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 Liebeszeitung - eine Zeitung für die Liebe, die Lust und die Leidenschaft

Die Friendzone, der Funke, die Schmetterlinge und Sex

Ohne Flirt keine Liebesbeziehung
Es ist schön, als Mann eine Freundin zu haben. Sie ersetzt vielleicht eine Schwester oder eine Cousine, der man sich anvertrauen würde. Und es ist ebenso nützlich, wenn eine Frau einen Mann hat, der väterlicher Berater, Ersatz-Bruder oder hilfreicher Held ist, wenn sie in der Klemme steckt. Und er muss nicht unbedingt schwul sein.

Das alles und noch viel mehr ist eigentlich selbstverständlich.

Die „Friendzone“ – Modewort oder Realität?

Reden wir mal von der Friendzone. Ein Wort aus dem Englischen, aber durchaus bekannt. Es wird inzwischen überall herumgestreut und natürlich werden Tipps dazu gegeben, wie „man“ da rauskommt. Ja, „man“, meist Mann, selten Frau, obwohl das auch vorkommt. Was es überhaupt bedeutet? Nichts weiter, als dass du eine Freundschaft mit einer Frau /einem Mann hast, aber lieber hättest, eine sexuelle Beziehung mit ihm/ihr zu haben. So etwas ist nicht selten. Allerdings redet kaum jemand davon, dass es dabei um Sex geht – man sagt „Zweisamkeit“ oder „Zusammenleben“.

Die Frage, die in der Presse ständig umgewälzt wird, ist: Wie kommst du da heraus, Mann? Und manchmal: „Wie bist du eigentlich da hereingekommen?“

Ohne Flirt keine Liebesbeziehung

Die Sache beginnt oftmals damit, dass am Anfang kein Flirt steht. Eines von diesen Online-Dates, Blind-Dates oder anderen „Begegnungen“, von denen du sicher schon gehört hast – wenn du nicht gar selber daran beteiligt warst. Solange du da nur deine Hobbys, Musikliebhabereien oder (ach du lieber Schreck) bereits deine Familienplanung ventilierst, erweckst du höchstens „Interesse“.

Eine andere Möglichkeit ist, dass ihr euch unter Bedingungen kenngelernt habt, die normalerweise nicht zu Beziehungen führen. Kollegialität kann ein Hinderungsgrund sein, die Frau kann (noch) liiert sein oder sie hat Eigenschaften, die für dich jetzt nicht infrage kommen.

Wo kein Flirt stattfindet, werden auch keine sexuellen Wünsche wachgerufen – und die stehen nun mal vor dem aufeinander beziehen, Zusammenziehen – und (eigentlich selbstverständlich) vor dem Kinderwunsch.

Erste Dates und lauter dumme Entschuldigungen

Nun ist es schwer, den Flirt nachzuholen. Ich erinnere mich an die vielen Lügen, Hohlworte und Entschuldigungen, die nach „ersten Treffen“ fielen. Da sprang der Funke nicht über, da waren keine Gefühle entstanden und die „Schmetterlinge“ wühlten nicht im Unterleib. Sagen wir es einmal deutlich: Sachlich bedingte Schmetterlinge im Unterleib gibt es nicht – es sind Ansätze zur sexuellen Erregung. Und die ist ohne Flirtbereitschaft sehr unwahrscheinlich.

„Nur“ eine Freundschaft?

„Freundschaft“ ist nur ein Wort, das erst einmal aufgefüllt werden muss. Wenn sich nicht innig, offen und bis zu einem gewissen Grad auch intim ist, dann verdient sie kaum den Namen. Der Unterschied liegt in der Art der Intimität: Der gute Freund oder die gute Freundin weiß wesentlich mehr über dich als jeder andere. Aber er oder sie weiß nicht, wie du stöhnst, röchelst und vor Lust schreist, wenn du vögelst. Vielleicht, weil es die Freundschaft stören würde. Vielleicht auch, weil es niemals „zur Debatte stand“. Aber eben vielleicht auch, weil er/sie schon zu viel von dir weiß, was gegen eine sexuelle Beziehung mit dir spricht.

Der Weg hinaus – Ende oder Ehe?

Wer eine Freundschaft in eine sinnlich-erotische Beziehung wandeln will, muss zwangsläufig signalisieren, dass er dies will. Die einfache Regel: Zu Anfang oder bei nicht sehr intensiven Freundschaften ist es leicht möglich und beinhaltet wenig Risiken. Später führt es sehr wahrscheinlich zu emotionalen Verwerfungen.

Wer es will, übernimmt meist die Verführerrolle: Flirtelemente in Sprache und Verhalten einstreuen und Situationen schaffen, die zur Lust anregen. Viele Frauen und Männer haben auf diese Weise ihre flüchtige „Bekanntschaft“ in eine Liebesbeziehung verwandelt. Bei einer längeren und intensiveren Freundschaft ist hingegen sehr wahrscheinlich, dass du eine Freundin oder einen Freund verlierst und dennoch keine Liebesbeziehung bekommst.

Denk auch an den Verlust der Freundschaft

Letztendlich ist alles eine Frage von „Gewinn und Verlust“. Eine Freundin zu verlieren, kann schmerzhaft sein, aber es kann auch sein, dass sie dich aufgibt, ohne dass du die „Liebeskarte“ ausspielst. Freundschaften unter Singles ändern sich oft, sobald einer von beiden heiratet.

Das Fazit – beginne lieber eine neue Liebesbeziehung

Kommen wir mal zurück zur „Friendzone“. In ihr „gefangen zu sein“ ist Unfug. Sei einfach froh, beim jeweils anderen Geschlecht eine Freundschaft gefunden zu haben – sei aber auch ehrlich, wenn du etwas anderes willst. Und wenn du fragst, und sie/er will es nicht, dann hoffe nicht, dass sich dies über die Jahre ändert. Gehe hinaus in die Welt, und suche dir eine Liebesbeziehung. Es ist wesentlich einfacher, eine Liebe in eine Ehe zu verwandeln als eine Freundschaft in eine Liebe.

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