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Eine Orgie in besten Kreisen

adel schützr vor orgie nicht
Die Moral, die von oben verordnet und gepredigt wird, gilt immer nur für das gemeine Volk. Der Adel, aber auch das wohlhabende Bürgertum kümmerte sich stets einen feuchten Kehricht um die Moral, die sie nach außen vertraten. Wer es sich „leisten konnte“, der hatte als Mann Mätressen aus dem Volk, verpflichtete Bedienstete zu amourösen Leistungen und hatte, wenn es sich ergab, Affären mit Ehefrauen „von Stand“. Weitgehend unbekannt ist, dass es die Frauen zwar anders, aber kaum besser trieben. Im französischen Bürgertum verkaufte Madame ihren Körper gegen höchste Gebote, wenn das Nadelgeld nicht ausreichte und nannte dies „ein Geschäft machen“ und im deutschen Bürgertum hatten die Damen heimlich Affären mit Offizieren und anderen knackigen jungen Männern.


Orgien freilich waren im Bürgertum nicht beliebt – man hätte zu viel darüber gesprochen, weil sie nicht verborgen geblieben wären. Doch der Adel kümmerte sich weder darum noch um seien angebliche Vorbildfunktion für das Bürgertum: Orgien gehörten offenbar zum festen Bestandteil höfischen Lebens. Eine wurde offenbar 1891 von Charlotte von Hohenau initiiert – immerhin sechs Frauen und neun Männer sollen dabei eine ganze Nacht lang die Liebe in allen Spielformen praktiziert haben. Eine der Frauen, die daran beteiligt waren, hielt nicht dicht: Sie schrieb anonyme Briefe, die jetzt von Wolfgang Wimpermann ausgewertet wurden.

Skandal im Jagdschloss Grunewald:

Zuerst gelesen in DIE WELT

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