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 Liebeszeitung - Lüste, Liebe, Beziehungen und viel mehr.

Wokefishing - politische Falschmünzerei oder eine Medienerfindung?

Schon der Begriff klingt nach linkslastigem Theaterdonner: Der Mann fischt nach Frauen, indem er sich als links und sozial engagiert ausgibt.

Na schön. „Woke“ ist ein Modewort. Wenn ein Mensch sich intensiv um soziale Gerechtigkeit kümmert, dann ist er neuerdings „woke“. Erstaunlicherweise wird nicht einmal hinterfragt, ob dieser Mensch auch sinnvolle soziale Eigenschaften hat. Hauptsache, die Benutzer(innen) des Begriffs sind hinreichend „Links“.

Ideologie geht also vor Persönlichkeit? Wenn das ein „Datingtrend“ sein soll, dann ist das Gackern der Hühner ein Lachen. Und um es gleich zu sagen: nein, Wokefishing ist kein Datingtrend sondern eine Medienerfindung (1).

Im Grunde ist „Wokefishing“ ein Mittel, mit dem sich Männer maskieren, um sich an Feministinnen heranzuschleichen. Sie glauben ernsthaft, dass sie mit ein paar linken Phrasen eine Gemeinsamkeit vorgaukeln können, die dann zielsicher zu intimen Begegnungen führt.

Halt mal – wie war das?

Sind emanzipierte Frauen einfältig?

Da sitzt also eine selbstbewusste Frau, die den Feminismus nicht nur vertritt, sondern auch in ihr eigenes Leben integriert hat. Und dann kommt ein Dummschwätzer, dröhnt ihr die Ohren voll und beide landen im Bett?

Offensichtlich halten die Erfinder des angeblichen Trends emanzipierte und selbstbewusste Frauen für einfältig. Wäre das so, so würde dies einen Schatten auf die Journalistinnen und Journalisten werfen, die Begriffe wie „wokefishing“ begierig aufnehmen.

Quellen: Jungle World, Elle
(1) Angeblich erfunden von Serena Smith, Redakteurin bei Vice.

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