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Faktensuche … Verwandte als Liebespartner

Die Faktensuche geht heute um Verwandte als Liebespartner, um Inzest und um das generelle Tabu, beim engen Zusammenleben nicht an Sex zu denken.
Zufall oder Verführungsversuch?


Faktensuche … warum uns Verwandte als Liebespartner interessieren - oder auch nicht

Das böse Wort für die verbotene Liebe heißt „Inzest“, aber in Wahrheit ist die „Tabuzone“, die uns vor der Aufnahme sexueller Beziehungen schützt, viel weiter gefasst. Denn „Inzest“ regelt lediglich die Aufnahme sexueller Beziehungen unter sehr engen Blutsverwandten.

Wikipedia sagt:

Inzest wird in der Bundesrepublik Deutschland … zwischen in gerader Linie Verwandten – also Eltern, Großeltern, Urgroßeltern, und deren Kindern, Enkeln, Urenkeln – sowie zwischen Voll- und Halbgeschwistern verfolgt.


Doch auch für andere Personen existiert ein Tabu: beispielsweise für alle nicht miteinander verheirateten Menschen, die im gleichen Haushalt leben, und die täglich die Möglichkeit haben, einander zu begegnen. Das galt im „großen Haus“ insbesondere für im Haushalt lebende Verwandte, sowie für das gesamte Gesinde. Es dürfte nicht ganz unbekannt sein, dass es auch in soclhen, moralisch strengen Zeiten zu Begegnungen aller Art gekommen ist. Typisch ist aber, dass sich alle „im Hause“ befanden und einander daher nahezu täglich begegnen konnten.

Schutz der Großfamilie und des Gesindes - Tabu der sexuellen Näherung

Doch die sogenannte „Großfamilie“ wie auch das „große Haus“ wandelten sich nach und nach in eine kleine Familie, die lediglich eine Wohnung bewirtschaftete und bestenfalls noch ein Hausmädchen beschäftigte. Die ledigen Tanten und Cousinen wurden zur Seltenheit, und nicht wenige Frauen begannen, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Zar gehörte man weiterhin zur Familie, wohnte aber inzwischen woanders – und bei den Kernfamilien war man nun als ledige Tante, Cousine, Onkel oder Cousin nur noch „Besuch“. Umgekehrt war man bei den unverheirateten, geschiedenen oder verwitweten Familienangehörigen selbst „Besucher“.

Die Entflechtung der Familie und die beginnende Emanzipation

Schon galt das alte Tabu nicht mehr – es bezog sich nicht auf die Person also solche, sondern auf die Person, mit der man unter einem Dach lebte. Zwar behielt man zumeist die Formen des Umgangs bei, jedoch konnten die Personen das alte Tabu durchbrechen, wenn sie sich im eigenen Haus befanden.

Hinzu kommt, dass die Menschen sich nicht nur räumlich trennten, sondern auch unterschiedlich entwickelten. Waren sie in den alten „großen Häusern“ beständig unter gegenseitiger Kontrolle , so konnten sie nun neue Wege des Verhaltens erproben.

Tanten als liebevolle Freundinnen, Cousinen als anatomische Forscherinnen

Die Verwandten konnten nun ebenfalls in einem neuen Licht gesehen werden. Insbesondere die Cousins wurden immer wieder als lebende anatomische „Studienobjekt“ betrachtet, und wer wollte, konnte sich erste, schüchterne Erfahrungen mit den jungen Männern holen. Die Tanten wiederum, von denen manche durchaus ein aktives Sexualleben genossen hatten, konnten sich den Neffen als attraktive Freundinnen anbieten und ihnen dabei durchaus näherkommen. Solche Freundschaften und auch gewisse Liebschaften wurden nicht also sonderlich gravierend angesehen, wohingegen das „Keuschheitsgebot“ für unverheiratete Töchter dafür sorgte, dass es bei Onkel und Nichten auf keinen Fall zu Beziehungen kommen durfte.

Und wie wahr ist das alles?

Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass es sich bei den Schilderungen derartiger Beziehungen oftmals um Fantasien handelte, die sich Jünglinge oder auch professionelle Schriftsteller ausdachten, um erotische Literatur zu schaffen. Aber selbstverständlich gab es sie wirklich, die verführerischen, teils auch durchtriebenen Tanten, die genau wussten, mit welchem Honig sie junge Männer bei der Stange halten konnten.

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