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Die Besucherin des Schriftstellers

Die "Besucherin des Schriftstellers" ist eine Geschichte aus unserem Archiv. Sie wurde bisher noch nirgendwo veröffentlicht.

Wenn die Blicke auf die Brüste fallen ...


Sie legte den Blazer ab. „Mehr werde ich nicht ausziehen, auch später nicht“, sagte sie leise. Merkwürdig – über „später“ hatten wir gar nicht gesprochen. „Oh, ich hatte keine dahin gehenden Erwartungen“, versuchte ich zu scherzen. Sie sah einen Moment aus dem riesigen Dachflächenfester in den nahen Wald, so, als ob sie dort nach Erleuchtung suchen würde. Dann drehte sie sich um und fragte mit leicht geröteten Wangen: „Sie hätten aber auch nichts dagegen, nicht wahr?“ Dabei stellte sie sich so gegen das Fenster, dass sich ihr Körper silhouettenhaft unter einer weißen Seidenbluse absetzte. Kein BH hübsche Nippel, die offenbar bereits erregt waren. „Ihnen muss doch gefallen, was Sie sehen, sagen Sie einfach, wie sie mich einschätzen“, begann sie erneut.

Ich lächelte: „Sie haben einen wundervollen Körper – und das wissen Sie. Ich habe allerdings keine Ahnung, warum Sie ihn mir so auffällig präsentieren, und Sie reden in Rätseln. Wollen Sie, dass ich Sie als Vorbild für eine meiner Kurzgeschichten verwende?“

Sie trat nun an mich heran, wesentlich näher, als es schicklich war, und sagte leichthin: „Ich möchte, dass Sie etwas tun, worüber sie nicht schreiben werden, weil es ihnen peinlich sein dürfte …“

Nun lachte ich laut auf: „Etwas Menschliches ist mir selten peinlich – hatten sie bestimmte Pläne? Sie stockte einen kurzen Moment, dann gab sie sich einen Ruck: „Ich möchte, dass Sie mir etwas von sich schenken – etwas Intimes“, sagte sie knapp und errötete dabei noch mehr.

Was für eine naive Vorstellung – doch ich beschloss, herauszufinden, worauf meine Besucherin eigentlich hinaus wollte, also fragte ich: „Und dachten Sie dabei an etwas Bestimmtes?“

Sie blickte schüchtern zu Boden und sagte beinahe tonlos: „Ja, ich dachte an etwas … Sperma.“

Irgendwie sah ich die Sache nun mit Humor und antwortete: „Aber meine Beste, dergleichen ist doch für Frauen reserviert, die ein Mann besonders gut kennt, also vielleicht für eine liebevolle Freundin, oder nicht?

„Dann will ich ihre Freundin werden“, antwortete die Besucherin nun hastig. „Bitte – ich will es, und ich gehe nicht, bevor ich es bekommen habe.“

Ich hob an, einen Vortag zu halten: „Hören Sie, Sie können hier nicht einfach auftauchen und meine Freundin werden wollen. Dazu gehört doch … etwas Romantik, ein paar Küsse und vor allem – Zuneigung, nicht wahr?

Sie dachte einen Moment nach, dann schüttelte sie den Kopf: „Was Sie sich da vorstellen, geht bei mir nicht. Würde es ihnen helfen, wenn ich die Bluse weiter aufknöpfen würde? Es wird Sie doch sicher erregen?“

Sobald sie dies gesagt hatte, knöpfte sie ihre Bluse so weit auf, dass ihre Aureolen sichtbar wurden. „Weiter nicht“, sagte sie bedauerndem Lächeln. „Aber es reicht doch, um Sie anzuregen, nicht wahr?“

Ich war völlig überrascht, konnte meinen Blick aber nicht von den wunderschönen, weißlich schimmernden Brüsten nehmen, die mit bläulichen Blutbahnen durchsetzt waren. Dazu lachten mich die süßen, nugatfarbenen Aureolen an und die fordernd vorstehenden Brustwarzen, die sich unter der Seide abzeichneten. Ich beschloss dennoch, kühl zu bleiben: „Für was soll es denn reichen?“

„Dafür, dass Sie … nun, dass Sie mich damit … benetzen, wovon ich gesprochen habe. Ihnen gefallen meine Brüste, wie ich sehe. Was hindert Sie, mir den kleinen Dienst zu erweisen?“

Nun wurde es wirklich peinlich. Wenn ich das Ganze richtig verstanden hatte, dann sollte ich auf ihre Brüste … allein der Gedanke daran stieß mich ab. Ich beschloss, energisch zu werden, bevor mi die Situation aus den Fingern litt – denn ganz unbeeindruckt war ich von den wunderschönen Brüsten nicht, die mir dargeboten wurden. Also wandte ich mich an meine Besucherin und sagt in freundlichem, aber durchaus unnachgiebigem Ton: „Ich denke, Sie sollten ihre Bluse wieder zuknöpfen … und das Ganze besser vergessen.“

Sie schüttelte den Kopf und lächelte nun überlegen: „Ich sagte doch, ich würde nicht gehen, ohne dass ich das von Ihnen bekommen habe, was ich mir wünsche. Und außerdem: Ihr Mund sagt es so, ihr Penis will es anders, nicht wahr?“ Dabei legte sie ihre Hand auf meine weiße Bauwollhose, genau dort, wo sich in der Tat etwas regte, was mir gegenwärtig überhaupt nicht passend erschien.

„Sie haben es provoziert“, sagte ich nun etwas kleinlaut, „doch das, was Sie zu sehen glauben, ist nichts als eine biologische Reaktion auf den Anblick ihrer Brüste. Das muss keine Folgen haben, wenn Sie wissen, was ich meine. Bitte nehmen sie doch ihre Hand … von meiner Hose .. es ist mir peinlich, wie sie mich gerade provozieren.“

Ihre Augen blitzen. „sagten Sie nicht zuvor, nichts wäre Ihnen peinlich?“ Und als ich nicht antwortete, fuhr sie fort: „Wollen wie nicht ‚du‘ sagen, jetzt, wo ich deine Freundin werde? Einen Penis zu streicheln, ist doch etwas, was eine Freundin tut, nicht wahr? Wenn wir uns duzen, ist es dir vielleicht nicht mehr so peinlich, oder?“

Ich versuchte noch einmal, zu widersprechen: „Ich werde jedenfalls nichts mit … Ihnen … tun, was im entferntesten nach Sex aussieht.“

Wieder lächelte sie schelmisch: „Du musst auch nichts machen. Ich tue es für dich.“

Ich weiß wirklich nicht, was mich dazu veranlasste, aber ich gab auf, ihr zu widersprechen und ließ den Dingen ihren Lauf. Als ich wieder halbwegs zu Sinnen kam, sah ich drei kleine, langsam ineinanderfließende Bächlein über ihre Brüste rinnen, die sich nach und nach ihren Weg in die Bluse bahnten, die ihrerseits auch bereits einige feuchte Flecken aufwies. Sie sprach kein Wort, sondern knöpfte die Bluse wieder zu, so, wie sie war, wobei sie darauf achtet, dass sie gut durchtränkt wurde von den Resten, die sich noch auf ihrer Haut befanden. Dann zog sie ihre Blazerjacke wieder darüber, ging zur Tür und sagte: „Auf Wiedersehen – vielleicht treffen wir uns mal bei einer Lesung?“

Ich wollte sie noch hindern und ihr folgen, doch ich muss gestehen, nicht richtig angezogen gewesen zu sein für diesen Zweck. Man kann nicht gut ohne Hose auf die Straße gehen, jedenfalls nicht in meiner Gegend.

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