Skip to content
  Werbung

Untreue während der Pandemie?

Im falschen Bett erwischt?
Untreue wird selten aufgedeckt. Männer betrieben sie verdeckt, und hegen stets eine latente Angst, ihre Affären könnten auffliegen. Frauen gehen damit wesentlich lockerer um. Mir ist kaum eine Frau bekannt, die sagt: „Oh ja, ich wollte unbedingt mal spüren, wie es ist, mit einem anderen Mann zu vögeln“, sondern sie sagen: „Ach, im Grunde weiß ich gar nicht, wie ich da hineinschlittern konnte.“

War der Geist willens, treu zu bleiben, aber ach, das Fleisch köchelte schon im Liebesrausch? Ich sag’s mal so: Der Wille, sich gegen die aufkommende Begierde zu wehren, war offenbar schwach, und der Geist war gar nicht erst beteiligt. Wer schaltet schon das Gehirn ein, wenn sich die Gelegenheit ergibt, sich mal so richtig „gehen zu lassen“?

Ein Schweizer Eheberater erlebt gerade, dass viele Paare jetzt - also im „Lockdown“ – feststellen, dass ihr Partner/ihre Partnerin untreu war. Zitat:

In manchen engen vier Wänden detonieren Zeitbomben. Es kommt raus, dass einer von beiden untreu geworden war. In den letzten Monaten oder Jahren.

Dabei seien die „Treulosen“ auf keinen Fall einfach plötzlich geständig – eher schon flöge ihr Tun auf. Das Szenario dazu wird nicht näher beschreiben, aber wenn jemand eine aushäusige Beziehung pflegt, dann ist er jetzt über Monate daran gehindert, sie körperlich zu pflegen. Und also wird er öfter einen stillen Ort aufsuchen, um mit ihr oder ihm zu telefonieren – und das Verschwinden wird natürlich bemerkt. Und obgleich Handys heute auf Fingerabdrücke oder Gesichtserkennung programmiert sind, gibt es immer wieder Wege, doch an die Daten heranzukommen. Oft ist es ja ein preiswertes „Zweithandy“, über die diese Intimitäten abgewickelt werden – findet es der Partner, ergibt sich stets ein Verdacht.

Es scheint, als würden die „kleinen Fluchten“, die es ja in vielen Beziehungen gibt, plötzlich zu gefährlichen Tretminen. Und die Eifersucht ist bekanntlich eine ebenso heftige Emotion wie die Wollust.

Der Artikel hat uns dazu angeregt, einmal zu fragen: Ist wirklich „Shutdown“ mit der/dem Geliebten, weil gerade Krise ist? Und gibt es wirklich keine Seitensprünge während der Krise? Es gibt doch noch Kolleginnen und Kollegen? Oder gibt’s gerade keinen Alkohol mehr? Er wird doch immer als Ausrede genutzt, wenn jemand angeblich „gar nicht mehr weiß, warum sie/er einen ONS hatte.“

Antworten? Ich bin gespannt.

Bild: Vermutlich eine Buchillustration - Künstler unbekannt.

Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Noch keine Kommentare

Kommentar schreiben

Umschließende Sterne heben ein Wort hervor (*wort*), per _wort_ kann ein Wort unterstrichen werden.
Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Formular-Optionen