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Die Sugar-Baby-Szene – entzaubert

Niemand soll wissen, wie ein Sugar Baby aussieht
Über die Sugar-Baby-Szene oder andere Formen des "bezahlten Dates" wird viel gemunkelt. Die meisten Informationen - und das ist letztlich das Fatale - werden aufgrund von "offiziellen Verlautbarungen" geschrieben oder durch eine Vorzeige-Frauen der Agenturen verbreitet. Auch die Liebeszeitung ist schon darauf hereingefallen. Inzwischen ist viel geschehen. Wir haben einen andere "Markt" und andere Sichtweisen - sowohl auf die auf die "Sugar Babys" wie auch auf die "Sugar Daddys".

Worum geht es wirklich zwischen Sugar Daddy und Sugar Baby?

Die Formel ist einfach: eine äußerlich schöne, innerlich leichtfertige, erotisch versierte und geldhungrige junge Frau einerseits. Andererseits ein Mann, der gewohnt ist, für erotische Illusionen und/oder reinen Sex zu bezahlen – möglichst für beides im Doppelpack.

Die Vereinbarung – „es ist nur Dating“

Hinzu kommt eine Vereinbarung, dass es sich um Dating handelt, ganz gewöhnlich, zwar mit Altersunterschied, ansonsten aber völlig normal. Beide glauben, dass sie nicht an Prostitution beteiligt sind. Der Sugar Daddy nicht, weil er sein Sugar Baby angeblich niemals fallweise bezahlt. Das Sugar Baby nicht, weil es glaubt, überhaupt nicht der Prostitution nachzugehen, sondern eine Beziehung auf Zeit vereinbart zu haben, und Beziehungen enthalten nun mal Sex. Das ist die offizielle Lesart.

Sugar Babys – am Geld scheiden sich die Geister

Die GQ hat das Thema allerdings kürzlich deutlicher definiert:

Ein Sugar Baby … ist ein junges (manchmal bedürftiges) Mädchen, das sich mit teuren Geschenken für ihre Gesellschaft (auch im Bett) entlohnen lässt.

Der Begriff „junges Mädchen“ trifft oft nicht ganz zu – die Übersetzung stammt aus dem Italienischen. In der Praxis sind es junge Frauen mit einem Durchschnittsalter von 26 Jahren (1), die körperlich und emotional schon reifer sind, als der Begriff „Mädchen“ aussagt.

Die Illusion vom schönen Leben in Luxus

Eines der Mythen, die immer wieder verbreitet werden, ist das vergleichsweise hohe Einkommen, das sich als „Sugar Baby“ erzielen lässt. Diese Zahlen stammen, so wird gemunkelt, den Geldforderungen der Frauen - nicht den tatsächlich gezahlten Summen. In Wahrheit gibt es auf diesem Gebiet weder Tarife noch Usancen.

Überwiegt das Angebot oder die Nachfrage?

Hinzu kommt eine weitere Annahme. Behauptet wird, das gegenwärtige Angebot an „Sugar Babys“ übersteige inzwischen die Nachfrage. Konkret heißt dies: Es gibt mehr verfügbare „Sugar Babys“ als zahlungsbereite Sugar Daddys. Rein marktwirtschaftlich besteht also ein Überangebot, und das bedeutet nach den Marktgesetzen: der Preis ist verhandelbar. Und tatsächlich scheint es so zu sein, also ob ein „Escort Girl“ heute zu ähnlichen Konditionen angeheuert wird wie ein „Sugar Baby“.

Die Schwelle: Bezahlte Dates, fallweise Entlohnung

Die Liebeszeitung erfuhr aus gewöhnlich objektiven Quellen, dass sogenannte „Sugar Babys“ inzwischen tatsächlich oftmals (wenn nicht überwiegend) „fallweise“ bezahlt werden. Das nennt man vornehm verschleiert „Zahlung per Date“. In Kanada soll der Betrag bei (umgerechnet) etwa 280 bis 350 Euro pro „Fall“ liegen, also etwa in der Größenordnung durchschnittlicher Escort-Frauen. Und auch die Mär, man benötige „im Normalfall“ nur einen einzigen festen Freund, dem man sinnlich zugeneigt wäre, ist kaum haltbar. „Zehn bis fünfzehn“ Sugar Daddys im Wechsel seien schon nötig, behauptete eine der Frauen, die angibt, zwischen 350 und 500 Euro „pro Fall“ zu bekommen. Und gezahlt würde größtenteils „cash“ – das sei sicherer wegen der eigenen Anonymität. Zudem – so sagte eine der Frauen – wolle sie sich nicht durch eine Pauschalsumme „allzeit verfügbar“ machen.

Dauerarrangement: Freifahrschein für Sex?

Denn Männer – auch das sickerte kürzlich durch – betrachten Frauen als eine Art „Eigentum“, sobald sie eine Pauschale bezahlt haben. Dazu zitiere ich eine Autorin, die sich sowohl mit generösen Frauen wie mit Männern auskennt. Sie schreibt:

Wenn sie über Sex sprechen, gibt es einen großen Unterschied zwischen Sugar Daddys und Sugar Mamas. Die Frauen neigen dazu, direkt auf den Punkt zu kommen und zu sagen, was sie wollen. Doch sie wissen auch, dass es zusätzlich darum geht, dass du dich dabei wohlfühlst … Männer hingegen sehen sie dich als eine Puppe an – als ihr Sexspielzeug, zu dem sie jetzt jederzeit Zugang haben, solange sie Geld dafür bezahlen.

Geldgier als Treibstoff, Sex als Tauschmittel?

Wie auch immer die Varianten und Arrangements aussehen mögen: Immer geht es auch um Sex. Die Illusion, dass jemand aus reiner Freundschaft Geldbeträge von mehrere Hundert Dollar oder Euro für eine Art „Begleitung“ zahlt, ist
Bild: Comic. Die Frau im Bild ist einer Filmfigur nachempfunden.


(1) Das Alter entstammt Verlautbarungen der Dating-Portale. Die Angabe ist unsicher.
Weitere Informationen (die Redaktion weist darauf hin, das die Objektivität nicht immer garantiert werden kann) :
CBC; Sugar-Sisters
GQ: (englisch)(Englisch)
GQ (deutsch) Sugar-Daddy-Beziehungen (entsprechender Artikel in italienischer Sprache verfügbar).
National Post - Details aus Kanada..
Sowie weitere verlässliche Quellen.

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