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Die Causa DFG – Kritik an den Wissenschaften unerwünscht?

Nachdenken ist jedem gestattet
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) zofft sich gegenwärtig mit Dieter Nuhr, der für sie nicht als Kabarettist, sondern als Bürger ein bestelltes Statement abgegeben hat – sozusagen eine kritische Laudatio.

Offensichtlich auf Druck einiger Kommentatoren wurde der Beitrag gelöscht. Nuhr hatte offenkundig nicht gesagt, was die Kommentatoren gerne lesen würden, obgleich alles, was er gesagt hat, sinnvoll und hilfreich ist, um Wissenschaft zu verstehen.

In meinem Leben als kritischem Journalisten, der sich auch gerne mit Wissenschaftlern zofft, weiß ich, wie empfindlich manche der sogeannten Fachleute sind. Die Aussage „was wollen sie Laienwürstchen eigentlich hier?“ stammt zwar noch aus den 1980er-Jahren, aber die latente Arroganz kam auch später in einigen Kommentaren zum Ausdruck, als ich zu bloggen begann.

Wissenschaft muss sich der Kritik stellen - sie ist keine Religion

Und deshalb die klare Ansage: Journalisten haben das Recht und die Pflicht, Wissenschaftler kritisch zu hinterfragen, und sie sollten dies viel häufiger tun. Es geht dabei nicht um einen Konflikt zwischen der reinen Wahrheit und einigen versponnenen Leugnern – sondern darum, angebliche Wahrheiten in einem neuen Licht zu betrachten, in dem sie kläglich verblassen oder aufs Neue zu leuchten beginnen.

Dies sind meine Worte an die Wissenschaft: Wir als Bürger und Journalisten sind keine Gläubigen, die den Worten lauschen, die von der Kanzel gepredigt werden und hinter denen wir ewige Wahrheiten vermuten müssen. Wir haben Vergleiche. Wir haben die Möglichkeit der logischen Überprüfung. Und wir haben ein Leben, in dem wir gleichfalls Erkenntnisse sammeln konnten. Wir glauben nicht an euch – wir denken parallel zu dem, was ihr denkt. Wir können irren, so wie ihr auch irren könnt.

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