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 Liebeszeitung - Liebe, Lust und Sex

Die Lust an erotischen Züchtigungen

Es geht nicht immer um Handschläge, aber ...
Es gibt Dutzend von Gründen, wissenschaftliche und pseudowissenschaftliche, warum Menschen lieben, erotisch gezüchtigt zu werden.

Ich will euch zunächst zwei der populärsten sagen: Das Kindheitstrauma und die Flut von Endorphinen, die dabei ausgestoßen werden. Auf der Skala möglicher Erklärungen finden wir „die Lust am Schmerz“, die „Herausforderung“ die mit der Züchtigung verbunden ist und schließlich der Wunsch, für die „geheimen Vergehen“ zur Rechenschaft gezogen zu werden. Rein biologisch könnte ich noch die Durchblutung der Genitalien nennen, die zumindest bei Schlägen auf den nackten Po unzweifelhaft gegeben ist.

Alle Erklärungen mögen für irgendetwas zutreffen. Aber keine der Erklärungen wird dem gerecht, was Menschen wirklich fühlen.

Warum Erklärungen kaum etwas bedeuten

Ein Teil der Theorien wirkt aufgesetzt. Kaum ein gesunder Erwachsener ist ein „Schmerzliebhaber“. Wäre er ein solcher, so würde er den Schmerz an sich lieben. Das kommt vor, ist aber wahrhaftig selten. Sogenannte „Schmerzliebhaber“ lieben den Schmerz im Zusammenhang mit der Person, die ihn auslöst – mit all dem, was dazugehört. Es ist nie der Schmerz selbst, sondern die gesamte Prozedur, das Spiel mit Rollen und Situationen.

Eine Frau schilderte es sinngemäß so (1):

Ich liebe alle Teile davon, die Vorbereitung darauf, das eigentliche Spanking, die Nachwirkung und alles, was ich ansonsten dabei fühlen kann. Ich genieße es, weil es mir erlaubt, die Kontrolle für ein paar Minuten aufzugeben, und ich mag das Gefühl, unglaublich intim dabei zu sein, wenn ich mit der Hand geschlagen werde.

Wirkliche Gefühle bleiben meist "geheim"
Was jemand „wirklich“ fühlt, gehört zu den Geheimnissen, die nur derjenige kennt, der etwas dabei empfindet – und dies detailliert zu schildern, ist oft so gut wie unmöglich.

Wer die Sache psychologisch angeht, der wird die Gefühle benennen. Doch damit gleiten wir wieder ab ins Banale. Dann lese ich von der Überwindung der Scham, von Befürchtungen und Demütigungen, vom Wunsch, Tränen zu vergießen und mehr.

Das Gefühl an sich wird dadurch nicht deutlich. Es geht uns buchstäblich „unter die Haut“ und lässt unsere Gefühle „Achterbahn fahren“. Selbst die besten Autorinnen und Autoren können uns nicht genau sagen, was dabei vor sich geht. Wie Schläge erwartet, befürchtet und genossen werden, wie der Luftzug über den freigelegten Po streicht, und wie sich die Geräusche der Schläge fortpflanzen und sich niemals mit der Ankunft des körperlichen Schmerzes im Gehirn synchronisieren.

Alles scheint in einer Wunderwelt besonderer Art zu geschehen – mit anderen Erwartungen, anderen Empfindungen auf der Haut, anderen Wahrnehmungen und anderen Sensationen des Fühlens.

(1) Wir haben einen Bericht dazu benutzt, der leider nicht verlinkbar ist. Er klang plausibel und authentisch.

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