Sind Frauen noch „Goldgräberinnen“?

Hinaufheiraten im vergangenen Jahrhundert
Wollte eine Frau im 20. Jahrhundert „hinaufheiraten“, so musste sie einerseits gezielt und oft trickreich nach einem solchen Mann fahnden. Andererseits musste sie allerdings auch Eigenschaften aufbieten, die nicht alltäglich waren. Dafür gab es zwei Möglichkeiten: Entweder eine Kombination aus Charme und Schönheit oder aber eine Kombination aus natürlicher Sinnlichkeit und sexuellen Praktiken, die Männer begeistern. Die emotionalen Investitionen waren hoch - und der Ertrag oft enttäuschend.
Realität und Illusion des schnellen Reichtums durch Heirat
Solche Beziehungen waren möglich, aber äußerst selten. Allerdings wurden Verbindungen dieser Art zum Traum für viele naive junge Frauen. Sowohl aus psychologischer Sicht wie auch anhand der Logik hätte eigentlich jeder Frau klar sein müssen, dass sie nur eine Chance von unter einem Prozent hatte. Vermutlich lag sie in der Vergangenheit noch deutlich darunter.
Karriere oder Heirat als Mittel zum Reichtum?
Wie viele Frauen und Männer heute noch der Illusion anhängen, die Treppe zum Reichtum durch Heirat zu erreichen, ist nicht sicher. Wenn man unterstellt, dass Reichtum das Hauptziel ist, ist es möglicherweise leichter, einen wohlhabenden Partner zu finden als selber durch Können oder Leistung in diesen Kreisen zu landen.
Dazu las ich einen Satz, den ich hier wiedergebe (1):
Den meisten geht es nicht um den … (absoluten Luxus) … sondern um die Fähigkeit des Partners, aus eigener Kraft für einen sorgenfreien Lebensunterhalt zu sorgen."
Tatsächlich ist die Bereitschaft, selbst einen namhaften Beitrag zum Lebensunterhalt beizutragen, ein entscheidendes Kriterium dafür, sich dauerhaft an einen Menschen zu binden. Damit dürfte das weiblich wie auch das männliche "Goldgräbertum" der Vergangenheit angehören.
Eure Meinung dazu ist willkommen.
(1) Zitat aus: Watson
(Der Begriff Infinitypool“ wurde ersetzt, um den Satz besser verständlich zu machen.)
Foto: Liebesverlag.de

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