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Warum es keine Dating-Experten gibt - aber dennoch kluge Leute

Dieser Artikel beschäftigt sich damit, wie du dir selber helfen kannst, warum du keine Dating-Experten benötigst und warum du dennoch erreichen kannst, was du willst, wenn du dir Zeit nimmst, um etwas nachzudenken.

Fragt mich bitte niemals, ob ich ein Dating-Experte bin. Ich habe mir schon mehrfach verbeten, mit diesem Unwort bedacht zu werden. Wenn ich überhaupt etwas damit zu tun habe, dann, weil ich ein ebenso fröhlicher wie kritischer Kenner der Umstände bin, die Menschen zusammenführen.

Dating-Experten mögen sich andere nennen. Inzwischen reicht die Spannen vom weichgespülten PUA über allerlei Persönlichkeitstrainer bis hin zu einigen wenigen Menschen, die sich an Wahrheiten heranwagen. Das Problem dabei ist: Niemand will die Wahrheit – Dating lebt zu mindestens zwei Dritteln aus Illusionen (ich befürchte, mehr) und einem Drittel aus einem Knäuel von Wahrheiten.

Es gibt keine absolute Wahrheit über Dating

Die Wahrheit gibt es ohnehin nicht. Sogenannte „Tipps und Tricks“, die Partnerin oder den Partner zu beeindrucken, helfen manchmal, die Bettkante zu überschreiten. Für Beziehungen sind sie so gut wie wertlos. Auch das „Outfit“ kann nur dann helfen, wenn die Person dazu passt, die drinsteckt. Und auch dann gilt: Mehre Kleidungsstücke dieser Art und Qualität müssen es schon sein, um auf Dauer zu imponieren.

Einfachster Weg: Suchbedingungen ändern

Tatsächlich gibt es nur eines: Gefällst du als Person angeblich niemandem, so gilt es, deine Wünsche und Vorstellungen anzupassen.

1. Du änderst das Umfeld, in dem du suchst.
2. Du änderst dein „Beuteschema“.
3. Du erweiterst deinen Suchhorizont.

Das sind die einfachen Vorschläge.

Etwas mehr Mühe: Kleinigkeiten in der Erscheinung und im Verhalten verändern

Die zweite Angelegenheit ist schwieriger. Die Theorie über dich wäre: Du erkennst, dass es ganz gut wäre, dich zu ändern, aber du weißt nicht, wie das gehen (oder enden) soll.

Einige der Vorschläge zur Verhaltensänderung sind einfach:

1. Lernen, zuzuhören.
2. Individueller kleiden.
3. Mehr (und andere) Themen ansprechen.


Na schön, werdet ihr sagen, das ist ja nun wirklich Kinderkram. Doch wenn ich zum „Erwachsenenkram“ komme, dann geht den meisten schnell „die Puste aus“.

Lohnend, aber mit viel Aufwand verbunden

Denn wer sein Verhalten ändern will, der sollte…

1. Zeit haben für eine Veränderung.
2. Wissen, was er/sie aufgeben kann.
3. Erkennen, was er/sie beibehalten möchte.

Das ist der „Umbau der Persönlichkeit light“. Er kann durch Anleitungsbücher, Selbstkontrolle, Gespräche oder Rückkoppelung erreicht werden, möglicherweise auch durch Kurse.

Es gibt dazu einen Sinnspruch, der früher oft verwendet wurde. Verweltlicht heißt er:

Verändere an dir zum Guten, was sich verändern lässt. Nimm hin, was du nicht verändern kannst. Und lerne das eine von anderen zu Unterscheiden.

Ich darf euch verraten, dass es immer zuerst um eine nüchterne Bilanz geht, ähnlich wie bei der professionellen Problemanalyse, die in der Wirtschaft benutzt wird. Doch das wäre ein neues Thema.

Soweit die kurzen und knappen Ratschläge, die wirklich etwas nützen. Wer sich nicht selbst helfen will oder wer sich unsicher ist, wie der Weg zu den persönlichen Veränderungen aussehen soll, der benötigt professionelle Hilfe vor Ort. Sie ist nicht „barrierefrei“ und erfordert möglicherweise Wartezeiten.

Singles suchen eine feste Beziehung, aber ...

Ich lese ohne Verwunderung: Da war mal wieder eine dieser Umfragen. Und heraus kam, dass ein hoher Prozentsatz irgendeiner Gruppe von Singles feste Beziehungen sucht. Diesmal wurden „56 Prozent“ genannt. Und das sind mehr als 50 Prozent, was wiederum die Überschrift rechtfertigen würde:

Die Mehrheit der Singles sucht eine feste Beziehung.

Nun ist es aber so: zu viele Singles, die „etwas Festes“ suchen, legen die Latte so hoch, dass sie nie aus dem Singledasein herauskommen. Und da liegt sozusagen der Hase im Pfeffer. Oder der Single im Staub.

Die Branche freut sich über deine "hohen Erwartungen"

Es ist keine Frage mehr: Die Dating-Branche freut sich darüber. Je weniger Suchende auf der anderen Seite des Single-Daseins ankommen, umso mehr klingeln die Kassen. Das Credo ist ja: Wer mehr löhnt, bekommt mehr. Das stimmt sogar - den die Partnerportale, die teuer sind, haben mehr ehewillige Mitglieder. Der Wermutstropfen gleich hinterher: Aber nur dann, wenn du bereit bist, Abstriche an deinen Maximalforderungen zu machen.

Die Wahrheit: was du einforderst, fordern andere auch

Die Wahrheit ist ganz einfach: Dort, wo es besonders exklusiv zugeht, treffen die Menschen aufeinander, die hohe Erwartungen haben. Du hast sie - die anderen haben sie. Und zunächst geht jeder mit der Maximalerwartung dorthin, alsbald, möglichst schon bei den ersten Dates, den erhofften maximal passenden Lebenspartner zu finden.

Wir reden nicht von den Vorzeigepaaren - das sind die wenigen, bei denen es sofort gefunkt hat. Die meisten anderen brauchen eine Art „Lernphase“. Und am Ende - so jedenfalls die Theorie - kommt etwa ein Drittel mit „geändertem Status“ heraus - der Rest bleibt single.

Das alles ist der Lauf der Welt und liegt nicht an den Verfahrensweisen den „Online-Partnervermittlern“ allein. Denn der Weg zum Glück führt über das persönliche Treffen - und dort sitzen die „berühmten“ Algorithmen nicht mit am Tisch.

Der Elefant im Raum - die Perfektion

Ja, Singles suchen eine feste Beziehung - aber viele bringen eben auch gleich den Elefanten mit zum Date, der auf dem dritten Platz am Tisch sitzt: die Perfektion. Und solange der Elefant dort sitzt, wird das nichts mit der Beziehung.