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 Liebeszeitung - Liebe, Lust und Sex

Die Woche – Katzenrufe, unbequeme Wahrheiten und heftige Fantasien

Diese Woche begann damit, dass ich mich über Berufsfeministinnen geärgert habe. Ich beobachte seit langer Zeit, dass es einen neuen Feminismus „von oben herab“ gibt, nur dass „oben“ gar nicht „oben“ ist. Vielmehr ist es eine Anmaßung bestimmter Kreise, die Welt feministisch umzugestalten. Und wann immer sie auf uns einreden – sie kommen aus dem Kreis derjenigen, die unsere Welt durch Vorschriften, Gesetze und Richtlinien umgestalten wollen. Das ist mit dem liberalen Geist nicht vereinbar – und mich erinnert es an Staaten, die es mit der Gedanken- und Meinungsfreiheit nicht „so genau nehmen“. Vielleicht ist „Catcalling“ der falsche Ansatz, Kritik zu üben – aber irgendwann hat jeder Mann (und wie ich hörte, auch viele Frauen) die Nase voll von all den antiliberalen Tendenzen.

Wer den Markt ignoriert, wird allein bleiben

Die Partnersuche findet auf dem Partnermarkt statt – das ist eine der einfachsten Regeln – aber niemand will sie hören. Und wer auf den Markt will, muss ein Angebot bereithalten. Das ist so einfach, dass es eigentlich selbst der/die Dümmste begreifen müsste. Stattdessen erhoffen sich viele, die Ausnahmefigur zu sein, die in der Fußgängerzone jemandem in die Arme rennt. Die Liebeszeitung stellt da mal was klar – auch wenn es nicht gefällt. Die Wahrheit ist oft die schwerste Kost.

Warum es Online-Dating nicht wirklich gibt

Apropos Wahrheit – Online-Dating gibt es nicht wirklich. Was so heißt, ist in Wahrheit Partnersuche über Medien. Und es gibt natürlich Chancen, die sowohl zu Erfolgen wie auch zu Niederlagen führen können. Der Kernpunkt ist allerdings: Wenn du keine halbwegs stabile Persönlichkeit hast, dann erlebst du all das, wovor du dauernd gewarnt wirst. Ich selbst finde sehr befremdlich, mit welcher Naivität manche Menschen ins Online-Dating gehen.

Falls mir jetzt jemand etwas von „Algorithmen“ sagen will, die zu besseren Ergebnissen führen, dann kann ich nur mild lächeln - aber davon vielleicht ein andermal. Heute nur so viel: Das gemeinsame Leben findet in der Zukunft statt, und die verändert sich bereits durch den Entschluss, zusammenzukommen. Und natürlich erst recht durch die Realitäten des Zusammenlebens.

Damit die süßsauren frivolen Dinge des Lebens nicht zu kurz kommen: Die heftige Vorstellung von ungewöhnlichem Sex soll angeblich die erregendsten Orgasmen auslösen.

Und zum Schluss ...

Wie so oft, ist im Sommer die „Sauere-Gurken-Zeit“ ausgebrochen, heißt im Klartext: Die Wiederkäuer suchen überall nach Material das angeblich „sensationell“ oder „besonders fies“ ist. Das mache ich bekanntlich nicht mit, also bringe ich lieber etwas weniger Artikel. Und ein Motto für Juli fehlt mir auch noch, obgleich es wirklich schon Juli ist.

Euch ein wundervolles Wochenende, viel Fantasie, herrliche Tage und lustvolle Nächte, wenn es möglich ist.