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 Liebeszeitung - Lüste, Liebe, Beziehungen und viel mehr.

Wie der angeblich authentische Mensch Parter(innen) sucht

Ich wundere mich immer wieder, wenn Frauenzeitschriften etwas nebulös über „Studien“ berichten. Diesmal ging es um „Hunderte Single“, die eine Beziehung suchten.

Furcht und Einsamkeit sind schlechte Ratgeber

Vom Ergebnis wird niemand überrascht sein (Sinngemäß wiedergegeben):

Wer aus einer Position der Unsicherheit an das Kennenlernen geht, oder wer sich vorm allem davor fürchtet, allein zu bleiben, der hat schlechte Karten im Wettbewerb um Partner(innen). Auch gesellschaftlicher Druck kann ein Hindernis im Wettbewerb um die Zweisamkeit sein.

Also: Wenn dein Gegenüber durchblicken lässt, dass es unter Einsamkeit leidet, sich davor fürchtet, allein durch die Welt zu gehen oder eiligst ein Elternteil werden will, dann könnten bei dir die Alarmglocken läuten.

Völlig zu Recht – denn der jeweils andere würde sich mit der Beziehung eine große Bürde aufladen, die nur wenig Menschen wirklich tragen wollen. Denn letztlich sollen sie die Schwierigkeiten, Fehler und Versäumnisse der Vergangenheit anderer ausgleichen.

Und wie ist das beim "authentischen Menschen"?

Strahlt die in Aussicht genommene Person hingegen „authentische“ Werte aus, die man unter „soziale und emotionale Eigenschaften“ zusammenfassen könnte, so ergeben sich nach der Studie besser Chancen fürs Kennenlernen. Im Artikel ist die Rede von der „inneren Motivation“, die sodann im Sinne der Psychologie als „positive Eigenschaften“ beschrieben werden. Als Beispiele werden Wünsche nach Nähe, Bindung und gemeinsamer Weiterentwicklung genannt.

Binsenweisheiten als Ergebnisse von Studien?

Eigentlich ist es eine Binsenweisheit: Menschen, die mit einem Strauß positiver Eigenschaften an den Partnermarkt gehen, haben dort voraussichtlich auch Erfolge. Und sicherlich haben selbstbewusste Partnersuchende eine positivere Ausstrahlung als Zweifler.

Können wir persönlich etwas daraus lernen?

Kaum - die meisten von euch werden zur nächsten Verabredung mit den Wünschen und Vorstellungen gehen, die sie jetzt haben. Das ist normalerweise eine Mischung aus persönlichen Schwächen und Stärken – also ein Gesamtbild der Person. Dieses Bild – das kann ich euch versprechen – wird mehr Facetten haben, als Forscher sich jemals träumen lassen. Und dieses Bild ist dann wirklich „authentisch“.

Quelle: Die Frauenzeitschrift "Freundin" verzichtete auf genaue Quellenangaben. Ich vermute aber, dass die Studienergebnisse nicht in Deutschland erhoben wurden.