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Was unterscheidet eigentlich Frauen wirklich von Männern?

Dieser Artikel ist nicht streng wissenschaftlich fundiert. Die Zitate der Wissenschaftler stammen aus dem Jahr 2003, was euch - je nach Gendurstdatum - nah oder weit entfernt vorkommen mag. Heute würde man bereits manches anders sehen ...
Wie Mann und Frau sich unterscheiden - und wie eher nicht

Das meiste, was wir für „typisch männlich“ oder auch „typisch weibliche“ Eigenschaften halten, sind Zuweisungen. Traditionell weisen dabei Gruppen eines Geschlechts dem anderen Geschlecht bestimmte Eigenschaften zu. Frauen sa-gen „Männer sind so“ und Männern wird gesagt „Wer so ist, der ist ein (richtiger) Mann.“ Umgekehrt verhält sich das genauso.

Wissenschaftler nehmen überwiegend vier Aspekte der Sexualität auf, um sie zu untersuchen. Die Frage lautet: Werden die darin enthaltenen Vorurteile bestätigt oder nicht?

1. Männer zeigen ein viel ausgeprägteres sexuelles Verlangen als Frauen.
2. Männer bevorzugen erregende, oberflächliche Beziehungen - Frauen hinge-gen wünschen sich tiefgehende, romantische Beziehungen.
3. Männer sind wesentlich aggressiver als Frauen, wenn es um die Durchsetzung ihrer sexuellen Ziele geht.
4. Die Sexualität der Frauen ist formbarer und flexibler als die der Männer.

Obgleich viele von euch, gleich ob Frau oder Mann, dem zustimmen würden, ist es doch eher eine Sammlung von Urteilen und Vorurteilen aus dem „Mainstream“. Gleichwohl gibt es durchaus Argumente aus Natur- und Geisteswissenschaften, die dies belegen sollen.

Das ausgeprägte Verlangen des Mannes

Das „ausgeprägte“ sexuelle Verlangen des Manns ist naturgegeben - es ist aber ein Element, mit der die meisten Männer umgehen können. Das heißt, Männer sind nicht immer und überall ausschließlich auf sexuelle vergnügen aus. Fragen wir uns, wie ausgeprägt das sexuelle verlangen von Frauen ist, so finden wir zwei Antworten. Die eine ist, dass moderne Frauen ihre „Liebesbereitschaft“ (Geilheit) innerhalb kürzester Zeit erzeugen können, die andere wäre, dass sie abhängig vom Zyklus ist. Die dritte Variante „Frauen haben im Grund keinerlei sexuelles Verlangen“ wurde noch im 19. Jahrhundert behauptet – heute sagt das niemand mehr. Wie auch immer: Ist das Verlangen da, bestehen viele Frauen darauf, dass es auch gestillt wird. Zum Vergleich: Hätte eine Frau vor 100 Jahren gesagt, sie sein „notgeil“, so hätte man sie geächtet oder sie möglicherweise psychiatrisch behandelt.

Suchen Männer „oberflächliche“ Beziehungen?

Als bloße Behauptung mag gelten, dass Männer oberflächliche Beziehungen suchen. Außerordentlich viele Männer beklagen sich heute bereits, dass „moderne“ Frauen keine dauerhaften Beziehungen eingehen wollen oder Kriterien dafür anlegen, die nur schwer erfüllbar sind. Auch wenn einzelne Wissenschaftler darüber anderer Meinung sind, zum Beispiel hier (Zitat):

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Sexualität von Frauen in engem Zusammenhang mit einer engen Beziehung steht. Für Frauen ist das wichtigste Ziel des Sex Intimität, der beste Kontext für lustvollen Sex ist eine engagierte Beziehung. Dies gilt nicht für Männer.
Obgleich auch diese Behauptung aus der Forschung plausibel erscheint, würden sie heutige Männer nicht mehr vollumfänglich bestätigen, und wir hörten auch schon von mancher Frau, dass sie die notwendige „Intimität“ fallweise erzeugen kann. Zudem erschient mir eine weitere Behauptung als „aus der Luft gegriffen“ (erneutes Zitat):

Es (ist) eher wahrscheinlich, dass die sexuellen Fantasien von Frauen als die von Männern einen vertrauten Partner einbeziehen und Zuneigung und Engagement einschließen. Im Gegensatz dazu sind Männerfantasien eher an Frem-den, anonymen Partnern oder Mehrfachpartnern beteiligt ...“

Um es klar zu sagen: Es besteht zweifellos ein Unterschied zwischen Frauenfantasien und Männerfantasien, aber gleichwohl treffen sie sich in vielen Aspekten, wenn man Abenteuer oder ungewöhnliche Praktiken betrachtet.
Sind Männer aggressiv bei der „Anmache“?

Sind Männer aggressiver, wenn es um die Durchsetzung sexueller Ziele geht? Zunächst haben manche Frauen tatsächlich solche Erfahrungen machen müssen. Bedeutet dies nun aber, dass die Mehrheit der Männer „aggressiv“ oder gar „gnadenlos“ sexuelle Ziele verfolgt? Sehr wahrscheinlich ist es nicht, denn die wenigen Männer, die tatsächlich „so“ sind, fallen schnell auf. Und unter heutigen Bedingungen wird selbst „aggressives Flirtverhalten“ (PUA-Methoden) geächtet - und dies völlig zu Recht.

Das verbal-aggressive oder „übergriffige“ Verhalten von Männern wird hauptsächlich in feministisch orientierten Studien untersucht. Dabei ist allerdings zu bedenken, dass der Begriff der „Gewalt“ in solchen Studien sehr weit gefasst wird. Tatsächlich kommt hier ein neuartiger Gewaltbegriff zum Vorschein: „Wenn ich die Worte eines Mannes als unangenehm empfinde, dann ist dies verbale Gewalt gegen mich.“ Und bevor da jemand zu poltern beginnt: Es gibt verbale Gewalt, und es gibt Nötigung durch Worte. Indessen ist fraglich, ob diese Form der Gewalt „geschlechtsspezifisch“ ist.

Sind Männer eindeutiger in ihrer sexuellen Präferenz?

Wenn Sexualität ausgeübt wird, muss sie nicht zwangsläufig nach der Methode „PiV“ ablaufen. Nachdem dies nahezu jedem Menschen geläufig ist, haben recht viele Frauen und Männer andere Methoden kennengelernt, von „Solo“ mit und ohne „Toys“ über allerlei „Dies-in-Das-Methoden“ bis hin zu gleich-geschlechtlichem Sex. Dabei wäre anzumerken, dass dies nichts mit „sexueller Orientierung“ zu tun hat, sondern mit sexueller Erfüllung. Und hier bemerken wir tatsächlich einen Unterschied zwischen Frauen und Männern: Männer scheuen nach wie vor den „anderen Mann“, während Frauen sich leichter „zur anderen Frau“ hingezogen fühlen. Man kann auch sagen: Frauen sind wahrscheinlich eher heteroflexibel als Männer.

Ausblick

In der Sexualität von Frauen und Männern gibt es biologische Unterschiede. Sie sind leicht feststellbar, sowohl was die Körperformen und den sexuellen Auftrag wie auch, was die Gehirnchemie betrifft.

Welche soziologischen und psychologischen Unterschiede es gibt, ist abhängig von Forschungsauftrag und Zeitgeist und daher recht unzuverlässig.

Die meisten Vermutungen gehen dahin, dass sich Frauen und Männer in ihrem sexuellen Verhalten angleichen werden. Das heißt, Frauen werden aggressiver flirten, mit festen Beziehungen eher warten, aus purer Geilheit aber auch schneller Kontakte suchen und ihre Sexualität unabhängig von Begegnungen mit Männern fortentwickeln. Inwieweit Männern dies gefällt, ist umstritten. Sie werden sich eher an die Entwicklung der Frauen anpassen müssen als sie an-zuführen.

Zitatenquelle: Peplau, ucla edu.
Anmerkung: Der Bedarf an sexueller Romantik ist bei Frauen und Männern in etwa gleich, die Unterschiede bei Sex mit Unbekannten und verschiedenen Gruppenkonstellationen sowie SM-Aktivitäten sind zwischen Frauen und Männerfantasien zwar größer, aber nicht „enorm“.

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