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 Liebeszeitung - eine Zeitung für die Liebe, die Lust und die Leidenschaft

Dem Gefühl oder der Vernunft folgen bei der Partnersuche?

Eine der Fragen, die Menschen ständig bewegt haben und immer noch bewegen, ist der Unterschied, ob wir uns auf unser Fühlen verlassen sollten, oder besser auf unsere Vernunft.

Wir finden darauf Antworten aller Art, von „Geist und Gefühl sind Gegner“ bis zu „Geist und Gefühl sind Teile desselben Lebens, also gehören sie zusammen.“ So weit das, was wir vielleicht in einem akademischen Zirkel hören würden.

Wir und das Animalische

Wir wissen mittlerweile recht gut, dass Gefühle etwas Animalisches sind, und die Wissenschaft sagt uns auch, dass wir nicht unbedingt die Herrinnen und Herren unserer eigenen Gefühle sind. Vielmehr sind die Gefühle, die wir wahrnehmen, folgen der biochemischen Steuerung unseres Organismus.

Welchem Gedanken folgt IHR?

Ich wende mich nun an diejenigen unter euch, die auf der Suche nach einem Partner oder einer Partnerin sind. Folgt ihr überhaupt Gefühlen? Und falls „ja“, welchen Gefühlen folgt ihr? Was tut euer Geist dabei? Wägt ihr eure ökonomischen Vorteile ab? Handelt ihr nach dem „Bauchgefühl“? Und wenn ihr dem Bauchgefühl traut, wie zeigt sich das bei euch?

Ja, erstens bin ich wirklich neugierig darauf. Und ja, zweitens stelle ich diese Fragen ganz bewusst an euch, damit ihr euch selbst Gedanken darüber machen könnt.

Die Theorie? Sie ist nicht ganz so grau, wie ihr vielleicht meint, sondern sie schillert in allen Farben. Und sie sagt im Endeffekt: Wir sind das Produkt aus erlernten und verinnerlichten Gefühlen, die wir immer aus Neue erproben - und diese Gefühle verbinden sich dann mit der „einen“ Entscheidung für oder gegen den Partner.

Und jetzt wird es wirklich Zeit für eure Gedanken.
Schreibt mir dazu bitte via:


Advent für Singles und Nicht-Christen

Einsame Hoffnung auf Licht
Nach der Zeit der Dunkelheit, die uns im November trifft, kommt die Zeit des Lichts, die für Christen mit dem „Advent“ verbunden ist und für die „Heiden“ immerhin mit der Wintersonnenwende (21. Dezember). Jene ist der wesentliche Bestandteil der nordischen Mythologie und des Naturglaubens, aber auch durchaus der Beweis dafür, dass Naturgesetze gültig sind.

Hoffnung auf die Wiederkehr des Lichts

Wenn der Advent das Warten auf den Weihnachtstag und sich dieser Tag auf die Geburt eines Religionsstifters bezieht, habe ich nichts mehr zu sagen. Ihr kennt sie wahrscheinlich, die Krippen mit ihren Menschen- und Tierfiguren, Königen und Engel, und was sonst noch dazugehört. Im christlichen Glauben mischten sich von Anfang an alttestamentarische Vorstellungen mit der Wiederkehr des Lichts.

Bleiben wir also beim Licht.

Es dringt in unser Gemüt ein und wir sagen es auf. Wir warten in der Nacht sehnsüchtig auf den Tag, in der Schwermut und Not auf die Helligkeit in unserem Dasein.

Partnersuche auch in Zeiten von „2 G“?

Was die Partnersuche angeht, wird die kommende Zeit von neuen Infektionswellen getrübt. Ein paar großmäulige Spinner reden zwar noch von „2G“ als „gesund und genussorientiert“, aber in Wahrheit sind sie Realitätsleugner. Wer immer sich heute verabredet, sollte darauf Wert legen, jemanden zu treffen, der geimpft ist. Gewiss kann man sich auch als Geimpfte(r) infizieren - ich rede hier aber nicht von Parallel- und Seriendatern, die es heute in Gruppen versuchen, morgen zu zweit und übermorgen in der Öffentlichkeit. Wer sorgfältig wählt, ist immer im Vorteil, auch dann, wenn seine Erfolgsquote lediglich bei einem Treffer auf fünf Ablehnungen liegt.

Verdrängung ist Betrug an sich selbst

Einige Singles haben sich auf Verdrängung eingerichtet und sagen: „Ich bin glücklich, ich brauche keinen Partner“. Ich darf euch verraten, dass ihr dies mit aufsteigendem Alter immer häufiger einreden müsst, dass es aber deshalb nicht wahrer wird. Selbst die besten Kumpels und die treuesten Freundinnen verschwinden eines Tages, um ein besseres Glück zu finden.

Was also kannst du jetzt tun?

Zwei Dinge: Erstens impfen lassen, falls noch nicht geschehen. Zweitens „Inventur“ machen. Wenn du deine geistigen, sozialen und emotionalen Möglichkeiten kennst, kommst du leichter an die Frau oder den Mann. Und da frage ich dich: Wann erstellst und sortierst du die Listen für deine „innere Orientierung“? Oder: Was ist so toll an dir in emotionaler, sozialer oder geistiger Hinsicht? Kannst du das mal „auf die Reihe bringen“?

Wenn du es tust, kannst du auf den Frühling hoffen. Nicht erst beim „Osterspaziergang“ im April brechen die Gefühle auf - die ersten Sonnenstrahlen im März reichen schon. Und bis dahin hast du wirklich viel Zeit, dein Gefieder zu putzen, deine Gefühle, Wünsche und Vorstellungen zu ordnen und dich innerlich zu erhellen.

Bild: Liebesverlag-Archiv, Anonym, ohne Jahresangabe

Warum Qualität? Geil werden sie doch sowieso!

Erregung contra Handlung - muss erotische Literatur "aufgeilen"?
Erotik zu schreiben, ist nicht einfach. Aber wahrhaftig noch schwieriger scheint es zu sein, erotische Szenen in einer ganz gewöhnlichen Novelle oder einen Roman einzubauen. Vielleicht erinnert ihr euch an das Zitat (1):

In einer guten erotischen Szene dreht es sich immer um Sex und noch um etwas anderes.

Tatsächlich ist es allerdings so: Diejenigen, die „nur“ über Sex schreiben, reihen zumeist verschiedene Arten zu vögeln aneinander – alles andere ist für sie belanglos. Und diejenigen, die das Schreiben erst nehmen, bringen nicht einmal die Worte zu Papier, die ihre Protagonisten beim Vögeln benutzen.

Das Dilemma, indem ein Autor üblicherweise steckt, der Menschen „anmachen“ will, beschreibt eine unter mehreren Pseudonymen schreibende Autorin von E-Books wie folgt (2):

Du musst dich gedanklich auf eine bestimmte Ebene begeben. (Dann) … musst du in der Lage sein, Menschen allein mit deinen Worten zu erregen, und dies in einer Welt, in der überwältigende Bilder überall erhältlich sind.

Das Tempo deiner Erzählung muss viel genauer beachtet werden als bei den meisten anderen Erzählformen. Es gilt, die Hitze zu steigern, aber das darf nicht zulange dauern. Du gibst dem Leser einen gewaltigen Höhepunkt und dann endet alles glücklich.

Du musst deinen Leser(innen) genau das geben, was sie in der Nische oder von der Abweichung erwarten, aber ihnen gleichzeitig noch etwas anderes anbieten. Also alle gängigen klischeehaften Vorstellungen bedienen, und dir zusätzlich etwas besonders einfallen lassen, um sie an deine Worte zu fesseln.


(Um den Text verständlicher zu machen, der sich ausschließlich an Autorinnen und Autoren wendet, wurden einige Sätze ergänzt.)

Erfolg nur bei kalkulierter Geilheit?

Wir könnten uns fragen, ob das wirklich so sein muss – aber die meisten Erotik-Autoren, gleich, ob weiblich oder männlich, haben den schnellen Erfolg im Sinn. Und dieser entsteht hauptsächlich dadurch, dass sich die Leserin oder der Leser auf den Text einlässt. Ist dies der Fall, dann steigt meist auch die sexuelle Erregung, während das Interesse an der Story nachlässt. Also denkt manche Schreiberin und mancher Schreiber: „Warum sollte ich mich mit der Handlung, den Gedanken oder den Gefühlen abmühen? Geil werden die doch sowieso!“

Irgendwie sind alle Autorinnen Autoren in diesem Dilemma gefangen.

Es gibt ein paar Plots, die fast sicher zum Erfolg führen – aber bei jedem weiß man, wie er enden wird. Und die Gefühle sind nahezu immer eine Art „Abfallprodukt“, das nicht einmal glaubwürdig zu Papier gebracht werden dürfen, denn „echte“ menschliche Gefühle sind selten eindeutig. Und schon deswegen wird das Nachdenken über das Geschehen ausgeblendet.

Seht ihr das alles als Herausforderung? Dann wäre ich froh, von euch zu lesen.

Zitate:
(1) Erotik schreiben (New York, 2002)
(2) Die Quelle ist der Redaktion bekannt, wir können aber nicht dorthin verlinken.

Die Woche: Probleme und Lösungen nebst Gefühlen und Fluchten bei der Liebe

Vielleicht ist euch etwas aufgefallen: Ich kritisiere nicht nur den Blödsinn, der im Internet über die Partnersuche verbreitet wird, sondern ich halte dagegen. Ich arbeite nun inzwischen seit mehreren Jahrzehnten mit der Theorie (und Praxis) der Problemlösungen. Wenn ich sie auf einen Satz reduzieren soll, denn sieht er so aus: Wer Probleme hat, hat sich zuvor die falschen Fragen gestellt. Und wer sich ständig die gleichen, sinnlosen Fragen stellt, neigt dazu, seine Probleme zu „füttern“ oder gar zu verschärfen, statt sie zu lösen.

Das ist ein alter Hut, nicht wahr? Aber wie sollte es eigentlich sonst sein?

Kennst du eigentlich deine Gefühle? Und wie viel davon kannst du schenken?

Ein Thema, das mich sehr bewegt, sind bekanntlich die Gefühle. Wer etwas über meine Arbeit wissen will: Gründlich, logisch und mit der Akribie eines Programmentwicklers. Mit einfachen Sätzen. Aber fundiertem Hintergrund. Diesmal bin ich eher in den Bereich des Naheliegenden vorgestoßen. Wenn Gefühle angeblich so eine bedeutende Rolle im Alltag spielen, warum halten Frauen und Männer dann ihre Gefühle zurück, sobald sei ein „Date“ haben? Die Frage mag man noch mit „Zurückhaltung“ beantworten. Doch wer tiefer gräbt, findet oft, dass diese Singles nicht einmal wissen, welche Gefühle sie schenken wollen und können.

Kleine Fluchten durch "Kinks" und andere lustvolle Abweichungen

Den Liebhabern der besonderen Lüste ist einen Artikel gewidmet, der sich mit Scham und Lust beschäftigt. Die Grundaussage: Die Flucht vor dem Alltag ist ein Stück Freiheit. Das mag verkrampft klingen, aber die süßen oder schmerzhaften „kleinen Fluchten“ sind immer noch besser, als sich dauerhaft unfrei zu fühlen.

Kann eine Laienspielerin eine Domina darstellen?

Vermutliche hat den Damen Dominä nicht gefallen, was bei uns über den Unterschied zwischen einer „ganz gewöhnlichen Ehefrau“, die als Laienspielerin agiert und einer rollenbewussten Domina stand. Denn die professionellen Damen bauen ja eine Hülle aus plakativen Pseudo-Emotionen auf, den Kunden anlocken soll. In Wahrheit spielen sie bestimmte Rollen, die sie wenigstens vorübergehend perfekt beherrschen. Klar hören sie das nicht gerne – ist schlecht fürs Geschäft.

Der Illusion und die Realität, "übers Knie" gelegt zu werden

Bleiben wir noch einen Moment bei den Illusionen – das wäre die strenge, aber bildschöne junge Frau mit kurzem Rock und entsprechend freigelegten Oberschenkeln. Auf Fotos wartet sie darauf, die Männer „übers Knie zu legen“ – das wirkt, wie es scheint, sehr überzeugend. Die Realitäten sind – nun ja, sehr unterschiedlich.

Persönliche Worte - impfen lassen und andere überzeugen, sich impfen zu lassen

Die Zeiten, liebe Freundinnen und Freunde, werden jeden Tag härter - leider auch für Geimpfte. Dennoch ist die Impfung der beste Schutz vor Infektionen. Es tut mir ja leid für alle, die nicht zeitgerecht gehandelt und sich auf eine schöne Beziehung eingelassen haben, die wenigstens den „Winter überdauert – möglichst natürlich mehr. Und an dieser Stelle muss ich mal heftig werden: Statt euch dauernd Argumente einfallen zu lassen, warum ihr „keinen Partner“ findet – wie wäre es, sich einmal zu überlegen, wie einsam ihr – nicht nur in Krisen – sein werdet, wenn ihr keinen Partner habt.

Und: Wer noch nicht geimpft ist, solle sich beeilen. Die Saison (März bis Mai) für „Sinnliches Begehren“ ist nicht mehr allzu fern. Also: nehmt jede Gelegenheit wahr, und überzeugt eure Freundinnen und Freunde, die immer noch einschlägigen Gegner auf „Twitter“ folgen. Und ja, ich meine das ernst.

Und trotz alledem: Das Wochenende kann toll werden. Unternimm etwas mit deiner Liebsten oder deinem Liebsten, wenn du magst - und bleibt dabei schön gesund.

Wie möchtest du dich gerne fühlen?

Ohne Gefühle zum Date - keine Gefühle beim Date?
Liebe ist kein Wunschkonzert – und doch haben wir zahllose Wünsche an unsere kommenden oder bestehenden Partner(innen).

Ich habe inzwischen recht viele Fragen gehört, die bei sogenannten „Dates“ angeblich eine Rolle spielen – zum Beispiel, ob jemand in Stadt oder Land wohnen möchte. Oder ob jemand beispielsweise konservative oder liberale Einstellungen zu Geschlechterrollen hat. Und dann und wann frage ich mich: haben sich diese Leute jemals Gedanken darüber gemacht, welche Gefühle sie selber haben? Und wissen sie, wovon sie so reichlich haben, dass sie anderen ständig schöne Gefühle schenken können? Oder wissen sie wenigstes, welche Gefühle ihnen der andere / die andere schenken sollte?

Jeder kommt mit Gepäck zum "Date"


Machen wir uns nichts vor: Jeder der auf ein Date geht, kommt mit Gepäck. Ein Teil davon besteht in der Erfüllung seiner Gefühle – doch davon ist kaum die Rede. Da wird zum Beispiel der „starke Arm“ eines „richtigen Mannes“ gesucht. Und nun wäre wirklich die Frage, was sich eine Frau vorstellt, die einen „richtigen Kerl“ sucht. Will sie sich unterwerfen? Will sie sich führen lassen? Will sie bestimmte sexuelle Wünsche erfüllt bekommen?

Was willst du eigentlich mit jemandem fühlen?

Es betrifft dich wie jede andere Frau und jeden anderen Mann. Was will sie mit ihm fühlen? Sind es einige unerfüllte Sehnsüchte, die sich nach ein paar Verabredungen erfüllt haben? Oder ist es das Gefühl dauerhafter Vertrautheit? Ist es der Körper mit seiner Sanftheit und seiner Stärke? Die Psyche, die aufgewertet werden soll? Oder nur der Status? Was verspricht sich jemand davon, alte Gefühle zu teilen und neue Gefühle hinzuzugewinnen?

Die List der Emotionen

Neulich fand ich, wenngleich in einem anderen Zusammenhang, einen Vorschlag: Die Emotionen aufzuschreiben, die man bevorzugt, und sie ein wenig zu sortieren: Welche benötige ich dringend? Welche kann ich mir selber verschaffen und für welche Gefühle brauche ich einen Partner /eine Partnerin? Du wirst mit dieser Liste mit Sicherheit feststellen, woran es dir mangelt.

Zu Dates gehören Gespräche über das Fühlen

Viele Menschen beklagen sich, dass sie keine „auslösenden Gefühle“ bekamen, als sie jemanden zum ersten Mal getroffen haben. Doch wie war eigentlich das „Gefühlsprofil“ dieser Frauen und Männer? Hatten sie überhaupt eines? Und wenn nicht, worauf hätten sie sich verlassen, um zusammenzukommen? Auf die Natur, die beide schon irgendwie zusammenbringen würde? Auf das Geschwätz über Familienmenschen, Familiensinn und Familienplanung? Auf Themen, die nicht einmal im Ansatz mit Gefühlen zu tun haben?

Ich bin mir nicht sicher, ob ein junger Mensch weiß, welche Gefühle er gerne schenken würde und welche er sich von anderen wünscht. Aber ein „gestandener“ Mann oder eine Frau, die „mitten im Leben steht“, sollte es wissen. Und – es ist keinesfalls ein Tabubruch, sie zu erwähnen.

Oder was meint ihr?

Bild: Aus einer Anzeige - farbige Werbung für ein Gesundheitsprodukt - ca. 1920