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 Liebeszeitung - Liebe, Lust und Sex

Psychospiele und erotische Rollenspiele der Erwachsenen

Mit geschlossenen Augen das Unbekannte erwarten
Vor vielen Jahren, als Psychospielereien noch groß in Mode waren, wurden für sogenannte „Selbsterfahrungsgruppen“ Spiele vorgeschlagen. Eines davon bestand darin, dass sich die Person „steif und mit verbundenen Augen“ nach hinten fallen lassen sollte, um von anderen aufgefangen zu werden. Das sollte dazu führen, mehr Vertrauen in andere zu bekommen. Damals schlugen Schwäbisch und Siems solche Übungen für Gruppentrainings vor:

Zunächst haben die einzelnen Gruppenmitglieder Angst, nicht aufgefangen zu werden, aber die Angst wird immer geringer, je öfter sie erfahren, dass sie immer wieder aufgefangen werden.

In diesem Moment hat jemand also keine Entscheidung mehr darüber, ob er sich abstützen kann, falls ihn die Gruppe doch fallen lassen sollte. Und weil man dabei mit geschlossenen Augen agieren soll, wird das Gefühl noch verstärkt, hilflos zu sein.

Erotische Spiele um das Vertrauen

Heute wird das Spiel um Vertrauen, Hilflosigkeit und die Aufgabe der Kontrolle hauptsächlich im Bereich erotischer oder gar extremerotischer Spiele verwendet.

Die meisten Menschen, die solche Spiele suchen, wollen eine Art Abenteuer erleben, das dennoch einen sicheren Ausgang hat. Das heißt, die Beschränkungen aller Art, die sie sich auferlegen, sollen entweder durch ein Wort oder durch Ablauf der vereinbarten Zeit wieder aufgehoben werden können.

Zwei Elemente, die zuvor genannt wurden, werden auch bei den erotischen Äquivalenten des Psycho-Trainings verwendet: Die Bewegungsmöglichkeiten werden gehemmt und einer der Sinne (Sehen) wird vorübergehend außer Kraft gesetzt.

Man könnte dies verniedlichen: Das ist beim „Topfschlagen“ doch durchaus ähnlich, nicht wahr?

Nicht ganz. Nach der Theorie wie auch in der Praxis möchte derjenige, der das Abenteuer sucht, den Zustand der Hilflosigkeit auskosten, indem „an ihm“ Manipulationen vorgenommen werden dürfen, die er im realen Leben niemals dulden würde.

Anfängersets sind oft die Basis für Spiele mit der Kontrolle

Klischee - das Anfängerset in einer Darstellung

Jeder kennt heute vermutlich „Anfängersets“, die an Paare verkauft werden, um sogenanntes „Soft-SM“ Aktivitäten auszuführen. Sie bestehen in der Regel aus einer Möglichkeit der Bewegungshemmung (Handschellen), einer Augenbinde und einem Gerät, das dem Partner ungewöhnliche Berührungsreize vermittelt, heute oft eine kleine Peitsche. Nimmt man die drei Elemente zusammen, so ist leicht zu erraten, dass sich alle anderen Sinne schärfen, wenn ein Sinn ausgeschaltet wird. Da sich der Empfänger während des Spiels auch nicht wehren will oder kann, nimmt er jede Berührung als unausweichliche Sensation wahr. Deswegen beginnt der aktive Spieler oft mit sanften Berührungen, wie die von Fingerkuppen oder Federn. Eis, Wachs, Bürsten oder Fingernägel werden dann später zur Steigerung verwendet – Schlegel oder Peitschen sind eher Menschen vorbehalten, die das Spiel verschärfen wollen.

Wenn wir den Schauer verspüren, ohne in der Situation zu sein

Der Haupteffekt, der Verlust der Kontrolle, tritt auch bei absoluter Dunkelheit auf oder beim „Eingesperrt sein“ auf. Horror- und Vampirfilmliebhaber aller Art haben sicher schon dann und wann mitgelitten und allein die Vorstellung lässt viele Menschen eine Gänsehaut verspüren.

Es ist wirklich nicht egal, ob zwischen den Beteiligten eine erotische Verlockung besteht. Selbst, wenn jemand zum Zeitpunkt des Spiels nicht sieht, ob der Peiniger oder die Peinigerin „sexy“ ist, so spürt er/sie es doch an der Art der Bewegungen und dem Duft der Haut. Selbst ein leichter Luftzug oder das kleinste ungewöhnliche Geräusch wird mit verbundenen Augen neu interpretiert.

Nur ein Affenzirkus? Nein, viel mehr ...

Ist es „nur ein Spiel“? Menschen, die sich intensiv in bestimmte Rollen versetzt haben, sagen übereinstimmend aus, dass sie sich nach ein paar Minuten durchaus in der Rolle wiederfinden und sie ab diesem Moment engagiert spielen und dabei intensive Empfindungen haben. Es dürfte also – zumal für die „Unterwürfigen“ Partner deutlich mehr als „nur ein kleiner Affenzirkus“ sein.

Bilder: Grafiken nach anonymen erotischen Darstellungen. Zitat aus "Anleitung zum sozialen Lernen" ... Reinbek 1974

Ist die Liebe planbar?

Nicht durch die Blume: Sie brauchne Geld, darum heiraten diese Männer
Welches Zertifikat nützt dir bei dem „Projekt Liebespartner“? Ich hörte, dass Kurse für Projektleiter derzeit ein gutes Geschäft sind. Aber was hat das mit der Liebe zu tun?

Gar nichts – es sei denn, du hast eine von zwei Sachen vor:

1. Dich bei einer der Online-Partnervermittler anzumelden. Dann musst du sehen, wie du deine Schäfchen schnell ins Trockene bringst. (Kosten liegen derzeit zwischen ca. 450 und ca. 1.100 Euro). Hier sind die hohen Kosten der entscheidende Faktor, planerisch vorzugehen.
2. Du ein festes Lebensziel verfolgst, das mit einem Partner/einer Partnerin leichter zu verwirklichen ist. Liegt das Ziel zeitlich konkret fest, wird die sogenannte „Rückwärtsplanung“ wichtig.

Projekt Liebe – was ist ein Projekt?

Ein Projekt ist ein Vorhaben, in dem ein bestimmtes Ziel innerhalb einer vorgegebenen Zeit und mit vorgegebenen Ressourcen erreicht werden soll.

Das heißt: Du willst dich bis zu einem bestimmten Datum verlieben, und du kennst deine eigenen Fähigkeiten und Kräfte, die du auf dem Weg dorthin benötigst.

Ist es möglich, ein „Kennenlern-Projekt zu starten?

Ein Kaufmann in der Mitte des es 19. Jahrhunderts hätte gesagt: Ja sicher - ich muss nur genügend Mitgift ausloben, dann wird es einen Bräutigam geben. Das ist lange her – das Patriarchat machte es möglich, und die Töchter hatten nicht einmal ein Mitspracherecht.

Heute würden junge Männer und junge Frauen eher sagen: „Ich halte nicht möglich, das Kennenlernen zu planen!“

Woran liegt es, dass Menschen die "Planung der Liebe" ablehnen?

Einmal sicherlich daran, dass „Planung“ und „Liebe“ für viele wie Wasser und Feuer sind. Ersetzen wir „Planung“ mit „Vorgehensweise“ und „Liebe“ mit „Beziehung“, so werden auch Skeptiker überzeugt sein.

Wenn du eine Beziehung planst: flexibel oder mit klarem Ziel?

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, solche einen Plan zu verwirklichen:

1. Einen Weg, konsequent bis zum einzigen gesteckten Ziel zu gehen. Diese Idee wird im Buch „The One Thing“ wie auch in Dutzenden anderer „Ratgebern“ vertreten.
2. Sich mehrere Wege offenzuhalten und flexibel auf die entstehenden Möglichkeiten zu reagieren und dabei zwei Ziele zu definieren: das, was erreicht sein muss und das, was im besten Fall erreicht werden könnte.

Der erste Plan hat den Vorteil, konsequent und unnachgiebig auf das Ziel hinzuarbeiten, aber den Nachteil, dass du scheuklappenartig darauf fixiert bist. Es ist also eine „alles oder nichts“ Strategie.

Der zweite Plan schließt Kompromisse ein. Erreichst du dein Maximalziel nicht, macht es nichts – du hast ja eine Bandbreite. Das ist der Vorteil. Der Nachteil ist, sich zwischen den Möglichkeiten zu „verzetteln“.

Meilensteine der Liebe auf deinem Weg

Bei beiden Plänen ist es sinnvoll, „Wegmarken“ zu definieren, auch „Meilensteine“ genannt. Das heißt, du schaust jeweils auf einen Abschnitt und analysierst, wie erfolgreich du warst. Tust du das rechtzeitig, dann kannst du noch Korrekturen anbringen oder das Projekt ganz neu aufsetzen. „Meilensteine“ können zum Beispiel sein, wie viele Dates (oder besser: erfolgversprechende Dates) du innerhalb eines Abschnitts hattest.

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Strapse – erotische Dating-Hilfe oder notwendiges Übel?

"Frivole Strapse" wurden erstmals gegen 1950 gezeigt
Kaum ein Mann kann Strapsen widerstehen – jedenfalls nicht, wenn sie an einer Frau sichtbar werden. Seien es die weißen Strapse der Braut, die violetten des verführerischen Vamps oder die kontrastreichen schwarzen Strapse auf milchig-weißen Oberschenkeln - Männer lieben alle Varianten.

Nun sind Strapse nicht gerade die Standard-Bekleidung für Dates, weil Candle-Light-Dinner im Abendkleid eher selten geworden sind. Aber … könntest du damit bei einem Mann punkten?

Klar ist mal: Wenn er dich später halb nackt mit Strapsen sehen soll oder darf, dann nützen sie in jedem Fall, weil Männer – wirklich – ganz wild auf Strapse sind.

Strapse sind mehr als nur ein Kleidungsstück

Ich weiß – du wirst vielleicht sagen: „Aber das ist nur ein Kleidungsstück, das bin nicht ich!“

Dann hast du absolut recht. Aber wenn der Punkt gekommen ist, an dem du nicht mehr über Hegel oder Freud, Mozart oder die Beatles reden willst, sondern dich nur noch schamlos hingeben willst … spielt das dann noch eine Rolle?

Ist es frivol, Strapse zu tragen?

Die Frage, ob eine Frau überhaupt noch Strapse tragen sollte, wird oft gestellt, und häufig wirst du hören, dass Strapse immer ein wenig frivol sind.

Und wenn schon - es geht nur um dich. Wenn du es liebst, ein bisschen frivol zu sein, und damit umgehen kannst, dann sind Strapse einfach toll. Du kannst „ganz aus Versehen“ zeigen, dass du welche trägst. Wenn du dazu noch ein wenig verlegen aussehen kannst und vielleicht schaffst, ein bisschen zu erröten – noch besser.

Übrigens lieben manche Männer, wenn du auch dann noch Strümpfe und Strapse trägst, wenn sie eigentlich „keine Funktion“ mehr haben. Männer sind eben manchmal höchst eigenartig.

Bild: Nach einem Original von 1951, restauriert.

Wer bist Du? Frau, Partnerin oder Mensch?

Königin ist auch eine miese Rolle
Ich höre oft, was „frau“ nicht sein will: eine Sklavin, ein Püppchen oder die Erfüllungsgehilfin „seiner“ sexuellen Begierden.

Doch was will „eine Frau“ sein? Wenn du dies liest und dir die Haare raufst, hast du recht: Jede Frau will etwas anderes sein. Und sie will nicht ausschließlich als „Frau“ gesehen werden, sondern vor allem als Mensch.

Wie ist das nun? Was an Frauen ist „Frau“, was „Mensch“, was „Freundin“ und was „Geliebte“? Wie reagiert sie auf „Wegweisungen“ und wie auf „Vergötterung“?

Eine Frau, die stets vergöttert wurde, schreibt (1):

(In seinen Augen“) … konnte ich … nichts falsch machen. Wann immer ich mit einem Problem zu ihm kam, etwas sagen, über das ich über meine Erziehung nachdachte, würde er mich einlullen mit: "Was auch immer es ist, du wirst es schon richtig machen. In seinen Augen war ich über jeden Zweifel erhaben.

Nun ist „eine Frau zu vergöttern“ eher ein Rollenspiel, das nicht dauerhaft sein kann: Frauen sind keine Göttinnen, sondern Menschen, und das Spiel mit der „Gottkönigin“ funktioniert beiderseitig nur für kurze Zeit.

Und was ist mit den Männern los? Lieben sie Frauen, wie sie sind, lieben sie die Rollen, die Frauen gerne annehmen? Oder schaffen sie sich in ihrer Fantasie eine Frau, die perfekt die Rollen spielt, die sie in ihren Hirnen entwickeln?

Die Antwort ist delikat. Denn es ist wahrhaftig nicht ungewöhnlich für einen Mann, in eine Frau „alles“ hineinzulegen, was ihm guttut. Andererseits weiß jeder Mann, dass dies nicht der Realität entspricht. Was der Mann aber nicht weiß, ist welche Rolle eine „frische“ Partnerin gerne spielt – und er muss es zwangsläufig erst einmal herausfinden.

In dem Artikel, aus dem ich zitierte, heißt es zuletzt (1):

Ich bitte darum, nicht mehr wie eine Frau behandelt zu werden. Bitte behandle mich von nun an nur noch wie eine Person.

Das Problem dabei: Jemanden als „Person“ zu behandeln oder ausschließlich als Person zu sehen, erzeugt kein Verlangen nach Intimität, sondern führt dazu, Distanz zu wahren. Männer müssen manchmal lernen, Frauen ausschließlich als Person, zu betrachten – und das ist eine Erkenntnis, die wir alle in den letzten 50 Jahren gewonnen haben.

In Wahrheit sieht keine Frau und kein Mann eine andere Person ausschließlich als „Neutrum“. Das liegt größtenteils daran, dass jeder an jeden gewisse Wunsch hat – und auch Vorstellungen, wie er/sie behandelt werden will. Normalerweise wird nicht darüber geredet – aber je intimer man miteinander umgeht, umso mehr entsteht Gesprächsbedarf.

(1) Zitiert nach Angela Meredith, Autorin. Bild: © 2022 by liebesverlag.de

Geber(innen) und Nehmer(innen) der Lust

Stöhnt sie für ihn oder sonnt sie sich in der eignen Lust?
Frauen gelten als Geberinnen, Männer als Nehmer. Erst vor einigen Tagen las ich, Frauen würden Sex als Dienstleitung sehen. Die Sexologin Paula Lambert nimmt dazu kein Blatt vor den Mund:

Es kann nicht sein, dass Frauen ihre Sexualität als eine Serviceleistung ansehen, damit der Mann nicht weggeht. Sie sagen nicht, was sie wirklich machen wollen, sondern dulden etwas.

So mag es sein – heute. Doch wie hat sich alles entwickelt? Warum glauben Frauen, sexuelle Dienstleisterinnen für Männer sein zu müssen?

Wie höhere Töchter ihr „geheimes Wissen“ nutzten

Schauen wir zurück. Kurt vor 1900 entbrannte ein Streit über den „sexuellen Eigenbedarf“ von Frauen. Einige Ärzte meinten, diejenigen ledigen Frauen, die überhaupt Lüste hätten, seinen „krank“ oder jedenfalls „anomal“. Andere werteten die weibliche Lust als natürliches Interesse. Und in den „besseren Kreisen“, in denen Frauen über Geld und Bildung verfügten, war es ziemlich normal, alles zu erproben und zu wissen – außer einem „normalen Geschlechtsakt“. Den vermieden auch recht mutige Frauen – nicht, weil sie kein Interesse gehabt hätten, sondern wegen des Schwangerschaftsrisikos.

Das „geheime Wissen über das „Geschlechtliche“ “ zu erwerben war auch zu Beginn der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts noch durchaus üblich. Die jungen Frauen wussten genau, wo sie ihr theoretisches und praktisches Wissen erwerben konnten – aus Handzeichnungen, Typoskripten oder auch am „Lebenden Objekt“. Dazu gehört nicht viel mehr als ein bisschen Mut und Unverfrorenheit. Zungenküsse und intime Berührungen konnten sie auch „miteinander“ austauschen – insofern setzten die Gymnasiastinnen der 1960er-Jahre die Traditionen der „höheren Töchter“ der 1900er-Jahre durchaus fort.

Die Ziele der Verführerinnen – bis ins 20. Jahrhundert

Wir reden - dies muss an dieser Stelle dringend gesagt werden – von gebildeten Töchtern aus besten Familien. Nicht von den jungen Frauen, die schon gegen 1900, in den 1920er-Jahren oder in den Zeiten nach dem Zweiten Weltkrieg ihre Verführungskünste schärften. Sie verschenkten oder verkauften ihre Zuneigung wohldosiert, mit höchst unterschiedlichen Zielen. „Gegen Bargeld“ war verpönt – das taten nur jene, auf die jede „solide Frau“ herabblickte. „Gegen Geschenke und/oder Unterhaltszuwendungen“ war – je nach Höhe der Geschenke - zwar nicht angesehen, wurde aber ohne Bedenken praktiziert. Am besten angesehen war: „Gegen das Versprechen einer Ehe“, die man am besten als „Hinaufheiraten“ definiert.

Keine Frage: Dazu waren spezifische Kenntnisse der Körperpflege, der Bekleidung und des Verhaltens nötig, die auf das jeweilige Ziel gerichtet waren. Weniger prosaisch: Es handelte sich um aktive Verführerinnen.

Wie werde ich zur lustbetonten Geberin?

Und heute? Da wird kein Blatt vor den Mund genommen, und weil wir gerade beim Mund sind: Oraltechniken sind in Frauenzeitschriften stets ein Renner. Nicht immer im Extrem (nach dem Frühstück, bevor er zur Arbeit geht). Aber oft zitiert wird immerhin, dass nur etwa ein Fünftel der Frauen Freude am „Blowjob“ hat - was kaum eine Beraterin hindert, weitere Tipps dazu zu geben. Manche davon sind wesentlich „anrüchiger“.

Freude am Geben oder Hoffnung auf eine Belohnung?

Indessen – schlechte Nachrichten, Männer. Wenn jemand ein „Geber“ oder eine „Geberin“ ist, muss der/die Betreffende besonders viel Freude am Geben haben. Oder eine Sofortgratifikation erwarten, was letztlich wieder auf eine Vereinbarung oder gar ein „Geschäft“ hinausläuft. Der Clou an alldem: Warum sollte jemand in Geberlaune sein, wenn er/sie sicher ist, nichts dafür zu bekommen? Und das, was als „Gegenleistung“ gibt, muss dazu noch sehr erwähnenswert sein – also nichts, was jemand schon hat oder selber erreichen kann.

Beim Wetterbericht heißt es gegen Schluss immer: „Die weiteren Aussichten….

Die Vorhersage: überwiegend sonnig, mit vereinzelten Schauern

Die Neigung, mit Aussehen, Kleidung, Sinnlichkeit und verdeckten Provokationen Männer anzulocken und möglichst zu binden, ist ungebrochen. Ob die Natur es so will oder die Kultur es so eingerichtet hat, ist dabei zunächst unerheblich. Es wird also immer Frauen geben, die Männern „diesen oder jenen kleinen Gefallen“ tun. Aber sie werden gezielter vorgehen, um tatsächlich einen (meist emotionalen oder sozialen) Gewinn daraus zu erzielen. Was für die Männer hießt: Da fallen viele heraus.

Das Fazit und ein letzter Tipp

Das Fazit? Die „feuchte Gunst“ darf nicht im Vordergrund stehen – dann verliere die „Geberinnen“, weil die Klugen unter den Nehmern dies leicht durchschauen. Kommt die „feuchte Gunst“ aber im Doppelpack mit langfristig wirksamen Emotionen und Handlungen, dann dürfte sich der Nutzen einstellen.

Und die Liebe? Ja, die Liebe … sie kommt oder kommt nicht. Und damit sie bleibt, ist wirklich viel mehr nötig als eine große Trickkiste.


Zitat aus einem Interview
Weitere Quellen: Zeitgeschichtliche Literatur, wissenschaftliche Werke, Frauenzeitschriften. Oralkontakte unter Verwendung eines Brigitte-Artikels.
Bildquelle: Grafikarchiv des Liebesverlags