eines Willens, machen sich Frauen zu Stoffpuppen, indem sie sich wahrhaftig wie ein Stoffpüppchen („Rag Doll“) zurechtmachen: Fahl geschminkt, mit großen, künstlichen Sommersprossen und Wollperücken. Man sagt von ihnen, sie würden sich „für alles anbieten“, und da sie ja nichts als Stoffpuppen sind, würden sie auch so behandelt werden. Auch bei diesen Spielen gibt es hochgradige ethische Bedenken.

Cosplay und Kunst

Es gibt (vor allem im sogenannten Cosplay) noch andere Rollenbilder, die von manchen Frauen dargestellt werden. Und tatsächlich gibt es Künstlerinnen, die das Thema der „Objektifizierung“ auch mit den Mitteln der Kunst lösen: Indem sie die „Bimbofizierung“ übertreiben, führen sie diese zugleich ad absurdum.

Bild oben: Liebesvrelag.de,© 2020 by liebesverlag.de. Bild unten Werbeaufnahme für das "Dreammask-Studio", © 2020 by Dream Mask Studio.