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Die Woche - Unübliches, Stepfordisierung und Elefanten

Bekannt ist, dass dem Chef alle Arten von Persönlichkeitsoptimierern auf den Geist gehen. Das hat gute Gründe, denn wer seine Persönlichkeit „optimieren“ will, geht ähnliche Risiken ein wie jemand, der sich einer Schönheitsoperation unterzieht. Und ihr könnt euren „Optimierer“ nicht mal verklagen, wenn er euch verpfuscht hat - ihr wolltet euch ja „optimieren“. Es ist ein bisschen Polemik dabei - aber warum eigentlich nicht? Übermäßig angepasst sind schon genug Menschen in diesem Land.

Männer dominieren ohne „das Übliche“ und Dates

Wir fragten „ist es leichte einen Mann zu dominieren?“ Und - oh, es war nicht der übliche Text über sexuelle Dominanz. Den hatten wir schon dutzendfach. Nein, es ging um die Idee, Männer im Alltag zu beeinflussen, genau das zu tun, was Frauen von ihnen erwarten.

Bei der Frage „willst du Kinder?“, beim Date gestellt, habe ich offenbar nicht das getroffen, was meine Leser hören wollten. Es war ja auch nicht das Übliche: „Jetzt habe ich fast alles außer Partner(in) und Kinder - jetzt aber mal in die Startlöcher.“ Na ja, Nachdenken hilft manchmal.

Schreiben als Passion - Dialoge

Im November haben wir uns mal wieder an die Geschichtenerzähler aka Schriftsteller gewandt. Warum fällt es uns so schwer, Dialoge zu formulieren? Die Antwort wird euch überraschen.

Fleischliche Roboterfrauen als neues Ideal?

Bei meinen Recherchen stoße ich immer wieder auf ulkige Begriffe - zum Beispiel Stepfordization. Irgendwo hat es da geklingelt ... waren das nicht die braven Hausfrauen, die allzeit für ihre Männer „verfügbar“ waren? Ich habe Erstaunliches über ihre „Wiedergeburt“ im Internet herausgefunden.

Anstinken gegen Shitstorms

Wisst ihr, was mir nicht gefällt? Wenn man mit Scheiße wirft. Die sozialen Netzwerke sind ja voll von Leuten, die offenbar nichts anderes zu tun haben, als Scheiße zu verschleudern und damit noch zu prahlen. Und deshalb muss mal gesagt werden: Was man für schön, ästhetisch oder moralisch hält, liegt zumeist ausschließlich im Auge des Betrachters. Der Anlass dazu war die Darstellung einer Frauenbrust, die einen Büstenhalter hübsch ausfüllt. Mal herhören: Es ist immer noch besser, einen Büstenhalter voll auszufüllen und stolz darauf zu sein als die falsche Größe zu tragen.

Elefanten im Ehebett

Und weil wir ja für die Paare, die bereits existieren, auch mal etwas Sinnvolles schreiben wollten, stand heute am Freitag, dem 13. ein Elefant vor der Redaktionstür. Der wollte wissen, wo das nächste Ehebett steht. Und dem haben wir uns recht lange gewidmet.

Und zum Schluss ...

Habt ihr Themen, die euch auf den Nägeln rennen? Dieser Tage haben etliche Autorinnen/Autoren den Griffel liegen lassen und den Herbstblues, die Novembertristesse oder den Coronafrust gepflegt. Alles, was wir lesen konnten, war mehr oder weniger der zweite Aufguss aus ziemlich ausgelaugten Teebeuteln.

Sagt uns, über was ihr mehr lesen wollt ... wir recherchieren dann euer Thema und schreiben darüber. Bis dahin ...

Euer Liebeszeitungs-Team

Der Elefant bleibt im Bett, solange er gefüttert wird

Elefant im Dubliner Zoo
Heute las ich etwas über Elefanten. Nicht diejenigen, die du im Zoo, im Zirkus oder vielleicht auch schon einmal in Afrika in freier Wildbahn gesehen hast.

Es sind die „Elefanten im Bett“. Und damit sind nun nicht die Couch-Potatoes oder Wampeninhaber gemeint, sondern die Elefanten, die sich zwischen die Paare gelegt haben: Unlösbare Konflikte.

Wie kommen Elefanten herein?

Normalerweise dadurch, dass einer der Partner sich nicht so verhält, wie es der andere erwartet. Gut - das kommt in den besten Beziehungen vor - aber das gebiert keine Elefanten.

Die meisten Elefanten kommen eines Tages mit ihm oder ihr durch die Tür. Der Partner merkt, dass plötzlich ein Elefant mit im Bett liegt. Das heißt, da ist ein unausgesprochenes Problem, das zwischen beiden liegt - wie ein riesiger Elefant.

Die Hauptgründe dafür neben allen Formen „Fremdgehens“ vor allem sexuelle Wünsche: zu viel, zu wenig, zu „abartig“. Auch entsprechende Fantasien, die der Partner offenkundig hat, können Elefanten ins Schlafzimmer locken. Vergessen wir nicht: Nach Umfragen, deren Wert nicht unbedingt belegt ist, sind Frauen in Deutschland schon eifersüchtig auf die Fantasien der Männer. Eine christlich motivierte US-Autorin meinte gar, dass solche Fantasien die „eheliche Intimität stören“ würden.

Wie wird man Elefanten wieder los?

Und was machen Paare, bei denen Elefanten eingezogen sind? Ich verrate es sofort: Nicht füttern.

1. Kleine Elefanten essen weniger von der Seele weg

Der erste, und vielleicht beste Rat ist, die Elefanten nicht wachsen zu lassen. Das funktioniert, wenn sie nicht an Dritte gebunden sind, was konkret heißt: wenn es sich nicht um „aktives“ Fremdgehen handelt. Der Elefant verschwindet, wenn ihn beide sehen und beschließen, ihn nicht zu füttern. Um das zu tun, muss das Paar darüber reden. Schließlich könnte es ja sein, dass nur einer von beiden den Elefanten im Bett sieht oder ständig füttert.

2. Wenn der Elefant nicht gefüttert wird, verschwindet er

Ignorieren ist ein weiteres Mittel, das aber nur dann wirkt, wenn der Elefant nicht ständig im Raum herum trampelt. Das kann funktionieren, wenn das Paar den Grund herausfindet, warum der Elefant auftaucht und wer von beiden ihn füttert. Wenn dies bekannt wird, verschwindet der Elefant sehr wahrscheinlich, falls ihr beide einsichtig seid.

3. Hinauswerfen ist keine Lösung - der Elefant kommt zurück

Fragwürdig ist, den Elefanten hinauszuwerfen. Er kommt bei nächster Gelegenheit durch die Hintertür wieder herein. Das liegt daran, dass er abermals von einem er beiden Partner gefüttert wird. Ein Beispiel wäre latente Eifersucht, die ständig im Raum steht. („Es riecht hier nach einem fremden Parfüm“).

4. Gehen ist fragwürdig - der Elefant könnte mitkommen

Ob es gut wäre, einfach zu gehen? Die Erwartung besteht darin, dass der andere mit dem Elefanten zurückbleibt - also mit der vermeintlichen Ursache des Konflikts. Es könnte aber durchaus sein, dass der Elefant mitgeht und man ihn beim nächsten Partner wiedertrifft. Für manche Menschen ist leider nicht einmal dann sicher, dass sie es sind, die Elefanten füttern.

Das Fazit: Der Elefant gehört nicht den anderen

Der Elefant, also der Dauerkonflikt oder das ungelöste Partnerproblem, ist nicht Eigentum des jeweils anderen. Das Eigentumsrecht an ihm haben beide, und es ist zunächst einmal müßig, festzustellen, wer den größeren Anteil hat. Wenn du Elefanten im Bett loswerden willst, fange bei dir an. Stell fest, wann, wo und wie du Futter für euren Elefanten heimbringst. Wenn du so weit bist, füttere ihn einfach nicht weiter. Falls du dann Konflikte damit bekommen solltest, den Elefanten nicht zu füttern, könntest du versuchen, daran zu arbeiten.