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Eine gehorsame Sekretärin spielen?

Zeichnung einer Sekretärin in Dessous aus dem frühen 20. Jahrhundert
Seit erscheinen des Films „Secretary“, den eher Frauen als Männer sehnsüchtig schmachtend in dunklen Novembernächten ansehen, ist das Spiel mit den überkommen Rollenverhalten durchaus populär. Und wie das Leben so spielt: Je mehr es „völlig undenkbar“ ist, dass sich Sekretärin und Chef körperlich näher kommen, umso beliebter wird das Spiel mit den frivolen Geschlechterrollen.

Eine „richtige“ Sekretärin, heute Geschäftsleitungsassistentin genannt, ist eine Vertrauensperson in der Chefetage, von der erwartet wird, dass sie immer positiv denkt und stets ihre Contenance wahrt. Dies drückt sich in der Regel auch darin aus, dass sie gehobene Formalkleidung trägt.

Das Spiel mit dem Wandel

Genau dies wird zur Grundlage der vielen erotischen Spiele zwischen dem vermeintlichen „Chef“ und der Sekretärin, „die aus der Rolle fällt.“ Die unnahbare Sekretärin wandelt sich nun zur sinnlichen, verletzlichen Frau. Indem sie Rock und Blazer ablegt, verliert sie auch ihre Haltung und sie offenbart ihre Schwächen.

Ich habe gerade von jemandem gelesen, der gerade in diese Rolle geschlüpft ist, und sie schreibt:

Und mein Wunsch, zwar auf verschiedene Art entblößt, aber nicht nackt zu sein, ergänzte aufs passendste seine Vorstellung der Chefsekretärin, die folglich unter der Bürokleidung allerlei Kombinationen von einengenden und gleichzeitig verschwenderischen Dessous trug – von hautfarbener Miederwäsche und Unterkleidern mit dünnen Trägern bis zu spitzenbesetzten Höschen ...“

Das Spiel und der Vorwurf des Sexismus

Wem das als „sexistisch“ gilt, der sei daran erinnert, dass es sich dabei um den „Tabubruch im Spiel“ handelt. Er basiert darauf, dass jemand oder etwas absolut „tabu“ ist, weil es das soziale Selbstverständnis stört. Überall, wo Frau und Mann zusammenkommen, werden solche verborgenen Gelüste wach, die wegen verschiedener Tabus und anderer gesellschaftlicher Vereinbarungen unterdrückt werden. Wir kennen viele andere Rollenspiel dieser Art: Ärztin und Patient, Professorin und Student, strenge Gouvernante und Zögling. Und ebenso denkbar ist, dass die Sekretärin eine Schwäche des Chefs ausmacht, um ihn über seinen „wunden Punkt“ zu dominieren. Was den Menschen in der Realität versagt bleibt, versuchen sie in der Fantasie, in der Literatur oder im Spiel zu durchleben. Dies beinhaltet durchaus, dass Frauen Männer dominieren wie auch, dass der/die sozial Schwächere die/den sozial stärken dominiert.

Die "Züchtigung" als sinnliches Element

Die „Züchtigung“ ist nach wie vor eines der „tragenden Elemente“ sinnlicher Fantasien - erstaunlicherweise vor allem bei Menschen, die keinerlei Jugenderfahrungen damit hatten. Und je mehr darüber veröffentlicht wird, umso mehr steigt offenbar die Lust, die drei Zustände zu erleben, die das lustvolle Abenteuer bestimmen.

Er wird fast immer als dreiteilige Erfahrung beschrieben:

Vorbereitung

Die Vorbereitung kann im Ausziehen und in der Position liegen, die du einnehmen willst. Dann kommt der Moment, in dem gar nichts passiert, der die aber Gelegenheit gibt, dich innerlich vorzubereiten. Du realisierst jetzt, auf was du dich eingelassen hast – aber wird es wirklich so sein, wie du es dir erträumst? Als Zitat:

Wenn man den ersten Schmerz erwartet, ihn befürchtet und gleichzeitig herbeisehnt.


Der Hauptteil und das „Allegro Furioso“

Der zweite Teil hat viele Facetten, in jedem Fall aber ein „Allegro Furioso“, in dem es nicht mehr um die einzelnen Schläge geht, sondern um (Zitat).

Den Schwebezustand aus Fantasie und Realität, Unterwerfung und Schmerz.

Sinnliche Lust, sinnlicher Frust danach

Der dritte Teil besteht in der Rückkehr in die Realität, manchmal mit zärtlicher Nachsorge, dann wieder mit dem „auf sich gestellt“ sein. Und später natürlich mit den „Farben und Mustern auf dem Po“ die das Erlebnis noch etwas verlängern.

Anderer Auffassung, andere Erfahrungen? Sann bitte kommentieren ...

Hinweise:

Die Zitate und ein Teil der Schilderungen entnahmen wir aus dem Blog von Fatima Xberg, den Rest aus verschiedenen anderen Quellen.
Bild: Zeichnung von Louis Malteste (1862–1928) - Ausschnitt.

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