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 Liebeszeitung - Liebe, Lust und Sex
Warnung! Teile dieser Texte könnten mithilfe menschlicher Intelligenz erzeugt worden sein.

Männer wollen "sexuell gewollt werden"

Gewollt werden wollen - schlechte Ausgangsposition für Männer?
Es wird niemanden überraschen, dass Männer in der Regel die Jäger sein wollen, also diejenigen, von denen die Anmache oder die Verführung zum Sex ausgeht. Und es gibt auch keinen Zweifel daran, dass Frauen eher die Empfänger solcher Absichten sind.

Nun ist es so: Wenn ein Mann ständig auf der Jagd ist und dabei Erfolg hat, dann fühlt er sich auch, als ob er „gewollt würde“. Das heißt, er vergisst, dass er eigentlich der Verursacher seiner „Erfolge bei Frauen“ ist. Aber so geht es nur einer Minderheit.

Männer, die "gewollt werden wollen" lassen sich das "etwas kosten"

Die meisten Männer verspüren selten das Gefühl, wirklich gewollt zu werden. Und „nur“ für irgendetwas gewollt zu werden, ist Männern meistens nicht genug. Besonders, wenn es um Sex geht, dann hoffen sie, dass sie von Frauen „gewollt werden“.

Was Männer also wirklich von dir hören oder erfahren wollen, ist dies: Sie wollen, dass du sie willst - und das lassen sie sich etwas kosten. Und manchmal machen sie sich dabei auch zum Affen.

Wohlfühlen, Liebe, Freundschaft und Wissenschaft

Sich wohlzufühlen, ist das erklärte Ziel der meisten Beziehungen, gleich, ob es sich „nur“ um gemeinsam lebende Paare oder um Ehepaare handelt.

Etikettierungswahn, Friendzone und Liebe

Nun trennt ein Teil der „Dating-Szene“ allerdings die „Freundschaftszone“ von der „Beziehungszone“ ab. Und das bedeutet nicht viel mehr als: Wenn sie (er) mit dir vögelt, habt ihre eine Beziehung – wenn nicht, dann ist es eine Freundschaft. Zack – zack: ein Schuhkarton für „Liebe plus Wohlbefinden“, etikettiert mit Freundschaft, der andere Schuhkarton für „Liebe plus Sex“, mit der Aufschrift: „Beziehung.“

Sobald man diese ebenso dümmliche wie dreiste Klassifizierung verlässt, und Paaren die Art ihres Wohlbefindens freistellt, tauchen Begriffe wir „Glück“, „Zufriedenheit“ und „Gesundheit“ auf.

Dann wird auch beschrieben, was eine stabile Beziehung ausmacht: Praktische, alltäglich Unterstützung, emotionales „Auffangen“ des Partners, die gemeinsame Intimität und die Synergien, die Paare entwickeln können.

Jüngst titele der STERN unter der Rubrik „Studienergebnisse“:

Ziel ewige Liebe: Sollte erst die Freundschaft oder erst die Liebe da sein?

Liest man den Artikel tatsächlich, so wird zunächst mit der „hohen „Scheidungsrate“ argumentiert, und sodann nach Verantwortlichen dafür gesucht und deshalb behauptet:

(Die hohe Scheidungsrate) … liegt jedoch auch daran, dass vielen Beziehungen die Basis für eine ewige Liebe fehlt. In der heutigen Welt lebt man in einer Art Wegwerfgesellschaft, auch auf die Liebe bezogen.


Nachdem dieser Satz im Raum steht wie ein Elefant, wird die „freundschaftliche Liebe“ hervorgehoben, die als „Hort des Guten“ angesehen wird. Jedenfalls führe sie zu (Zitat).

„Positiven Auswirkungen auf ihr Wohlbefinden (des Paares) sowohl durch die Ehe als auch durch das Zusammenleben.“

Plakative Gefühle sind eigentlich gar keine Gefühle mehr

Das interessant an diesem Artikel ist, dass die Gefühle „Liebe, Freundschaft und Wohlbefinden“ allesamt plakativ benutzt werden. Es sind relativ unbestimmte Gefühle oder Teile von Gefühlen, die in vielerlei Beziehungen zusammenkommen, und die stets eine „neue Mischung“ ergeben. Was wieder verhindert, dass ex exakte Definitionen dafür gibt und noch weniger „zutreffende Konzepte“.

Was fangen wir mit dem Begriff „freundschaftliche Liebe“ an?

Zunächst einmal muss der Elefant aus dem Raum: Gute Gefühle für einen Menschen gehören zu einem Emotionsgemisch, das völlig uneindeutig ist, aber dennoch ernst genommen werden muss. Die Gefühle, die dabei als „positiv“ empfunden werden, verlieren allerdings an Wert, sobald sie ein Etikett bekommen.

Freundschaft plus - was eigentlich?

Sodann geht es um die Freundschaft: Wir können Freundschaft zu jemandem empfinden, mit dem wir keine sexuelle Beziehung haben, und wir können Sex miteinander haben, ohne in einer Beziehung zu sein. Und tatsächlich kann unser(e) Lebenspartner(in) jemand sein, mit dem wir in inniger Freundschaft verbunden sind.

Der Elefant geht aus dem Raum, wenn wir für uns selbst sprechen

Wenn wir den Elefanten aus dem Raum führen, dann gibt es kein „entweder – oder“ mehr, sondern nur noch ein „ich empfinde dies so, weil ich es erlebe … und du empfindest es so, wie du es erlebst. Und manchmal, wenn beide viel Glück haben, können sie beinahe gleich empfinden.

Manchmal, so denke ich, sollten wir doch noch mal bei Fritz Perls nachlesen, bevor wir uns festlegen, was „Freundschaft“ oder „Liebe“ oder irgendein anderes Gefühl ist.

Alle Zitate: STERN