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Rollenspiele: muss man wissen, wie viel man „aushält“?

Pfahlstehen als Touristenattraktion und Wettbewerb
Unter Säugetieren wird der Rang gelegentlich dadurch festgelegt, ob das einzelne Exemplar einem Kampf standhält oder davor flüchtet. Wer zäh ist, also „viel aushält“ oder etwas besonders „lange aushält“, hat als Säugetier meist Vorteile. Menschen nennen so etwas Leistungssport, wenn sie gegeneinander, aber nicht miteinander kämpfen.

Das alles ist den wenigen Gar-nicht-Sportlern unter uns suspekt: Warum sollten wir uns einer Situation aussetzen, die den Körper bis kurz vor dem Zusammenbruch beansprucht?

Falls du eine Antwort darauf weißt, behalte sie gut. Sie wird dir nützen, wenn von einvernehmlicher erotischer Folter die Rede ist. Oder nur von dem Stolz, wie viele Schläge jemand aushält, oder wie lange sie oder er „in der Ecke stehen“ kann.

Kein Wettbewerb - oder doch?
Das alles muss niemand tun – doch die Frage ist: Warum tut er es dann? Wir hörten, es sei eine tolle Selbsterfahrung. Oder ein Beweis dafür, wie viel man für die Herrin oder den Meister aushalten würde.

Nein - wir reden hier nicht vom Lustgewinn durch Unterwerfung. Jede und jeder mag selbst ermessen, wie viel Lust ihr oder ihm solche Rollenspiele bringen. Wir reden von körperlicher Beanspruchung bis zum Zusammenbruch.

Ach – hattest du da noch diese Argumente vom Sport parat?

Ja, ich habe Menschen auf Pfählen stehen sehen, weil sie den Rekord im Pfahlstehen brechen wollten. Und tatsächlich soll es einen Rekord im „Eckenstehen“ geben, oder vielmehr, wie lange jemand aufrecht stehen kann, ohne eine Mine zu verziehen. Und ohne zu pinkeln.

Mal ehrlich: Müsst ihr wirklich wissen, wie viel ihr „aushaltet“, bis ihr zusammenbrecht?

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