Skip to content
  Werbung

Das christliche Elternhaus und die sexuelle Abweichungen

Humoristische Betrachtung - der Teufel beherrscht über die Lüste
Noch heute glauben manche religiösen Fanatiker, der Teufel persönlich habe jene befallen, die ihre Sexualität auch in den zahlreichen (legalen) Abweichungen ausleben wollen. Züchtigungen als solche waren und sind für viele Katholiken und Evangelikale durchaus hinnehmbar. Sobald dabei aber eine sexuelle Lust entsteht, muss wohl Luzifer persönlich beteiligt sein.

Auch wenn keine Schläge appliziert werden, haben solche Familien ein Rezept, das unweigerlich zu Konflikten führt. Sie legen einfach eine Konzeption vor, nachdem einige Handlungen „sündig“ sind. Wer die Sünden dennoch plant oder begeht, versündigt sich und muss mit seiner Schuld leben. „Schuld bleibt Schuld“ heißt es bei vielen Evangelikalen – Katholiken haben da einen anderen Weg: sie „dürfen“ ihre Sünden beichten. Im Grunde ist auch dies entwürdigend, wenngleich manche Katholiken behaupten, es verschaffe ihnen Erleichterung.

Eine Frau, die ein streng religiöses Elternhaus durchlebt hat, schreibt (stark gekürzt):

Ich habe mich wegen einiger Gedanken und Taten schuldig gefühlt, weil sie im Elternhaus als „sündig“ eingestuft wurden, oder nicht dem entsprachen, was „was Gott von mir erwarte.“ Ich bin nicht der Meinung, dass die Bibel oder eine Interpretation derselben die eigenartigen Triebe stoppen kann, und wahrscheinlich werden es die Menschen dennoch versuchen. Es kann eine schwierige emotionale Last sein, wenn jemand sagt, dass sexuelle Triebe sündig sind, vor allem, wenn man in einer Umgebung aufwächst, aus der man nicht ausbrechen kann.

Das Zitat (1) gibt auch Aufschluss darüber, warum manche Menschen erst im Erwachsenenalter beginnen, zu ihren (meist absolut harmlosen) erotischen, sexuellen oder anderen sinnlichen Bedürfnissen zu stehen.

Psychologisch gesehen schwanken die Ansichten darüber, wann und wie die Lüste entstehen, die über das hinausgehen, was Adam und Eva taten. Manche behaupten, sei seien eine Folge früher Kindheitserlebnisse, andere behaupten, sie würden aufgrund von Erlebnissen während der Pubertät. Woher aber die plötzliche Lust an Rollenspielen mit der „Disziplin“ im reifen Erwachsenenalter rührt, ist weitgehend ungeklärt und nach wie vor Gegenstand von Spekulationen.

(1) Das Zitat wurde an die Sprache angepasst, die in diesem Blog verwendet wird und es ist daher nicht nachverfolgbar.
Illustration nach einem Werk von Jules-Georges Anquetil, 1925

Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Noch keine Kommentare

Kommentar schreiben

Umschließende Sterne heben ein Wort hervor (*wort*), per _wort_ kann ein Wort unterstrichen werden.
Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Formular-Optionen