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 Liebeszeitung - Lüste, Liebe, Beziehungen und viel mehr.

Liebeszeitung nimmt Fahrt auf – auch durch Kritik

Die Liebeszeitung gewinnt in der letzten Zeit wieder ungeahnte Popularität: Gleich vier Artikel aus jüngster Zeit haben es geschafft, unter die „Meistbewerteten“ zu kommen:

Im Juli hatte die Liebeszeitung mit die „schrecklichen Dating-Apps“ einen Erfolg von: 4914 Stimmen gab es für diesen Artikel.

Dieser Artikel war ebenso kritisch wie die anderen aus dem August 2025 über angeblich „authentische“ Partnersuche mit 4875 Stimmen, oder „Wokefishing“. Der Artikel handelte von dem Unsinn, der in sozialen Netzwerken verbreitet wird.

Am meisten Bewertungen aber hatte ein Artikel über einen ziemlichen Blödsinn: „Jede Frau findet einen Mann“. (5035 Stimmen). Mathematisch halbwegs begründet, theoretisch auch, aber völlig an den Realitäten vorbei.

Wenn die Liebeszeitung eine Chance hat, inmitten der „Sozialen Netzwerke“ weiter zu existieren, dann dank meiner Leserinnen und Leser.

Danke, an alle, die unsere „Liebeszeitung“ lesen. Und auch, dass ihr nicht alle auf den „Mainstream“ hört, euren Verstand nicht in „sozialen Netzwerken“ verliert und nicht auf „Influencer(innen)“ hereinfallt.

Das gibt mir persönlich Hoffnung.

Euer

Gebhard Roese


Woher kommt der Dating-Frust wirklich?

Keine gute Werbung für Singles
Woher kommt der Dating-Frust wirklich? Oder: Warum zu viele Singles „Nehmer“ sind und „Geber“ rar werden. Dies ist ein neuer Beitrag, der deutlich vom Mainstream-Gerede über Dating-Frust abweicht.

Dating ab 30 - zu viele Nehmer(innen) - zu wenig Geber(innen)

Das Geheimnis hinter den heutigen Dating-Problemen kann ich euch leider nicht vollständig lüften. Aber so viel kann ich verbindlich sagen: Am Markt der „Singles“ über 30 gibt es viel zu viele „Nehmer“ und viel zu wenig „Geber“.

Woran das liegt, ist auch klar: Die großzügigen Geber, also jene, die für das jeweils andere Geschlecht attraktiv wirken, sind schnell vom Partnermarkt verschwunden. Sie haben längst jemanden mit ihren „Gaben“ verlockt, sei es nun Verlässlichkeit, soziale Sicherheit, emotionale Stabilität oder einfach nur körperliche Schönheit. Nach wie vor spielt auch eine Rolle, außergewöhnlich guten Sex oder andere sinnliche Eigenschaften anzubieten.

Sind Single-Nehmer(innen) ab 30 fast chancenlos?


Warum sollte ich "geben"?

Schon haben wir einen wunden Punkt getroffen: „Was, ich soll nur geben?“, schreien nun dir ersten. Nein, sollst du nicht. Aber Geber sind Menschen, die ihre guten Eigenschaften einsetzen – ohne auf sofortigen Gewinn zu hoffen. Nehmer hingegen denken zuerst daran, etwas zu bekommen, und dies auch dann, wenn sie behaupten, etwas „Schönes“ zu haben, was sie später geben werden.

Gewinn wollen alle - doch niemand will Flitterkram tauschen

Machen wir uns bitte nichts vor: Sowohl „Nehmer“ wie auch „Geber“ hoffen auf einen gewissen „Gewinn“ aus der Beziehung. Aber „Nehmer“ glauben nur allzu oft, sie könnten ein bisschen Flitterkram gegen bleibende Werte tauschen.

Langfristig haben zwei Gruppen Vorteile: Konsequente Nehmer(innen), die klug und befähigt sind, die Geber(innen) an sich zu binden. Und Geber(innen), die sich ein bisschen Zeit lassen, aber gerne und reichlich geben.

Der Markt zwischen 29 und 34 - ein Gebermarkt

Wer zwischen etwa 29 und 34 Jahre alt ist, gerät in einen Markt, den die „Geber(innen)“ dominieren. Sie können wählen, und die Nehmer(innen) müssen sich damit abfinden, egal, welche Wunschvorstellungen sie haben. Vor allem aber sinken die Chancen der Nehmer(innen) noch einen erheblichen emotionalen oder sozialen Gewinn mitzunehmen.

Das ärgert die Nehmer(innen) und sie beginnen, nach Schuldigen zu suchen … nur nicht bei sich selbst. Das kennen wir zur Genüge, nicht wahr?

Letztlich könnte dies der Grund für das überall diskutierte Phänomen des „Dating-Frusts“ sein.

Nähere Erläuterungen (für das Berufsleben und die Karriere) bei NZZ-jobs.
Für Beziehungen und „Geber(innen)“ gibt es kaum ein andere Quelle als sehpferd.de.

Angst als Dating-Hindernis?

Als ich jüngst nach psychologische Fakten dafür suchte, warum manche Dates dazu verdammt sind, erfolglos zu sein, begegnete ich einer eigenartigen Forschungsarbeit. Untersucht werden sollte die „Angst“, die viele Frauen und Männer angeblich befällt, sobald sie „Daten“. Danxiety hat dies einmal jemand genannt, der damit die Presse beeindrucken wollte – und sie hat sich durchaus davon beeinflussen lassen.

Diese vier Möglichkeiten wurden sinngemäß in einer bekannten Forschungsarbeit genannt:

- Sie haben Angst, abgelehnt zu werden.
- Sie fürchten sich davor, jemanden abzulehnen.
- Sie haben Angst, angenommen zu werden.
- Sie fürchten sich davor, wenn sie jemand annehmen will.


Na schön, und damit wäre das Thema erledigt?

Ich glaube nicht – Angst ist zunächst nichts als ein Gefühl, und „gewollt zu werden“ oder „abgelehnt zu werden“ kann erhebliche Emotionen auslösen. (Wenn es dich betrifft, dann lies bitte bei den Fachleuten weiter - die gibt es durchaus). Aber es gibt Unterschiede. Wie würden wir einen Menschen nennen, der sich bei einem Unternehmen bewirbt und Angst davor hat, dass seine Bewerbung angenommen wird? Würden wir zuerst seine Emotionen betrachten oder seine Motive in Zweifel ziehen? Ich vermute, wir würden bei den Motiven beginnen.

Zurück zum „Dating“ – die Manie, nichts verändern zu wollen

Was passiert beispielsweise, wenn jemand ganz versessen darauf ist, einen Menschen kennenzulernen und Kinder mit ihm zu haben – sich sonst aber nichts ändern soll?

Immer wieder höre ich, dass Partnersuchende nach „Gemeinsamkeiten“ suchen, obwohl sie das eigene Leben auf gar keinen Fall aufgeben wollen. Sie finden es auch ganz nett, mit einem anderen Menschen zu plaudern, und stellen bisweilen sogar fest, dass sie einander „sympathisch“ sind. Aber dann fehlt ihnen (nach eigenen Aussagen) plötzlich die Zeit, eine Beziehung einzugehen.

Wenn eigene Lebensentwürfe die Liebe verhindern

Mir scheint, es ist nicht allein „die Angst“, sondern auch ein fest betonierter Lebensentwurf, der eine Partnerschaft ausschließt. Und solche Entwürfe lassen sich ändern – oder was meinen meine Leserinnen und Leser?