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Die Zukunft, das Date und der Rat einer Katze

Stiller Rat durch eine Katze
Bei jeder Begegnung, die wir eingehen, um einander kennenzulernen, treffen Vorstellungen aller Art aufeinander. Sie reichen von der Attraktivität über die Lust bis hin zur Zukunftsplanung. Und in der Tat ist es eigentlich diese Reihenfolge, die wir einhalten sollten, wenn wir eine Partnerin oder einen Partner suchen.

Sorge dich nicht - liebe

Wenn du also einen Menschen attraktiv findest und Lust auf ihn hast - warum sorgst du dich dann um die Zukunft? Warum fragst du dich, ob er/sie dein Leben teilen wird, bis du an seinem Grab stehst - oder er/sie an deinem? Woher weißt du überhaupt, ob das, was du jetzt als „Zukunft“ siehst, wirklich so eintrifft?

Ich zitiere an dieser Stelle immer sehr gerne Lewis Carroll, die Szene mit der „Cheshire Cat“:

Alice: Would you please tell me, please, which way I ought to go from here?
Cat: That depends a good deal on where you want to get to.
Alice: I don’t much care where …
Cat: Then it does not matter which way to go.
Alice: … so long as I get somewhere.
Cat: Oh, you sure do that if you only walk long enough.

Der Dialog beschäftigt sich mit dem Jetzt und dem Nachher. Wenn du konkrete Ziele hast, fragst du nicht danach, was dir die Zukunft bringen wird - du hast ja die Absicht, sie zu gestalten. Wenn du aber nicht sicher bist, wohin du gehen sollst, dann geh einfach - und mach deine Erfahrungen auf dem Weg. Wenn du lange genug gegangen bist, wirst du sicher irgendwo ankommen.

Was heißt das für dein Date?

Für deine Verabredung heißt das: Du musst nicht heute Abend, also hier und jetzt, am Ziel all deiner Wünsche sein. Aber du kannst dir einzelne Wünsche erfüllen.

Das Geheimnis der Dating-Erfahrungen liegt in der Beratung durch die Katze: Du erlebst nichts, wenn du dich auf gar nichts einlässt. Und solange du nicht vom Ende des Weges träumst, kannst du Erfahrungen aneinanderreihen. Selbstverständlich werden sie qualitativ unterschiedlich sein. Aber du allein hast in der Hand, die positiven Erfahrungen auszukosten.

Robert Louis Stevenson sagte einmal:

Mit der Hoffnung zu reisen ist besser, als das Ziel zu erreichen.

Wer das Zitat ernst nimmt, wird nicht unglücklich - die Reises selbst ist oft das größere Vergnügen als die Ankunft am Ziel. Zumal, wenn sie so vergnüglich ist wie all die Varianten zu erleben, die uns die Liebe schenkt.

Du bestimmst, wann du am Ziel bist

Habe ich das Ziel vergessen? Oh nein, keinesfalls. Wenn du lange genug gegangen bist, solltest du nur wissen, wann du am Ziel bist. Ich befürchte, viele Partnersuchende vergessen diese einfache Weisheit.
Zitat aus: "The Complete Illustrated Works of Lewis Carroll", London 1982 Bild ©: 2020 by liebesverlag.de

Oktobermotto: Wenn du reif bist, lass dich pflücken!

Reif schmecken sie am besten
Die neue Woche beginnt - und schon ist sichtbar - sie wird weit in den Oktober hineinreichen. Eigentlich ist dann Erntezeit - aber was bleibt mir bei der „Liebeszeitung“ zu ernten? Andere leben von Werbung, verdeckter Werbung oder offenkundiger Schleimerei für fragwürdige Produkte. Ich leben von der Idee, etwas Amüsantes, Verrücktes und - vor allem - Zutreffendes sagen zu können.

Auf der Suche nach einem Motto für den Oktober

Zeit, ein neues Motto zu suchen. „Fahr die Ernte ein?“ Nicht schlecht. Wer jetzt fragt „welche Ernte denn in Corona-Zeiten?,“ hat wirklich gar nichts begriffen. Erntezeit ist immer dann, wenn die Früchte reif sind. Und am besten, du pflückst sie, bevor sie vom Baum fallen - oder bestenfalls kurz danach.

Klartext: Menschen haben immer das Bedürfnis, sich dann zu verlieben (und alles, was dem gleichkommt) wenn sie „reif dazu“ sind. Man sagt ja, Deutsche würden niemals reife Früchte kaufen - aber im Kühlschrank reifen sie eigentlich nie nach. Also essen Deutsche angeblich niemals wirklich reifes Obst.

Zurück zur Liebe: Das Ideal unserer Urgroßväter war noch, dass die „verfügbaren“ Frauen in der Ehe nachreifen würden. Irgendwie hat sich das bis ins 20. Jahrhundert fortgesetzt. Eine Ehefrau durfte schon „etwas“ Erfahrung haben, aber auf keinen Fall zu viel - sie sollte eben „kontrolliert nachreifen“.

Zögerlich sein - bis es endgültig zu spät für dich ist?

Das alles ist längst vorbei. Nicht vorbei ist aber der zögerliche Umgang mit der Entscheidung, ob nun der richtige Zeitpunkt ist oder die Partnerin/der Partner die ultimativ beste Wahl ist. Die Aussage: „Ich bin jetzt reif genug, ich will jetzt zu jemandem gehören“, ist selten geworden.

Warum dann also nicht lieben, wenn du kurz davor bist, vor Reife strotzend vom Baum zu fallen?

Das alte Motto hat weiterhin Sinn

Dem alten Motto vom September werde ich noch eine Weile treu bleiben. „Bar jeder Moral“ ist eine Aussage, die ständig neu definiert werden kann - so, wie die „Moral“ selbst. Dennoch werde ich auch dem neuen Motto für Oktober folgen. Und es soll heißen:

Wenn du reif bist, - lass dich pflücken!

Es ist genau so gemeint, wie es da steht. Na klar, für Männer ist es ein bisschen komplizierter, zu sagen: „Hey, du, ich bin jetzt reif, also pflück mich.“ Ob’s trotzdem geht? Ohne Fleiß kein Preis - probiert es einfach aus.
(Bild: liebesverlag.de)

Partnersuche: neue Klischees über Klischees in Buchform

Klar - Männer sind Scheiße - was denn sonst?
Schon wieder … ja schon wieder hat eine Autorin ein Buch geschrieben, das mehr oder weniger klischeehaft Begegnungen mit Männern beschreibt. Titel: Tagebuch einer Datinqueen. Nein, keine Männer-Shopping-Queen. Aber mit einem Untertitel: Die Auswahl ist Scheiße.

Klischees über Klischees

Im Buch treffen Klischees auf Klischees. Das weiß natürlich auch die Autorin, die im Buch Geschichten verbreitet, mit denen sie ihre Freundinnen bei Waldspaziergängen erheiterte. Zu den ersten Klischees kommen weitere, zum Beispiel dies: der Autorin wurde während ihrer Dating-Zeit „einige Mal das Herz gebrochen“.

Offensichtlich lebt sich's ganz gut mit wechselnden Beziehungen und gebrochenem Herzen.

Mir ist im Gedächtnis geblieben, dass sie sich über einen Mann erregt, der „der bei der ersten Einladung zu einem Nachtessen bei ihr zu Hause Wäsche zum Wechseln mitbringt.“ Na so etwas: „Wäsche zum Wechseln“. Vielleicht gar Kondome?

Jeder und jedem, der heute in amouröser Absicht zu einem „Nachtessen in der Wohnung“ eingeladen wird, sollte an den nächsten Tag denken. Die Idee, dass auf ein intimes Abendessen (auf Süddeutsch: Nachtessen) auch eine intime Liebesnacht folgt, ist wirklich nicht abwegig. Und falls nicht: Worin liegt eigentlich das Problem, auf alles vorbereitet zu sein?

Und bevor ich es vergessen: Die Auswahl an Frauen ist auch Scheiße. Jedenfalls dann, wenn man selbst davon überzeugt ist, absolut großartig zu sein und sich auf keinen Fall wirklich binden will. Klischees eben.

Meine Informationen beruhen auf dem Klappentext sowie auf zwei Interviews, die die Autorin gab: Veröffentlicht von Vayamo und vom Migros-Magazin.

Titel: Single, weil die Auswahl scheiße ist - Tagebuch einer Datingqueen, erschienen bei orell füssli, zürich. ISBN 978-3-280-05230-3 Foto "auf hohem Ross" bei Liebesverlag.de

Der unbefleckte Körper, das saubere Denken ... und Seife

Körperlich kaum noch in Gebrauch - schmutzige Worte werden ausgewaschen
Unzivilisierte Menschen bedürfen der Reinigung. Und solche, die sich gegen die „guten Sitten“ vergangen hatten, demzufolge auch. So dachten unsere Vorfahren. Und sie nutzten Seife, um unbotmäßigen Menschen den "Mund auszuwaschen".

Nur wer in einen geheimen Gedanken „unkeusch“ war, entging der Rache der Gesellschaftsordnung. Körperlich unkeusch zu sein, und sei es nur durch „Selbstbefleckung“ galt nicht nur als schlimmes Vergehen, sondern oft auch als Vorstufe des Wahns oder des Verderbens. Nachdem dies gesagt ist, will ich von denjenigen reden, die sich verbal versündigten. Dabei waren es nicht nur Lügen, sondern auch Flüche und der Gebrauch „schmutziger Wörter“. Wer so die verbale Unschuld verloren hatte, musste gereinigt werden.

In den vergangenen Jahrhunderten bis in die Neuzeit nahm man an, dass insbesondere …

Frauen gereinigt, wiederhergestellt und in einen vermutlich natürlichen Reinheitszustand zurückgebracht werden können.

Konnte dies nicht durch sanfte Ermahnungen („ein wohlerzogenes Mädchen sagt so etwas nicht“) erreicht werden, dann wurden „andere Saiten aufgezogen“. Und neben den üblichen anderen Maßnahmen wie Ohrfeigen, erniedrigende Belehrungen oder „in den dunklen Keller sperren“ war es eben das „Ausseifen“ des Mundes. Wie jeder von euch ermessen kann, der jemals in Ermangelung von Zahnpasta Seife benutzte, um die Zähne zu bürsten, war dies extrem eklig. Und die vermeintlichen „Erzieher(innen)“, die so etwas taten, mussten schon reichlich sadistisch veranlagt sein, um solche „Maßnahmen“ durchzuführen.

Mag sein, dass die Seife in „Erziehungsspielen“ auch heute noch eine Rolle spielt - ihr Anteil ist allerdings gering. Im übertragenen Sinne werden aber immer noch Menschen beschimpft, die nicht dem gesellschaftlichen Vorbild des „Reinen“ entsprechen. Und jemanden „auf den Weg der Tugend“ zurückzubringen, gilt immer noch als edelmütig.

Die Autorin Rachel Klein ... ist der Ansicht:

Die Vertreter der Moral richteten ihre Augen … auf diejenigen, von denen sie glaubten, dass sie am dringendsten gereinigt werden müssten: farbige Menschen, sich schlecht benehmende Kinder und eigensinnige Frauen. Der Wunsch, ein Ideal der geistigen Makellosigkeit aufrechtzuerhalten, war schon immer eine treibende Kraft des Patriarchats. Die Einführung von Seife fügte lediglich eine implizite Einschränkung hinzu, die darauf hindeutet, dass die natürlichen Mittel zur Reinigung von Verunreinigungen unzureichend waren.

Nicht das Patriarchat allein - wer rein ist, bestimmen nun Frauen

Allerdings beobachten wie mehr und mehr: Es ist nicht das Patriarchat, das der „Main Influencer“ für „Reinheit“ ist. Es sind all jene, die Frauen wie Männer „entwickeln“ wollen, die ihnen die Schamhaare nehmen wollen und die alles andere tilgen wollen, was uns an unsere ursprüngliche Existenz erinnert. Und es sind vor allem Frauen, die andere Frauen sagen, wie sie „reiner“ in Körper, Geist und Psyche werden können.

Wer nun meint „niemand versucht mehr, schmutzige Gedanken zu tilgen“, der sollte noch einmal überlegen. Zum Beispiel, wann, wie und wo sie/er sich selbst furchtlos öffnet.

Zitate: "Bitchmedia"
Bild: Grafik by liebesverlag.de

Fotos: Wie du echt sexy rüberkommst

Der sinnliche Blick - hier hervorgehoben an einem einarbeiteten Foto
Lassen wir mal die Moral beiseite. Dann müssen wir zugeben: Sexy „rüberzukommen“ ist für professionelle Senderinnen so wichtig wie für jede andere Frau, die irgendwie konkurriert. Aber sobald deine Erscheinung wichtig ist, wie zum Beispiel beim Casual-Dating, ist wichtig, dich „sexy“ darzustellen. Und nicht nur das – auch bei ganz gewöhnlichen Profilbildern kommt erotische Ausstrahlung an. Zumal, wenn „er“ sowieso kaum mehr zu sehen bekommt als dein Bild.

Was macht dich also sexy?

Du – ohne Technik

Der Gesichtsausdruck

Wenn du einen sinnlichen Gesichtsausdruck voller Leidenschaft und Begierde hast, bist du auf der sicheren Seite: Immer den Blick „mit aufs Bild bringen“ – dann kann er sich am besten in die Rolle hineinversetzen, dein Lover zu sein. Technisch ist weiches Licht angebracht, das auch die Augen besser hervortreten lässt.

Deine Haltung

Lockere und offene Haltungen im Stehen, Sitzen oder Liegen sind genau das, was Männer mögen. Versuche, so entspannt zu sitzen, wie es dir möglich ist. Du bist nicht in der Tanzschule. Deine Sinnlichkeit wird im Foto danach bemessen, wie zugänglich du bist.

Sexy Klamotten

Alle Kleidungsstücke können „sexy“ sein: Abendkleidung, Freizeitkleidung, Nachtwäsche oder Unterwäsche. Was du auch trägst: Es soll nicht ablenken, sondern betonen. Fotografen sagen normalerweise: „Ein Foto ist erotisch, wenn man mehr drauf sieht, als drauf ist.“ Männer sehen immer das, was sie sehen wollen – und wenn sie nicht viel sehen, dann vermuten sie noch eine Menge mehr.

Nicht zu offensiv

Jeder Mann will noch etwas an die entdecken. Deshalb sind Aktfotos meistens nicht angebracht, um sexy zu wirken. Wesentlich besser sind Fotos, auf denen du zeigst, was du für deinen Lover ablegen würdest.

Das Technische

Nicht zu nah herangehen

Erotikfotos werden aus technischen Gründen meistens mit „etwas verlängerten Brennweiten“ gemacht. (Bei der alten 35-mm-Kamera waren das ungefähr 80 mm Brennweite). Wenn du so etwas nicht hast oder nicht weißt, wie es geht: Stell die Kamera weiter zurück, als es nötig ist, und schneide das Wesentliche hinterher aus. Das gilt insbesondere bei Handy-Kameras.

Starkes, aber weiches Licht

Profis nutzen Diffuser oder Reflektoren, um die besonderen Effekte zu erreichen, um deine erotische Schönheit hervorzuheben. So etwas hast du wahrscheinlich nicht. Tipp: Nutze das helle Licht vom Fenster, sodass dein Gesicht oder dein Körper gut ausgeleuchtet wird, und verwende eine weiße Wand als Reflektor. Wenn du dich als „lasziv“ darstellen willst, kann sogar eine Nachttischlampe das notwendige Licht erzeugen. Die Schatten werden dann aber „hart“. Tipp: Decke mit einer anderen Lampe anstrahlen. Nimm niemals einen Blitz, wenn du ein erotisches Foto von dir machen willst!

Verfügbares Licht und deine normale Umgebung
Sinnlich kann ein Foto auch ohne großartige Beleuchtung sein

Fotografie bei „verfügbarem Licht“ erfordert meist einen fotokundigen Menschen, eine feste Unterlage (Stativ) und eine Kamera, die es kann. Wenn sie geschickt fotografiert werden, sind solche Fotos viel natürlicher als Studio-Aufnahmen. Entstanden ist die „soziale“ Akt- und Erotikfotografie aus der Überlegung, dass du dich zu Hause wohler fühlst als im Studio. Du ziehst dich in der Wohnung sowieso an und aus – also warum nicht vor der Kamera? Und du hast ein Sofa oder ein Bett, in dem du dich wohlfühlst. Wichtig ist nur, dass keine Gegenstände darauf zu sehen sind, die nicht auf ein Erotik-Foto gehören.

Kontraste

Kontraste können wahnsinnig sinnlich sein – wahrscheinlich weißt du das, wenn du einen schwarzen BH zu deiner schneeweißen Haut trägst. Aber auf Fotos sollte der Kontrast nicht ganz so hoch sein, sonst verliert entweder dein Körper oder die hübschen Dessous verlieren die Struktur.

Nachbearbeiten

Erotik-Fotos müssen oftmals nachbearbeitet werden. Also auf den PC damit und die Feinheiten herausholen. Manchmal wirken Aufnahmen erotischer, wenn sie leicht abgedunkelt werden, und manchmal willst du deine Haut ein wenig glätten – all das geht mit Photoshop und vielen anderen Programmen.

Und noch …

Uff … der Artikel wurde länger als gedacht. Und ich habe etwas vergessen: Puder. Gerade wenn viel Licht verwendet wird, solltest du dein Gesicht und andere Körperregionen, die stark reflektieren, abpudern.