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 Liebeszeitung - eine Zeitung für die Liebe, die Lust und die Leidenschaft

Sexuelle Fantasien – na und?

Was soll's? Na und? Es ist doch gar nicht ungewöhnlich ...
Wenn du meinen Artikel über die Frage „warum sollte ich eigentlich nicht?“ Bei sexuellen Lüsten gelesen hast, dann gebe ich die jetzt etwas über „So what?“ zu denken. Das heißt auf Deutsch ungefähr so viel wie „na und?“

Nimm an, du erzählst einem Freund etwas Peinliches, das du erlebt hast. Er hört dir auch aufmerksam zu, aber am Ende sagt er: „Na und? Das passiert manchen Leuten dauernd. Ist nicht weiter schlimm.“

Warum du bei sexuellen Fantasien manchmal abblitzt

Sobald es allerdings um eine ungewöhnliche Lust geht, eine „schräge“ sinnliche Neigung, eine Form der Sexualität, die du in Familienserien vermutlich nicht zu sehen bekommst, wird alles anders.

Was passiert dann? Dir mag es peinlich sein, überhaupt darüber zu reden. Und du denkst, dass es dem anderen noch peinlicher sein müsste, mit dir darüber zu sprechen.

Das kann sein. Durchaus. Er oder sie könnte aber auch sagen: „Das finde ich interessant – erzähl mir mehr darüber!“

Oder er kann sagen: „na und, war das alles? Das machen doch viele.“

Tatsächlich gibt es alle die Reaktionen.

Doch muss das so sein?

Was es bedeutet, über sexuelle Fantasien zu sprechen

Meist ist es so: Du denkst, dass deine sexuelle Fantasie besonders heftig, ungewöhnlich oder gar eklig ist. Und weil du das denkst, vermutest du, dass all die Menschen, die auf der Erde leben, darauf entsetzt reagieren könnten. Du hast also Angst, sie damit zu belasten.

Doch wie ist es wirklich? Es gibt Personen, in denen gar nichts ausgelöst wird, wenn du über diese absonderlichen Lüste sprichst. Sie hören einfach zu, wie sie es einmal gelernt haben: Sie hören bei deinen Erzählungen einfach zu und vergleichen das, was du empfindest, nicht mit ihrem eigenen Leben.

Das Gegenteil wären diejenigen, denen sich gleich der Magen umdreht, wenn du von beispielsweise von deinem Wunsch berichtest, Zehen zu lecken oder dich schlagen zu lassen.

Und die Dritten? Die sagen: „Na und? Mit wem hast du es schon versucht?“ Das sind diejenigen, die sich entweder unbeeindruckt geben oder die wirklich unbeeindruckt sind.

Intime Geständnisse können beängstigend sein - für alle, die anwesend sind, also für dich wie auch für deine Zuhörer. Selbst, wenn die anderen ähnliche oder noch heftigere Fantasien haben, werden sie dich möglicherweise verachten. Offene Kommunikation, Ehrlichkeit gegenüber sich selbst und mitfühlendes Interesse ist nicht jedem gegeben.

Fünf Tipps für dich beim Sprechen über sexuelle Fantasien

Wenn du mit jemandem über deine ungewöhnlichen Lüste sprichst:

1. Sei sicher, dass er/sie darüber nicht herumquatscht.
2. Sprich so darüber, dass sich dein Gegenüber nicht verletzt fühlt.
3. Du bist, wer du bist und empfindest, wie du empfindest.
4. Niemand hat das Recht, dich dafür zu kritisieren.
5. Wenn du Ablehnung verspürst, schlage das Thema nieder.


Noch eine Befürchtung ...

Gut – es gibt da Unterschiede, zu wem du sprichst. Mit einem langjährigen Partner ist es oft verdammt schwierig, darüber zu reden – mit einem neuen Freund / einer neuen Freundin vor allem dann, wenn er/sie eine absolut „solide“ Beziehung erwartet. Bei engen Beziehungen fragt sich der/die andere ja sofort: „Will er/sie das jetzt mit mir machen?“ Und falls deinem Partner oder deine Partnerin sich dann sofort die kleinen Nackenhaare sträuben – dann bleibt die Fantasie eben Fantasie.

Aber es kann ebenso sein, dass sich dein Partner längst selbst danach sehnt, endlich aus dem alltäglichen Trott herauszukommen. Und dann sind wir wieder beim „Warum eigentlich nicht?“

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