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Sex-Dating – Trend oder Unsinn?

Illusionen für lüsterne Männer oder Realitäten?
Klar – derzeit ist die Furcht vor der Pandemie größer als die Angst vor STDs oder emotionalen wie auch sozialen Schädigungen durch Sex-Dating.

Doch es gibt eine Zeit danach – und mit ihr beschäftigen wir uns heute.

Ist Sex-Dating wirklich so ehrlich?

Sich ausschließlich für Sex zu verabreden halten einige Menschen für „besonders ehrlich“, und komischerweise ist dies in konservativen Kreisen verbreiterter als bei Menschen mit liberaler Auflassung. Den Grund fand ich in einem Buch, aus dem ich hier nur sinngemäß zitieren kann:

Es ist in Ordnung, wenn Männer ausschließlich Sex wollen, aber dann sollen sie es auch sagen.

Klar – diese Dame würde niemals mit einem Mann ausgehen, der ausschließlich am Sex mit ihr interessiert wäre. Doch die Mehrheit der Menschen geht Verabredungen anders ein: Mal angucken, und dann entscheiden, ob der „jemand“ „Heiratsmaterial“ ist oder nur für einen Körperkontakt taugt – oder für gar nichts. Dies „hybride“ Dating war über Jahrzehnte äußerst beliebt und hatte sich bestens bewährt, weil es viele Bedürfnisse erfüllte: Frau und Mann konnten noch während der Verabredung entscheiden, was ihnen derzeit näherlag: der Tisch oder das Bett -oder auch nichts dergleichen.

Gegenwärtig heißt das Thema für den schnellen Sex „Casual Dating“ oder „Sex-Dating“, und die Bandbereite reicht von bezahltem Sofortsex bis zur lustvollen Hingabe aus Begierde.

Die Werbung und die Wahrheit

Ich als gerade eine Art Werbetext, der so lautete:

Die Idee, dass man einfach jemandem eine Nachricht senden und am selben Tag Sex mit ihm haben kann, klingt vielleicht etwas zu gut, um wahr zu sein, aber einige Leute haben bereits entdeckt, dass es tatsächlich funktionieren kann.

Die „Leute, die es bereits entdeckt haben“ sind allerdings oftmals enttäuscht, denn wer nicht genau weiß, wen er sucht, wofür er denjenigen sucht und welche Art Mensch sich hinter den Portalen verbirgt, die ausdrücklich „Sex-Dating“ anbieten, der sollte besser die Finger davonlassen.

Illusionen, Escorts, Trickser und Betrüger

Denn soviel ist sicher: Männer sind nahezu immer bereit, kosten- und barrierefreien Sex mit einer Frau zu vollziehen – und das öffnete den kleinen Tricksern (m, f, d) und den großen Betrügern (auch m, f, d) Tür und Tor. Die Profile, ob männlich, weiblich oder divers können von Sexsuchenden, Escorts oder Animateuren angelegt worden sein – was letztlich bedeutet, dass niemand genau weiß, wem er (oder gar sie) Informationen austauscht, flirtet oder chattet. Manche Portale benutzen sogar inzwischen „Roboter“ (Bots) um eine Kommunikation vorzutäuschen. Ziel ist in jedem Fall, lüsterne Männer und (seltener) sexsuchende Frauen „bei der Stange“ zu halten – man wills schließlich Geld mit den Portalen machen.

Das ganze normale Treffen ist ergebnisoffen

Die Kernfrage an Singles wäre: Was spräche eigentlich dagegen, die Entscheidung, ob die Begegnung einen ONS, eine Affäre oder eine Beziehung ergeben könnte, auf das Treffen zu verlegen? Und warum sollte es euch eigentlich „peinlich“ sein, so zu handeln?

Eine junge, gepflegte Frau, die ich befragen durfte, sagte mir überaus deutlich, dass sie sich grundsätzlich zu einem dreigängigen Menü einladen lassen würde. Schnell-Check bei der Vorspeise, Vertiefen beim Hauptmenü, und Entscheidung über den Fortgang des Abends während des Desserts.

Auf diese Art dürfte die Frage der „Peinlichkeit“ solcher Entscheidungen vom Tisch sein, nicht wahr? Und wahrscheinlich habt ihr es gemerkt: Dazu ist kein Sex-Date nötig.

Falls ihr doch ein Sex-Date plant: Auch dabei kommt es auf Sympathie an – die Versprechung, dass der Slip bereits an der Türschwelle zur Seite geschoben wird, gehört in das Reich der schmutzigen Fantasie. Sinnlichkeit ist auch bei potentiellen Sex-Dates angebracht – und eine gründliche Vorbereitung schadet auf gar keinen Fall.

Bild: Modell, ca. 1970er Jahre, Anonym.

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