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 Liebeszeitung - Liebe, Lust und Sex

Wie fühlt sich Sex eigentlich an?

Liebe - zu heiß zum Fühlen?
Solange ihr das Internet danach befragt, was vaginaler Sex, Oralsex oder Analsex ist, werdet ihr reichlich mit Informationen versorgt. Sie sind nicht immer seriös, aber daran orientieren sich Suchmaschinen ohnehin nicht mehr. Inzwischen gibt es sogar Roboter, die das Internet und andere Informationsquellen durchpflügen, um aus den Puzzlesteinen eine Antwort zusammenzustellen.

Frag nicht nach Gefühlen - warum eigentlich nicht?

Sobald ihr jedoch fragt: „Wie fühlt es sich eigentlich an, vaginalen Sex, Oralsex oder Analsex zu haben?“, werden die Informationen nicht nur deutlich „dünner“, sondern auch sehr zurückhaltend vorgetragen. Oftmals, so scheint mir, werden gar keine „Empfindungen“ geschildert, sondern Stellungnahmen abgegeben. Es scheint fast so, als würde jedes Gefühl ausgeblendet, um einen Vorgang „technisch“ zu beschreiben. Das würde ein mit „künstlicher Intelligenz“ ausgestatteter Roboter übrigens ähnlich machen: Er würde einen Satz einfügen, der sich auf Gefühle bezieht, also etwa (für Analsex):

Zu den guten Seiten beim Analsex zählt, dass er sich wirklich intensiv und angenehm anfühlen kann, weil der Anus voller Nervenenden ist, die intensive Gefühle hervorrufen können.

Woran mag das liegen, dass wir sexuelle Gefühle nicht schildern können?

Zum einen daran, dass kaum jemand darauf vorbereitet ist, Gefühle zu schildern. Selbst professionell Vielschreiber tun sich schwer damit. Wenn ein ungeübter Autor / eine ungeübte Autorin versucht, „intensive Gefühle“ zu beschreiben, wird daraus zumeist eine Schilderung von Abläufen, die man vielhundertfach im Internet finden kann. Doch eine intensive, glaubwürdige und nachvollziehbare Schilderung sexueller Gefühle kann nicht „neutral“ sein. Falls dies jemand doch versucht, wird die Schilderung farblos, so wie in diesem Beispiel. (2) Zuverlässige Hinweise zum Thema "Oralsex" findest du unter (3).

Zuerst spürst du ihre Zungenspitze an deiner Eichel. Nach einer Weile umschließt sie die Eichel mit ihren Lippen. Richtig lustvoll wird es aber erst, wenn sie deine Eichel mit der Zunge umkreist oder an ihr saugt. Das Gefühl dabei ist sehr erregend.

Wahrscheinlich werdet ihr mir zustimmen: Das ist eine Schilderung von sexuellen Abläufen, aber wo bleiben die Gefühle? Ja, wir glauben dem Autor, dass „die Gefühle sehr erregend“ sind – das hatten wir auch vermutet. Aber was hat er eigentlich wirklich „erfühlt“?

Je ehrlicher das Gefühl, umso mehr nähern wir uns dem Vorwurf der Pornografie

An dieser Stelle stoßen wir auf eine eigenartige Beobachtung: Sobald jemand so angetan von einer Schilderung ist, dass sie ihn sexuell tatsächlich erregt, wird stets der Vorwurf der Pornografie erhoben. Das klingt zunächst paradox, doch sobald die Gefühle nicht mehr verschleiert werden, erkennen sich viel andere darin wieder. Sie werden also davon entweder sexuell erregt, oder sie schämen sich, diese Texte zu lesen. Beide Reaktionen haben das Potenzial für Empörungen.

Der Alltag - was sagt du jemanden, der dich fragt, wie du etwas fühlst?

Wenn wir nun zurück in den Alltag gehen: Wie kann man einer anderen Person schildern, wie man sich selbst bei erotischen Handlungen fühlt?

Die einfachste Art besteht darin, zu schildern, wie es sich „anfühlt“. Zum Beispiel, was dich bewegt, wenn dir jemand die Brüste küsst. Das ist nur eines der sehr intimen Beispiele. Da ist ja nicht einfach eine Brustwarze und dort irgendwo ein Mund – beides muss ja irgendwie zusammengekommen sein, und das alles lässt sich in Gefühlen schildern.

In den vielen Tausend Kurzgeschichten, die im Internet kursieren, wirst du oft Klischees finden. Da wird eine Frau „feucht“, dort bekommt ein Mann einen „steifen Penis“ – so, als ob sich dahinter gar keine Gefühle verstecken würden. In Wahrheit geschieht beides ja nicht „plötzlich“, sondern ist Teil eines lustvollen Erlebens, das sich nach und nach aufbaut.

Etwas einfacher ausgedrückt: Wenn du jemandem sagst, wie es sich „für dich anfühlt“ sexuell erregt zu werden, dann kannst du all deine Empfindungen in die Schilderung hineinlegen.

(1) Beitrag aus einem Versuch mit einem Bot, der in der Lage sein soll, mithilfe von KI Artikel zu schreiben.
(2) Beitrag aus einem Forum (stark gekürzt und vereinfacht).
Beide Zitate wurden mit voller Absicht nicht verlinkt.
(3) Falls du ausführliche Informationen dazu suchst, die rücksichtsvoll geschrieben sind und dennoch kein Blatt vor den Mund nehmen - suche nicht in Foren, sondern informiere dich bei Lili.