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Ethisch korrektes Masturbieren?

Ethisch korrekte Ekstase solo?
Irgendwann musset es ja mal jemand schreiben: „Wie man ohne schmutzige Gedanken masturbiert (1).“

Das wäre mal was Neues. Vorher ein Schaumbad? Ein Glas Sekt? „Smoke gets in your Eyes” (für die Älteren unter euch) oder der Bolero von Ravel?

Na also, die Autorin, von der ich dies las, stimmt uns erst einmal auf die Position ein:

Ich schreibe auf meinem Laptop, der sich oberhalb der Bettdecke über meinen Beinen befindet. Meine Masturbationsposition ist so ziemlich die gleiche wie meine Schreibposition, abzüglich des Laptops.

Ich hoffe, das übersteigt eure Vorstellungskraft nicht. Doch wie war das, müssen die Fingerchen nicht unter die Bettdecke?

Frauen nutzen die Finger, Männer benutzen den Körper

Wir lesen, dass wir alle Greenhorns sind, also noch feucht hinter den Ohren (schönes Bild, nicht wahr?). Denn wir haben nie „recherchiert“, wie man „DAS“ macht. Frauen, so lesen wie, müssen mal überlegen, welchen Finger sie nehmen. Und Männer müssen sich fragen, wie sie mit den „Bällen“ aka Hodensäcken umgehen, oder mit der Vorhaut oder gar mit … der rektalen Öffnung. Ich denke, ihr erkennt den Unterschied: Frauen sollen an die Werkzeuge denken, Männer an das Gewerk.

Doch zu viele Anweisungen darf es nicht geben: Das wäre unethisch. Und wir erfahren auch, dass „du es selbst erkunden musst.“ Das hätten wir nie für möglich gehalten, oder?

Ei, und was ist nun ethisch korrektes Masturbieren?

Das ethisch korrekte Masturbieren

Die Autorin widmet dem ein ganzes Kapitel. Darin steht eigentlich, was Menschen (hier hauptsächlich Frauen) so tun, wenn sie es tun: alles ausprobieren, was manuell und mechanisch im Bereich der Möglichkeiten liegt. Aber: Das ist eben die Masturbation mithilfe schmutziger Gedanken oder der Porno-Modus. Und was hilft? Atemübungen, eine Art Meditation per Masturbation mit dem erstaunlichen Effekt, dass

Die Luft in meinem Nasenloch kühler ist als die Luft, die herauskommt.

Um die lange Schilderung kurz zu machen: Am Ende steht der Orgasmus deines Lebens -und wer will schon weniger als das?

Nun gut – wir glauben gerne, dass es Möglichkeiten gibt, Orgasmen zu intensivieren, zu verlängern oder häufig zu wiederholen. Und wir haben durchaus erkannt, dass es Menschen gibt, die wochenlang daran arbeiten, jede Faser ihres Körpers einzeln zu spüren – nicht nur beim Sex.

Wie wurde in der Steinzeit masturbiert?

Hatte die Autorin nicht ganz zu Anfang gefragt, wie denn die Steinzeitmenschen (Pardon: Sie nannte andere Vorfahren) masturbiert hätten?

Ich zitiere da mal:

Wie haben unsere Vorfahren in der Vergangenheit masturbiert? Vor der Erfindung der Technik und sogar der Worte?

Ja, wie haben sie das nur gemacht? Vermutlich haben sie sich berührt, erkannt, dass sie dabei Lust empfanden und dann so lange weiter experimentiert, bevor sie den besten Orgasmus ihres Lebens hatten. Und nein, sie haben anderen nicht „beim Baden“ in völliger Nacktheit zugesehen. Denn Menschen können erstaunlicherweise ihre Fantasie einsetzen, um sich etwas vorzustellen, was sie niemals erlebt haben. Und größtenteils auch nicht „wirklich“ erleben wollen.

(1) Alle Zitate: Medium (Midori P. Yeung).
Vom Gegenteil überzeugt ist "Mashable".

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