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 Liebeszeitung - eine Zeitung für die Liebe, die Lust und die Leidenschaft

Heikles über erotische Fantasien

Manche Fantasien sollten Fantasien bleiben
Wurdest du schon einmal nach deinen geheimen erotischen Fantasien gefragt? Oder hast du sie deinem/deiner Liebsten offenbart?

Was hast du geantwortet oder offenbart? Die Wahrheit, eine fromme Lüge? Oder hast du ihn beschimpft, weil er dir „solch eine“ Frage gestellt hat? Wurdest du etwa gar deswegen selbst beschimpft?

Wenn dein Partner oder deine Partnerin negativ reagiert, dann weißt du, dass er/sie ein Problem damit hat. Ein Grund dafür kann sein, dass die andere Person sexuelle Fantasien grundsätzlich für pervers hält. Doch oftmals ist jemand schon deshalb entsetzt, weil „so etwas“ überhaupt in deinen Kopf eingedrungen ist.

Keine Vorurteile - außer beim eigenen Partner?

Nein, dein Gegenüber, Partner oder Liebhaber hätte keine Vorurteile, wenn jemand anders so etwas sagen würde. Aber nicht jemand, den er/sie kennt. Und vor allem: nicht du. Schließlich – und nun wird es noch heikler, könnte dein „Geständnis“ so aufgefasst werden, dass er in Panik gerät. „Das muss dann wohl irgendwann verwirklicht werden“ oder – fast noch schlimmer – „ich muss dies jetzt an ihm/ihr vollziehen“.

Jeder Mensch, der so reagiert, hat ein Problem – und du bist nicht das Problem. Du warst ehrlich, und das ehrt dich in jedem Fall.

Vom Liebespartner abgestempelt werden?

Du kannst überlegen, ob du mit dem Menschen zusammenbleiben willst, der dich wegen deiner Fantasien verachtet oder sich allein davon verletzt fühlt, dass du sie hast. Überleg mal: Du hast sie offenbart, weil du Vertrauen hattest, dass dein Gegenüber damit umgehen kann. Und das hat nicht geklappt. Du musst also damit rechnen, dass jede deiner sinnlichen Empfindungen abgestempelt und damit entwertet werden kann.

Besser alles geheim halten?

So manche Frau und so mancher Mann wird niemals über geheime Fantasien sprechen – oder jedenfalls niemals mit dem regulären Partner. Auch das kann funktionieren, solange Fantasien auch wirklich Fantasien bleiben sollen – und das scheint für mindestens zwei Drittel (wenn nicht viel mehr) der Fantasien zuzutreffen.

Grafik: Japanische Grafik, undatiert, koloriert.