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Das erotische Verhör – ein Mittel zur Enthemmung?

Im Ursprung: Der Priester wollte alles sehr detailliert wissen
An der Grenze der Erotik gibt es all diese Rollenspiele, die den zufälligen Beobachteter befremden. Warum sollte ein Mensch in ein erotisches Verhör einwilligen? Warum sollte er Methoden an sich vollziehen lassen, die einem Verhör ähneln?

Wir haben ein wenig über erotische Verhöre recherchiert. Sie sind nicht unbedingt zweckfreie, erregende Rollenspiele, sondern sollen manchen schüchternen und gehemmten Personen tatsächlich ermöglichen, offen über ihre „schmutzigen“ Sehnsüchte zu sprechen. Man könnte diese Situation durchaus mit einer Beichte vergleichen.

Aus den vielen Erfahrungsberichten zum Thema konnte ich folgendes Entnehmen:

1. Befragt wird stets zu „peinlichen“ Verhaltensweisen und Praktiken.
2. Gib der Betroffene zu, „so etwas“ zu tun, werden die noch peinlicheren Details abgefragt.
3. Wird ungenau geschildert, was geschieht, so werden detaillierte (wirklich detailgetreue) Schilderungen nachgefordert.

Tatsächlich wurden Beichten in ähnlicher Form abgenommen, wie Werner Fuld weiß, der seinerseits den spanischen Jesuiten Thomas Sanchez gelesen hat. Er schuf ...

Ein klassisches Kompendium aller denkbaren Variationen des sexuellen Lebens, das jeden Einzelfall mit höchster Gründlichkeit abhandelte. Der Priester musste die Beichtenden fragen, welche Stellung sie beim Liebesakt einnahmen, wie oft und wie lange sie miteinander schlafen, ob die Frau einen künstlichen Penis benutzte und wie sie sich damit befriedigte, ob ein Paar Oralverkehr pflegte und ob die Frau dabei den Samen schluckte ...“


Eine dominante Frau schrieb vor einiger Zeit über ihre Art, neue Lover zu befragen::

Mein Deal geht so: Ich stelle eine Frage. Du antwortest, und ich akzeptiere nicht, dass du „nein“ sagst. Ich bestehe darauf, dass du mir, gleich, ob deine Antwort „ja“, „nein“ oder möglicherweise“ ist, detailliert Auskunft gibst, was du willst oder nicht willst.

Ich erwarte, dass du ausführlich darlegst,

- Was dich zu der Frage, die ich dir stelle, zu sagen weißt.
- Deine Gefühle, die meine Frage bei dir auslösten.
- Deine Erfahrungen (Falls du welche damit hast).


Während diese Art von Befragung den Anhänger bestimmter Praktiken vorbehalten sein mag, kann eine erotische Beichte auch als aufschlussreiches Spiel bei der Einschätzung anderer erotischer Fantasien eingeschätzt werden.

Das Beispiel ist bewusst „harmlos“ gehalten, zeigt aber, wie das Verfahren abläuft:

„Masturbierst du?“ (Falls „ja“)
„Wie oft masturbiert du?“
„Bist du nackt oder trägst du Klamotten, wenn du es tust?“ („Welche?“)
„Benutzt du dazu deine Hand oder ein Gerät?“ (falls ja: welches)
„Schildere jetzt mal genau, wie du vorgehst.“
„An wen denkst du dabei?“
„Was trägt er/sie?“
„Ist er/sie schon scharf, wenn er/sie in deiner Vorstellung auftaucht?“ (und weiter ...)


Diese Befragung ist jeder Frau und jedem Mann ausgesprochen peinlich – und sie beschäftigt sich vorerst mit der Realität – nicht mit den Fantasien, obgleich diese in den letzten Fragen schon anklingen.

Ob solche spielerischen Verfahren wirklich nützen? In jedem Fall helfen sie, über Themen zu reden, die sonst vielleicht ewig verschwiegen würden.

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