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Wozu behältst du eigentlich dein Chesterfield-Sofa?

Diese Geschichte wurde vor langer Zeit erzählt, aber noch nie veröffentlicht. Wir baten Isidora, sie zur Veröffentlichung aufzubereiten. Ihr Ende ist aber nicht das Ende. Denn am Ende geht sie erst richtig los. Habt ihr Fantasie? Dann schreibt sie einfach weiter …

Das Sofa ist alt, sein ursprünglich matt glänzendes Leder wird langsam rau, weil niemand mehr darauf sitzt. „Sofas wollen besessen werden“, hatte der Verkäufer damals gesagt, als ich mich gerade chic auf Alt-englisch einrichtete. Und zu Anfang habe ich auch drauf gesessen, mal mit einer Hose, mal mit einem Rock und mal mit gar nichts bekleidet. Man sieht die Stelle immer noch, auf der ich am liebsten gesessen habe. Und manchmal habe ich mich auf diesem Sofa verführen lassen. Unten das Leder, oben der Mann. War ein tolles Gefühl, richtig animalisch.

Die Männer kamen und gingen, doch das Chesterfield-Sofa blieb. Ich wurde älter, saß häufiger in einem modernen, bequemen Sessel und dachte häufig daran, das Sofa auf den Sperrmüll zu geben. Aber es war viel zu schwer, und so blieb es über zwei Jahrzehnte in meinem Appartement.

Und dann kam Jane. Sie war britisch, stark, und hatte diese merkwürdige Eigenschaft, nach außen unnahbar zu sein, aber genau zuzuhören. Sie wurde eine Art Freundin, obwohl ich nicht genau wusste, was ich an ihr fand. Nun hatte ich schon lange keine wirkliche Freundin mehr gehabt, und die Freundschaft zu Jane war etwas unterkühlt für das, was ich mir als Freundin vorstellte. Aber sie konnte zuhören, ohne zu kritisieren und sie hatte einen unfehlbaren Geschmack.

Wir redeten nicht nur viel, wir tranken auch viel miteinander. Sie liebte deutschen Spätburgunder, und oftmals tranken wir eine Flasche bis zur Neige leer. Dann wurden unsere Gespräche auch etwas „bunter“, wie sie es nannte. Mir löste es die Zunge, und ich begann, von meinen Bekanntschaften zu erzählen, zuerst von den netten, dann von den kuriosen und zuletzt von den extrem ungewöhnlichen.

Zu dieser Zeit machte es mir nichts aus, wenn die Männer eigenartig waren, weil ich sie niemals lange ertragen konnte. Ihre Selbstdarstellungen, Ihre Vorstellungen vom Leben, ihr Gesülze, das alles wollte ich nicht mehr. Sie sollten kommen, mich lange und intensiv romantisch verführen und dann möglichst gut vögeln. Na ja, und manchmal legte ich auch ein paar Sachen zurecht, die sie neugierig machten. Mal ein Buch, mal eines meiner „Instrumente“, die ich mal auf einer Messe eingekauft hatte, weil ich fand, dass mich das interessanter machte. Und manchmal, wenn ich richtig überdreht war, habe ich es auch einfach gesagt: „Findest du eigentlich, dass ich ein böses Mädchen bin?“ Also, ich muss dazu was sagen: Eigentlich wollte ich nicht, dass sie so etwas wirklich mit mir machten. Aber ich dachte mir, es könnte nicht schaden, wenn sie wüssten, dass ich zu fast allem bereit wäre.

Männer sind eigenartig - sie wollen schnell Sex und sind damit zufrieden

Männer sind so komisch. Die meisten haben wirklich nur Sex im Kopf, und je schneller sie den bekommen, umso besser fühlten sie sich. Nach und nach weißt du, dass sie nur wiederkommen, um noch mal mit dir im Bett herumzumachen, so wie sie es für gut halten. Du selbst bist ihnen egal, und sie pfeifen darauf, was du wirklich willst.

Also, die meisten jedenfalls. Na ja, und die sagen dann: „Aber um Himmel willen, Carla, du ist doch der reinste Engel – ich kann mir gar nicht vorstellen, dass du böse bist.“

Es gab ein paar Kerle, bei denen die Glocken geläutet haben, wenn ich sie gefragt habe. Am besten war Gerold. Er antwortete sofort: „Ja sicher. Ich nehme an, dass du deswegen Schläge verdienst, nicht wahr?“ Ich war so perplex, dass ich völlig vergessen hatte, erst mal ein paar Sachen zu klären. Jedenfalls sagte er nur: „Zieh deinen Slip mal aus und dann leg dich über die Lehne von diesem Sofa da.“ Und bevor ich richtig zur Besinnung kam, lag ich über der Lehne vom Chesterfield-Sofa, und erwartete, dass er mir den Po verklatschte. Es war irgendwie merkwürdig, denn sobald ich vom Schmerz getroffen aufschrie, fiel mir ein, dass ich schon einmal so so gelegen hatte, als ich noch viel, viel jünger war. Und wie damals, wurde ich nach ein paar Schlägen feucht … ich musste also schon aus dem Teenager-Alter herausgewachsen sein. Aber ich konnte mich wirklich nicht erinnern, wann das war und wie es es war.
Das Chesterfield-Sofa, die Erinnerungen und mein Po

Jane hörte mir aufmerksam zu, ohne sich jemals etwas anmerken zu lassen. Das typische, freundliche, mir zugewandte Gesicht, nur dezente Reaktionen wie „oh, mein Schatz, wirklich?“ Ich störte mich nicht am „Schatz“ – das sagen Engländerinnen dauernd.

Als ich eine lange Pause macht, fragt Jane plötzlich: „Und du kannst dich wirklich nicht erinnern, wer dir zum ersten Mal auf deinen Po gehauen hat und ob du geil davon geworden bist?

Ich nehme an, dass ich mich nicht erinnern wollte, und ich will es heute nicht. Es war im Atelier einer Künstlerin, die mich mit nacktem Unterleib malen wollte. Wir tranken vorher eine Menge Portwein, um mir die Hemmungen zu nehmen, und irgendwann hatte ich ein Blackout. Am Morgen hatte ich dann diese eigenartigen Striemen am Po, so wie die Frau auf ihrem Skizzenblock, und überhaupt: Es musste noch mehr geschehen sein in dieser Nacht, an, das ich keine Erinnerungen mehr hatte.

Doch ich sagte schnell: „Eigentlich nicht, ich bin als Kind nie geschlagen worden“. Das war immerhin keine Lüge.

Sie schien zufrieden zu sein. Eine neue Flasche, zwei gefüllte Gläser, zwei Frauen … da fühlte ich mich nun wirklich befreit, weil ich mir mal alles von der Seele reden konnte. Das war doch alles ganz normal. Was sollte such dabei sein, ein bisschen geil zu werden, wenn sich der Po rötete?

„Wann hast du das Chesterfield-Sofa zuletzt benutzt?“, fragte Jane nach einer Weile. Ich lachte: „Oh eigentlich wollte ich es längst loswerden. Es ist nicht mehr viel wert, und es ist eigentlich nur noch da, weil ich niemanden gefunden habe, der es mit auf den Sperrmüll nimmt.“

Verführung zu einem neuen Versuch über der Sofa-Lehne

„Du hast also nicht vor, es wieder zu benutzen? Janes Stimme klang ein wenig fordernd, aber auch das führte ich darauf zurück, dass sie Britin war. Ich verneinte. „Nein, ich habe keine Verwendung mehr dafür … willst du es?“

„Ich sehe es mir einmal an.“, entgegnete Jane und ging zum Chesterfield-Sofa hinüber. Sie sah sich das Leder an den Sitzflächen genau an, ging dann dazu über, die Lehnen zu inspizieren und lächelte: „Diese Lehnen wurden nicht of benutzt, Süße … lange her, dass du drübergelegt, wurdest, nicht wahr?“

Ich errötete sanft. Es ist ein großer Unterschied, ob man nur etwas erzählt oder ob die Worte mit etwas in Verbindung gebracht werden können, was körperlich existiert. Da war das Sofa, da die Lehne … und da war ich und fühlte mich wie ein junges Mädchen, dass bei etwas Bösem ertappt wurde.

Meine Stimme klang heiser, als ich, immer noch errötend sagte: „Sehr lange, ja …“

„Zu lange?“

Ich sah Jane scheu an: „Du meinst, dass …“

„Was sollte ich denn meinen, Schätzchen?“

„Ach, es war nur so ein Gedanke.“

Jane tat, als ob ich gar nicht gesagt hätte, sondern inspizierte weiter die Lehne. „Sie hat die richtige Höhe und das Leder ist immer noch gut … eigentlich fehlt hier nur eine Frau, die Lust hat, sich mal darüberzulegen, findest du nicht?“

Mein Blick flackerte, und wieder verschlug es mir die Sprache.

„Du schämst dich jetzt – das ist eine gute Voraussetzung für einen neuen Versuch, nicht wahr?“

Ich nickte fast unmerklich. Ich wollte nicht wirklich zustimmen, aber alles klang so folgerichtig.

„So, wie du jetzt angezogen bist, wird es gehen. Erst ein paar auf den Rock, dann auf den Slip, und wenn der Slip herunter ist, auf den Nackten … hübsche Idee, nicht?“

Wieder nickte ich leicht, wie abwesend. Und doch waren alle meine Sinne angespannt. „ich bin nicht … wirklich vorbereitet“, wandte ich ein.

Jane lächelte leicht: „Dann geh erst mal pinkeln, Schatz ... ist besser, bevor wir anfangen.“

“Ich hatte gemeint, dass ich nicht auf die Situation vorbereitet bin“, protestierte ich.

„Weil du es noch nie von einer Frau bekommen hast? Es ist kein Unterschied, nur dass ich mich … ziemlich gut damit auskenne, wenn du weißt, was ich meine.“

Wenn man verwirrt ist, antwortet man oft zu schnell. So ging es mir auch, und ich sagte viel zu schnell: „Nein, es ist doch nicht, weil du eine Frau bist …“

„Sondern?“

„Weil ich nicht weiß, ob es mir gut tut“, antwortete ich, eigentlich nur, um irgendetwas zu sagen.

Kein Schmerz - kein Gewinn

Oh, es ist sehr gut für dich“, sagte Jane nun, als wäre sie eine liebevolle Ärztin. „Es wird ein bisschen weh tun, aber man sagt bei uns: „Kein Schmerz, kein Gewinn … und ich bin gespannt, wie du dich fühlst, wenn ich dich mal richtig … herausgefordert habe.“

Richtig herausgefordert? Ich begann zu ahnen, dass es nicht ein paar liebevolle Schläge mit der Hand waren, die Jane vorschwebten, aber ich wagte nicht, danach ausführlich zu fragen.

Jane schien mich zu beobachten. Zwar sagte ich nichts, aber die Widersprüche waren meinem Gesicht anzusehen. Ich konnte nie ein Hehl aus meinen Gefühlen machen. Schließlich sagte sie: „Es wird lange dauern und intensiv sein, mein Schatz, und du wirst ungewöhnliche Erfahrungen dabei machen.“

Wieder entstand eine kurze Pause. Jane kam näher, sah mich ernst an und sagte leise, aber bestimmt: „Zöger jetzt nicht mehr, das macht alles kaputt. Ich will, dass du diesen Satz sagst: «Liebe Jane ich bin ein böses, unartiges Mädchen. Bitte züchtige mich so lange du willst, damit ich brav und fügsam werde.» Ich kann dich nicht züchtigen, wenn du es nicht wirklich willst.“

„Den ganzen Satz?“

„Ja, den ganzen Satz, und mir ins Gesicht, ohne den Blick abzuwenden. Wenn du ihn gesagt hast, leg dich wortlos über die Lehne und sieh mich nur noch an, wenn ich die auffordere.“

Ich stellte mich auf und sagte den Satz:

„Liebe Jane ich bin ein böses, unartiges Mädchen. Bitte züchtige mich so lange du willst, damit ich brav und fügsam werde.“

Mir wurden die Knie weich, als ich Jane dabei in die Augen sah, doch sie zeigte keinerlei Reaktion, und sagte nur einen Satz: „So soll es sein. Nimm jetzt deine Position ein.“

Dann legte ich mich über die Lehne des Chesterfield-Sofas, drehte den Kopf zur Seite und wartete voller Furcht und Sehnsucht auf das, was mich erwartete.

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