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Herrinnen

Zerrbild der Herrin - und doch eine geheime Vorstellung vieler Männer
Die Herrin ist zwar kein neues Wort, es wurde aber in den letzten Jahrzehnten stark erotisiert, ebenso wie ihr Äquivalent aus dem Lateinischen, die „Domina“ („Dominatrix). Ursprünglich findet man den Begriff nahezu ausschließlich in der ursprünglichen Bedeutung, der „Herrin des Hauses“, also einer Frau, die „das Haus führte“. Manchmal war die Herrin auch eher die „Gebieterin des Herzens“. Außerhalb dieser allgemeinen Bedeutung galt das Wort als Synonym für die „Herrscherin“ oder „Gebieterin“, die eine große Einheit, eventuell gar einen Staat repräsentierte.

Indessen reichte es völlig, Domestiken zu beschäftigen, um als Herrin zu gelten Zitat aus dem Buch „Kochschule und Ratgeber für Familie & Haus“:

I
st das Mädchen intelligent und gutwillig, die Herrin ernst und mild, tüchtig, gebildet, so ist dasselbe bald einigermaßen in die Hausgeschäfte eingeführt und wird in 2-3 Jahren eine tüchtige Kraft, die einer Frau auch in größerem Haushalt treu zur Seite steht und sie auf kürzere Zeit in der Leitung des Hauswesens ersetzen kann.

Zunächst ist die Herrin also die Hausherrin, die Prinzipalin, die „Managerin“ häuslicher Angelegenheiten und sicherlich auch die Hüterin häuslicher Disziplin.

Von der Herrin des Hauses zur Herrscherin über die Emotionen

Vermutlich ist sie auf diese Weise zu ihrer Rolle als „Herrscherin“ über junge Männer und bewusst unterwürfige ältere Gentlemen geworden. Die Erziehung junger Männer durch Frauen bekam einen erotischen Anklang. Ob Erzieherinnen, Lehrerinnen oder Gouvernanten: Der erste Kontakt eines jungen Mannes mit einer voll entwickelten Frau, die keine Blutsverwandte war, geschah meist über eine dieser Personen. Soweit auch Tanten und Cousinen in dieses Bereich fallen, handelte es sich zumeist um „Nenntanten“ oder „weitläufige“ Cousinen. Hier geht es ohnehin nur um die „Unterwerfung“ unter den Herrschaftsanspruch, nicht in erster Linie um die sinnlichen Gunstbezeugungen.

"Sei nett zu den Frauen" als Ursache für die Unterwerfung der Männer?

Tatsächlich scheint es so zu sein, als ob die Lust, sich zu unterwerfen, der gesellschaftlichen Forderung entgegenkommt, „nett zu Frauen zu sein“. Der Weg von der „Nettigkeit“ zur „Abhängigkeit“ ist kurz – je nachdem, wie die „Herrin“ den Weg in die Abhängigkeit ebnet. Über solche Abhängigkeiten in der Jugend, aber auch im Alter gibt es wenige Schilderungen. Meist wird „seriös“ nur darüber berichtet, wenn es dabei zu emotionalen Katastrophen oder sexuellen Handlungen kommt – das ist aber eher die Ausnahme. Üblicher ist, die Abhängigkeit junger Männer oder älterer Galane solange auszunutzen, bis sich ihre Zuneigung erschöpft.

Das falsche Bild - die plakative Domina

Das Bild, das manche von uns von der Herrin oder überhaupt der Frau haben, die über Menschen mental herrschen will, ist selten korrekt. Es ist nicht die Managerin, die ihre Macht durch Manipulation stärkt. Und es sich auch nicht die Dame, die sich für den Beruf der „Domina“ entschieden hat. Es ist vielmehr eine Frau, die erprobt, wie viel Macht und Einfluss sie über einen Mann gewinnen kann, der sich in ihrer Umgebung befindet, ohne dass es auffällt. Es reicht, wenn der Mann „gelehrig und gutwillig“ ist und die Frau „ernst und mild“ daran arbeitet, daraus Vorteile für sich zu gewinnen.

Jeder behält sein Geheimnis für sich

Wie das genau funktioniert? Es gibt Frauen wie auch Männer, die es verraten könnten – aber ich bezweifle sehr, dass sie sich öffnen würden. Ein bisschen peinlich ist es am Ende doch.

Bild: Nach einer japanischen Publikation.
Zitatenquelle: RetroLib

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