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 Liebeszeitung - Liebe, Lust und Sex

Für Männer - eine Beziehung – wie geht denn das?

Männliche Nesthocker, die noch bei den „lieben Eltern“ wohnen und auch sonst „der Heimat sehr verbunden“ sind, lösen Rührung und Abscheu aus. Das liegt vor allem daran, dass wir von ihnen eigentlich erwarten, eines Tages das Elternhaus zu verlassen und eigene Erfahrungen zu sammeln.

Er ist so mit der Heimat verbunden? In Wahrheit kennt er nichts anderes...

Doch genau davor fürchten sie sich. Auf eigenen Füßen zu stehen erscheint ihnen als sehr gefährlich, die „Frau an ihrer Seite“ müsste zudem zum bisherigen Lebensstil passen, der eigentlich kein „Lebensstil“ ist. Und außerdem ist „man“ ja so heimatverbunden, was in der Praxis leider heißt: Der kennt nichts anderes.

Kommt dann noch dazu, dass sich die bisherigen sexuellen Erfahrungen auf Masturbation beschränken, dann wird das Fiasko komplett.

Warum Frauen Nesthocker ablehnen

Sehen wir die Sache mal aus der Sicht der möglichen Partnerinnen. Entweder sie müssen sich den Gegebenheiten „beugen“ oder sie müssen den Typen dort herauslösen, wo er sein emotionales Gefängnis aufgebaut hat. Und ihm noch zeigen, wie „es“ geht.

Das will normalerweise niemand. Vorausgesetzt wird heute ein Minimum an Eigenständigkeit, was Ernähren, Wohnen und Denken betrifft. Wer immer eine Beziehung eingeht, wird sich emotional und sozial ohnehin verändern – aber es wäre wirklich schön, wenn zumindest der Mann darauf vorbereitet wäre. Und Sex? Kaum eine Frau will heute noch „Sexlehrerin“ für den künftigen Partner sein.

Die Lösung heißt meist "Loslösung"

Soweit junge Männer betroffen sind, sind „loslösen“ einerseits und sich „den Wind um die Nase wehen lassen“ andererseits die gängigen Lösungen. Das Denken verändert sich umso mehr, je mehr der junge Mann auf sich gestellt ist. Und welche Frau wirklich zu ihm passt, lernt er dadurch, dass er mindestens versucht, mit einer Frau mehrere Wochen zusammen zu bleiben. Es wird kaum zu „vermeiden“ sein, dabei dann auch Geschlechtsverkehr zu haben.

Es mag Vorbehalte gegen diese Ansicht geben. Meistens werden sie religiös begründet, doch ergibt sich die Frage, ob es tatsächlich die Religion ist, die Menschen an etwas hindert. Falls du, liebe Leserin, lieber Leser, Zugang zu zeitgenössischen Berichten gegen Mitte/Ende des 19. Jahrhundert hast: Lies dort nach. Über die romantischen Vorstellungen, die Frauen jener Zeit von der „Hochzeitsnacht“ hatten und der brutalen Realität des „echten ersten Mals“, das dort zu absolvieren war.

Und nein – Sex ist nicht das Wichtigste. Es ist das eigenständige Denken und die Bereitschaft, das Bekannte zu verlassen und sich auf die Ebene des Unbekannten zu wagen. Der Gewinn liegt – wie so oft – bei den Mutigen.

Nackt oder leicht enthüllt fotografieren lassen?

„Ich habe ihn gebeten, ein Aktfoto von mir zu machen … als ich auf der Suche nach mir selbst war…“

Akt im Stil der 1950er Jahre

Der Satz bewegte mich. Früher haben viele Frauen ihre fotografierenden Freunde gebeten, sie nackt, raffiniert ausgezogen oder gar in erotisch provozierenden Posen zu fotografieren. Warum Männer? Ganz einfach – weil sie die entsprechende Ausrüstung besaßen – und die Dunkelkammern. Es gab zwar schon in früheren Jahren vereinzelt Amateurfotografinnen, aber kaum solche mit einem Atelier oder – was noch wichtiger war - mit eigenem Labor.

Entspannung ist schwer zu erreichen

Das Verhältnis zwischen dem Fotografen (Mann) und dem Modell (Frau) war keinesfalls so angespannt oder „erotikschwanger“, wie viele glauben. Eine nackte Frau zu fotografieren ist wesentlich schwerer als eine bekleidete Frau. Und wenngleich auch manche Frauen recht exhibitionistisch sein können, so war (und ist) Nacktheit vor der Kamera keine gewöhnliche Situation – egal, wie viel auf den Fotos „davon zu sehen“ ist.

Fotografen und nackte Haut

Ach die Fotografen waren nicht zu beneiden. Sie bekamen zwar mehr nackte Haut zu sehen als mancher Ehemann, aber die Haut ist das eigentliche Problem. Schwarz-weiß-Aktfotos bestehen im Wesentlichen darin, dass Licht der Körper modelliert. Aber er soll ja eben auch noch ein wenig anregend sein – verführerische Blicke, ein sinnliches Lächeln, die entsprechenden Dessous, die als erotisierende Verstärker hinzukommen sollten – und natürlich noch mehr.

Frauen fotografieren Akt und Erotik

Im Lauf der Jahre (auch schon vor #metoo) haben sich mehr und mehr Frauen an die Fotografie gewagt und Akte als Motive entdeckt. Obwohl es für manche Frauen tatsächlich ebenso peinlich ist, für eine Frau zu posieren als für einen Mann, sollen die Ergebnisse bei weiblichen Fotografen entspannter wirken.

Es ist eine schöne Erinnerung

Natürlich musst du nicht auf „der Suche nach dir selbst“ sein (oder auf einigen deiner Suchen nach dir selbst), um dich „nackt“ ablichten zu lassen. Es sind einfach schöne Erinnerungen. Das „Selfie“ im Badezimmerspiegel mag schön und gut sein – aber ein entspanntes Foto im Negligé auf deinem Lieblingssessel in deiner ersten eigenen Wohnung sagt, bestimmt mehr über dich aus.