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Maskenverweigerer - die Therapie ist da!

Die ultimative Therapie für Maskenverweigerer

Wie ich höre, soll es demnächst eine saftige Strafe für diejenigen geben, die ihrer Maskenpflicht nicht nachkommen. Ich las von 150 Euro: Dafür kann man sich schon 230 Brötchen oder einen wiederaufladbaren Luxus-Dildo kaufen.

Bei solchen Aussichten würde sich die Therapie lohnen, die wir in einem älteren Buch fanden. Wobei - na ja, irgendwie waren damals sowohl die Maskenpflicht wie auch Geldstrafen wegen Verletzung der Maskenpflicht unbekannt ... und mit der Nasenbedeckung klappt es auch noch nicht so ganz.

Aber bevor ihr's euch überlegt, das Therapiezentrum zu nutzen: Tragt lieber Maske und denkt mal an die 230 guten Bäcker-Brötchen, die ihr für 150 Euro bekommt ... da läuft euch doch das Wasser im Mund zusammen, oder?

Was ist eigentlich Fauxcest?

Fauxcest: Neffe und Tante, Stiefmutter und Stiefsohn ... und andere Tabus
Immer, wenn man in den Bereich der pornografischen Literatur hineinsieht, von den viktorianischen Internats- und Entwicklungsromanen bis zum modernen pornografischen E-Book, schillert der Inzest durch. Warum das so ist? Darüber mögen sich - einmal mehr - die Psychotherapeuten, Psychiater, Soziologen, Kirchenmänner und Kulturkritiker streiten.

Und weil das bei vielen Zeitgenossen Entsetzen auslöst, werden Formen gefunden, die den Inzest doch wieder zum Excest machen. Das Wort gibt’s eigentlich nicht, und es hat auch keinerlei Sinn. Und weil das so ist, hat man den „Fauxcest“ erfunden - das ist auch eine „unkeusche Beziehung“, aber sie wird durch einen Zusatz verbal gereinigt, meistens durch das Wort „Stief“. Eigentlich müssten wird den Begriff mit „falsche Keuschheit“ übersetzen, aber das ergibt keinen Sinn. „Verschleierung des Inzests“ wäre möglich, aber ziemlich kompliziert.

Natürlich wäre zunächst zu klären, was „Inzest“, auf Deutsch früher „Inzucht“ oder „Blutschande“ genannt, überhaupt ist. Dazu gibt es biologische, psychologische, soziologische und juristische Erläuterungen, die sich alle ein wenig unterschiedlich lesen. Wer mag, kann sich im Internet einen Eindruck davon verschaffen.

Das Beziehungstabu - der Schlüssel zur ethischen Klärung

Neben genetischen Gründen werden dabei vor allem emotionale und familienpolitische Gründe und Beziehungstabus angeführt. Das Beziehungstabu (Berührungsverbot) kann so beschrieben werden (2):

Ein Tabu ist als eine meist stillschweigende, auf starken Affekten basierende gesellschaftliche Übereinkunft zu verstehen, die Grenzen weit über rechtliche Regelungen hinaus markiert und aufrechterhält.


Das bedeutet: Wenn du jemanden für einen Blutsverwandten hältst oder du ihn in ähnlicher Weise behandelst, dann ist eine Beziehung mit ihm/ihr tabu. Derartige Konstellationen und Konflikte kommen recht häufig in Kriminalromanen vor.

Autoren, die Pornografie oder Kriminalromane schreiben, spielen gerne mit dem Tabu, aber durchaus auch die Autoren „großer Literatur“, wie Elisabeth Benedict bemerkt (2):

... für einen Autor mit Gespür für Erotik, gibt es immer noch genug über Sex, der durch Gesetz, Konventionen oder Religion verboten ist, zu erzählen.


Pornografie oder Literatur?

Womit wir wieder bei „Fauxcest“ sind: Autoren, die nur auf die reißerischen Effekte des Tabubruchs aus sind, schreiben Romane und E-Books, die das Tabu ganz bewusst ins Zentrum der Aktivität stellen. Die meisten anderen Autoren beschreiben menschliche Schwächen, die zum bewussten oder auch unbewussten Tabubruch führen.

Fauxcest - im Urban Dictionary.
(1) Deutscher Ethikrat, enthält weitere Erläuterungen und Diskussionen.
(2) "Erotik Schreiben" Berlin 2002/2013
Bild: Ein erotisches Geständnis bei der "Tante", soweit bekannt anonyme Strichzeichnung