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  Eigenwerbung

Die Pandemie, die Apokalypse und ein Trend

Wenn es kein Morgen gibt, warum dann nicht heute?

Oh, dieser Tage war die Frauen- und Boulevardpresse mal wieder fix mit ihren allerneuesten und alleraktuellsten Dating-Trend: Apokalypsing.

Nun ist die Apokalypse nichts Nettes – es ist mindestens eine katastrophale Zeit und vielleicht das Ende des Planeten.

Was bedeutet aber „zu apokalypsen“ oder englisch Apocalypsing?

Ohne große Umschweife kann ich da das „Urban Dictionary“ zitieren:

Jede Beziehung so zu behandeln, es sei es die letzte, die du jemals eingehen würdest, und deshalb „zur Sache gehst“, obwohl ihr gerade mit dem Dating angefangen habt.

Im Vertrieb nennt man so etwas „Hochdruckverkauf“: „Wenn du jetzt nicht zuschlägst, verpasst du die Chance, die Ware jemals wieder so billig zu bekommen.“

Zunächst die Entwarnung: So etwas gab es schon immer, vor allem bei Menschen, die nicht viel Zeit hatten, einander kennenzulernen. Mal hat es geklappt, mal nicht, mal war es ein Trick, dann wieder war es kaum anders möglich.

Die Warnungen und langatmigen Erklärungen, die zurzeit in Umlauf sind, tragen alle das Etikett „Hey ich weiß auch etwas über Corona und das, was die Pandemie auslöst.“ Die fragwürdige Quelle ist übrigens eine dieser „Umfragen“ bei Dating-Plattformen.

Was die Erklärungen in der Presse angeht: Sie werden heute geschaffen und sind morgen Müll der Geschichte. Und was die Warnungen angeht: Auch zuvor wurden Beziehungen schon vorschnell und teils aus sexueller Bedürftigkeit eingegangen. Das ist weder neu noch grundsätzlich schädlich, jedenfalls nicht emotional. Was Viren, STDs und Verhütung angeht, steht auf einem anderen Blatt.

Wer sich indessen Hoffnungen macht, den Partner mit Apokalypsen-Tricks schneller zur Ehe überreden zu können, muss zwangsläufig auch die Konsequenzen tragen. Schnelle Entscheidungen haben Vor- und Nachteile. Aber damit ihr beruhigt seid: Entscheidungen, die sich dahinziehen wie Kaugummi, sind auch nicht unbedingt erstrebenswert.

Wenn etwas sozial oder emotional aus dem Ruder läuft. In dem Alter, in dem so etwas angeblich auftritt (Generation „Z“, wie ich hörte), kann man noch viele, viele schöne Beziehungen und andere Begegnungen haben.

Also: Langfristige Beziehungen mit Ruhe und Konsequenz eingehen. Kurzfristige mit Lust und Leichtigkeit.

Bild: nach einem historischen SW-Foto

Die Woche - Sex mit Paaren, mit Schlampen und nach dem Date

Singles reden oft von etwas, das sie nicht haben: Sinnliche Berührungen, „richtigen“ Sex, Beziehungen oder persönliche Begegnungen, die möglichst zu einem der drei genannten Wünsche führen.

Wir haben uns im neuen Jahr entschlossen, „an der Pandemie vorbei“ zu schreiben, und das hat einen einfachen Grund: Nahezu jeder Politiker und Virologe spielt im Moment die Frust- und Durchhaltekarte. Das nützt möglicherweise, aber Freude kommt dabei nicht auf.

Sex nach dem Date?

Und also geht es mal wieder um Sex nach dem Date. Denn diese Frage steht an, sobald es (wieder) „Dates“ gibt. Und also steht auch die Frage „zu mir oder zu dir“ demnächst wieder an, auch wenn noch so viel „nachhaltige Beziehungsanbahnung“ propagiert wird.

Der Artikel „wie du lustvoll sein kannst“, auch ohne jetzt einen Partner zu haben, hat wenig Anklang gefunden. Im Grund wollten wir sagen: Nicht „bloß masturbieren“, sondern dich selber sinnliche lieben.

Sex mit Paaren?

Wer gar keine Möglichkeit findet, seine sexuellen Lüste mit einer Einzelperson zu teilen, denkt sich manchmal: Nun, wie wäre es mit einem Paar? In jedem Fall wären die Partner dann erfahren und sehr wahrscheinlich hätten sie keine „klebrigen Finger“. Das Paar kann heterosexuell sein oder auch „etwas“ darüber hinaus, was immerhin den Erfahrungshorizont erweitern würde. Warum die Sache inzwischen so beliebt geworden ist? Eine Dame hat uns ein paar Geheimnisse dazu verraten, aber wir haben beschlossen, sie nicht zu erwähnen. Möglicherweise ist in der Wüste jede Oase willkommen.

Die Schlampe weiß mehr über Sex als die Etepetete-Frau

Ebenso interessant fanden wir, was eine sogenannte (selbst ernannte?) Schlampe von sich denkt. Solltest du ihr folgen? Sie gibt dir jedenfalls etwas auf den Weg: Pervers ist, die eignen Lüste zu verleugnen.

Bullshit und Wahrheit über „passen wir zusammen“

Ich habe es mir auf keinen Fall leicht gemacht, herauszufinden, warum Paare zueinanderfinden oder eben nicht. Eine Zeit lang habe ich - Asche auf mein Haupt - auch an den Blödsinn geglaubt, man könne die „Kompatibilität“ mit irgendwelchen Psycho-Methoden ermitteln. Kann man nicht. Und ein Teil der Leute, die es dennoch behaupten, weiß, dass die angeblichen „Ergebnisse“ Bullshit sind. Es gibt nur zwei Gründe: Erstens: Wir sind uns nahe, sympathisch und haben Lust aufeinander. Und zweitens: „Wir sind zwar Fremde, doch wie wollen uns eine gemeinsame Realität schaffen.“ Darüber könnt ihr diese Woche mehr lesen - und zwar keinen Bullshit.

Allerlei Marginalien - Psycho, Foto, Porno

Die Psycho-Branche hat etwas Neues erfunden: Ein „Sexual Arousal Template“, das hieß früher „sexuelles Beuteschema“, oder mit anderen Worten: Bei welcher Person du geil wirst. Für die Shrinks ist das natürlich ganz anders: Sie versuchen aufzufriemeln, wie es wohl kommen mag, das Menschen auf jemanden geil sind oder nicht. Wahrscheinlich werden die „üblichen Verdächtigen“ demnächst Seminare zur Verbesserung eures „Sexual Arousal Templates“ anbieten.

Für die Humorabteilung haben die Pornofilmer gesorgt: Man muss viel lüften, und dabei wir den Damen in zarten Dessous recht kalt. Wie lasen auch, dass Lederklamotten nicht nur an Dominas, sondern auch auf der Haut von Servas noch sehr gefragt sind und letztlich, wie man die Corona-Angst nutzen kann, um eine Bett-Affäre blitzschnell in eine Beziehung zu verwandeln. Doch davon später.

Zum guten Schluss die Fotografie: Niemals zuvor sah ich so viele spannende erotische Porträtfotos wie in dieser Zeit. Auf eine besondere Fotositzung habe ich euch hingewiesen. Frauen des Selfie-Zeitalters: es geht auch ohne Spiegel, aber doch mit dir als Darstellerin.

Bis dahin wünsche ich euch ein schönes Wochenende - mit oder ohne Partner, aber nicht ohne Lust.