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Willkommen im vorigen Jahrhundert

Gestern las ich, wie ein Redakteur (oder eine Redakteurin) das vorige und vorvorige Jahrhundert in unser Jahrhundert transportieren wollte. Erst beabsichtigte ich (ja, wirklich) mehr dazu schreiben. Doch was davon übrig blieb, war ein Faktencheck:

Geredet wurde von einer „sich selbst erfüllenden Prophezeiung“. Gemeint war unverbesserlicher Pessimismus bei der Partnersuche. Später heißt es allerdings, das sei nicht gut, denn: „Pessimisten küsst man nicht gerne“. Gefolgt wird dies von einer erneuten Behauptung, man gerate häufig in negative kybernetische Spiralen hinein: „Je mehr Trennungen erlebt werden, umso mehr Vermeidungsstrategien probiert man aus.“ Da merke ich mal an: Wenn das so ist, dann sollte man sein Oberstübchen durchchecken lassen, bevor es zu spät ist.

Dann folgt: Die Liebesheirat hat „in der Geschichte der Menschheit keine Tradition“. Wie schön, wenn man sich in der „Geschichte der Menschheit“ auskennt – aber seit etwa 100 Jahren ist sie der Standard in der westlichen Welt.

Schließlich holt man die „serielle Monogamie“ aus der Mottenkiste – eine Soziologen-Frechheit aus den 1970ern, hier als häufige „Übergangswahl bis zum Nächsten“, bezeichnet.

Am Ende haben wir dann die Lösung. Habe ich die nicht schon mal irgendwo gelesen? Hier im Wortlaut:

Man sollte … die Gelegenheiten nutzen, um mit anderen Menschen in Kontakt zu treten – dann wird man nicht suchen, sondern gefunden.

Was ich dazu sage? Ich habe es schon mal gehört: Von alten Tanten aus dem vorigen Jahrhundert – oder waren sie gar aus dem vorvorigen?

Wie auch immer: Viel Glück und Spaß beim „aufgefunden werden“.

Zitatenquelle: MoPo

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