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Warum fantasieren wir eigentlich über Erotik und Sex?

Die Fantasie zeigt mehr als das Alltagsgesicht
Warum fanatisieren wir eigentlich über Erotik und Sex? Hast du dir diese Frage schon einmal gestellt? Und hast du dich gefürchtet, weil du dachtest, damit allein zu sein? Wir haben für dich aus zuverlässigen Quellen recherchiert. Dies ist unser Ergebnis.

Zunächst fantasieren wir, weil wir es können. Das heißt, wir haben die Fähigkeit, uns etwas vorzustellen, was wir voraussichtlich nicht tun werden. Aber wir stellen uns vor, wie wir uns fühlen würden, wenn ...

Die Welt der Fantasie - wohlig kribbelnd - die Realität - kalt und angstvoll

Denken mag „Probehandeln“ sein, Fantasien sind es nur sehr selten. Ich will euch ein Beispiel dafür nennen:

Stell dir vor, du wirst aufgefordert, dich spontan auf einer Party unter Fremden bis auf den Slip ausziehen. Alle anderen Teilnehmer(innen) sind vollständig bekleidet, sodass aller Augen auf dir ruhen ... eine dir unbekannte Frau kommt herein und sammelt all deine Kleidungsstücke auf. Du fragst noch, wohin sie die Kleidung bringt, hoffend, dass du sie später wiederfinden könntest, „Wo bitte bringen Sie meine Kleider hin?“ Die Antwort ist: „Die kommen in den Altkleidercontainer. Taugt doch nichts, das Gelumpe.“

Diese relativ harmlose Fantasie klingt in der Theorie ganz hübsch und sehr erregend, aber in der Praxis wäre sie ein Horrortrip. Oder hast du eine Ahnung, wie du ohne Kleidung wieder nach Hause gehen kannst?

Erregende erotische Träume - mögliche Gründe dafür

Die meisten Fantasien bleiben aber deshalb unerfüllt, weil sie viel zu hoch über den persönlichen Toleranzen aufgehängt werden. Möglicherweise sind sie gerade deshalb besonders erregend.

Psychologen nennen mehrere Gründe (1), warum Menschen „so etwas“ tun, nämlich weil ...

1. Es dich stärker erregt als der Gedanke an gewöhnlichen Sex.
2. Du erforschen willst, wie du dich fühlen würdest, wenn ...
3. Du Bedürfnisse hast, die sich wahrscheinlich nicht erfüllen lassen.
4. Du ein Tabu brechen möchtest, du dich real aber nicht traust.
5. Du dir durch Konfrontation die Angst oder den Ekel nehmen willst.
6. Deine sexuelle Realität öde ist.
7. Du tatsächlich eine Begegnung planst oder für wahrscheinlich hältst, auf die du dich gedanklich vorbereiten möchtest.


Sich fürchten und ich dennoch danach sehnen

Die meisten dieser Gedanken betreffen Situationen, die du zugleich fürchtest und herbeisehnst. Einige davon sind so „krass“, dass du sie kaum jemandem erzählen wirst - deinem Partner oder der Partnerin nicht, und einem Fremden schon gar nicht. Es gibt jedoch eine Studie, die uns eindeutig sagt: Solche Fantasien sind übliche wie Gänseblümchen.

Die helle und dunkle Welt der erotischen Fantasien

Ich führe hier „die üblichen Verdächtigen auf“, die entweder von mehr als 50 Prozent der Befragten (2) erwähnt wurden oder die in anderen Erhebungen höher bewertet wurden. Sie wurden hier wegen der besseren Übersicht in Gruppen zusammengefasst.

- Alle Arten von Sex in Verbindung mit Romantik (bis zu 90 Prozent).
- Ebenso, jedoch in Verbindung mit Abenteuer oder Gefahr (gegen 80 Prozent).
- Oral und/oder Handverkehr (gegen 70 - 90 Prozent)
- Gruppenaktivitäten (vom Dreier bis zur Orgie - ca. 45 - 85 Prozent).
- Domination, Fesselungen und Züchtigungen (ca. 40 - 65 Prozent).
- Jemandem beim Sex zusehen (ca. 30 - 80 Prozent).
- Fetische aller Art (25 - 60 Prozent, Anmerkung 3).
- Gleichgeschlechtliche Aktivitäten (20 - 42 Prozent).

Warum die Tagträume nicht umgesetzt werden

Menschen, die versuchen, ihre Träume in Realitäten zu wandeln, sind nicht zu beneiden. Die Realität ist wesentlich kälter, komplizierter und oft enttäuschender als die Fantasie. Das mag merkwürdig klingen, weil einige der Aktivitäten als „harmlos“ angesehen werden könnten. Um dies zu verstehen, kannst du dir wieder vergegenwärtigen, dass erotische Träume von der Lust an der Überwindung eigener Schranken getrieben werden, zugleich aber auch die Furcht davor widerspiegeln. Die „kleinen Fluchten“ liegen meist in Rollenspielen in einem abgesicherten Umfeld. Diese Möglichkeit wird allgemein nicht als "Realität" bezeichnet.

Hinweis an unsere Leser

Zu dem Zahlen ist eine generelle Anmerkung erforderlich: Es handelt sich überwiegend um Tagträume oder Masturbationsfantasien. Bei der Zusammenfassung habe ich mehrere ähnliche Themen „gebündelt“. Mehrfachnennungen waren möglich. Die Übersetzung erfolgte sinngemäß, nicht wörtlich.

(1) Nach Healthline
(2) Kanadische Studie, dürfte auch anderwärts Gültigkeit haben. What Exactly Is an Unusual Sexual Fantasy?
Christian C. Joyal, PhD, Amélie Cossette, BSc, and Vanessa Lapierre, BSc, Department of Psychology, Université du Québec à Trois-Rivières, Trois-Rivières, Québec, Canada; Philippe-Pinel, Institute of Montreal, Montreal, Québec, Canada.
(3) Fetische sind keine eindeutige Bezeichnung. Sie können mit der Liebe zu Körperteilen (Füße, Brüste), Tätigkeiten, Materialien oder Gegenständen zusammenhängen.
(4) Die geringe Zahl wird oft bezweifelt, soweit sie Frauen betrifft.
(5) Mehr Informationen auch in Psychology Today

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