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Was treibt einen Mann eigentlich in die Hörigkeit?

Ob ein junger Mann in seinem Leben einmal an den Rand der sexuellen Abhängigkeit kommt, hängt davon ab, wir groß der Unterschied zwischen seiner Begierde und seinen Erfolgen beim anderen Geschlecht ist: Sobald die Begierde überhandnimmt, die Erfolge aber ausbleiben, kann er zum Opfer werden.

Der Weg in die Abhängigkeit ist eigentlich ganz einfach: Jeder junge Mann wird in irgendeiner Form in seinem Verhalten beobachtet. Gerade in der heutigen Zeit haben nur noch die jungen Männer eine Chance bei Frauen, die sehr selbstbewusst, zukunftssicher und sportgestählt sind, und dabei noch halbwegs passabel aussehen.

Teils eindeutige, teils absurde Motive der Frauen

Von vielen dieser jungen Männer spricht sich herum, wie sehr sie nach der Erfüllung ihrer Lüste lechzen und sehr viel darum geben würden, wenn sie erfüllt würden. Ist diese Konstellation vorhanden, so muss davon nur eine Frau erfahren, deren Verhaltensmuster darauf passt. Das kann die Mittvierzigerin sein, der gerade das jagdbare Wild ausgegangen ist, oder die mit krimineller Energie begabte junge Arbeitslose, die sehen will, wie viel Geld aus dem Jüngling herauszupressen ist oder die Arbeitertochter, die es den schnöseligen Bürgersöhnchen einfach mal zeigen will, wie tief sie sinken können. Allerdings ist die Motivation der Frauen, die sich mal eine Weile ein „Jüngelchen“ halten wollen, oft nicht klar durchschaubar. Es ist zu vermuten, dass diese Frauen als ganz junge Mädchen noch „Hof halten“ konnten, ihnen mit den Jahren aber das Männermaterial dazu ausgegangen ist. Möglich ist auch, dass Frauen einfach bei dem Jungmädchenspiel geblieben sind: „Ich will wissen, wie weit er für mich gehen würde, und je mehr er tut, umso mehr verachte ich ihn.

Die Fangmethoden sind immer ähnlich: Er will vor allem eine Frau kennenlernen, die bereit ist, ihm Lust zu verschaffen. Die Beobachterin erkennt dies und bietet zu Anfang relativ freizügig sexuelle Dienste an. Nach und nach werden diese allerdings von Bedingungen abhängig gemacht – im Fall er Mittvierzigerin beispielweise davon, dass sie den jungen Mann mit ihren Liebeskünste bindet und gleichzeitig immer mehr Zeit für sich fordert. Die kriminelle Frau versucht, dem Jüngling nach und nach Geld oder Geschenke für den Sex abzupressen, während sie ihn immer tiefer in sexuelle Aktivitäten verstrickt, deren er sich öffentlich schämen müsste. Ähnlich geht es dem schnöseligen Bürgersöhnchen, dass die Arbeitertochter unter ihre Knute genommen hat: Es muss erleben, wie es immer mehr in die Abhängigkeit einer sozial im Grunde unzumutbaren Beziehung gerät.

Die meisten dieser Abhängigkeiten gehen heute mit mehr oder weniger „liebevollen Erpressungen“ einher. Wurde früher nur gedroht, einen entsprechenden Schriftverkehr zu veröffentlichen (was meist nicht geschah), so versuchen Liebes-Erpresserinnen heute, mit der Digitalkamera Szenen einzufangen, die dem Jüngling unangenehm sind. Parallel zur sexuellen Abhängigkeit kann eine emotionale, suchtähnliche Bindung oder eine finanzielle Abhängigkeit in die Beziehung eingebaut werden – zum Beispiel im Fall der Mittvierzigerin, die ihren „jungen Mann“ veranlasst, seine Arbeit niederzulegen und ganz zu ihr zu ziehen.

Die daraus entstehende Abhängigkeit beruht dabei:

- Auf einen Unterschied in Alter, Erfahrung und sozialem Stand.
- Drauf, dass die Lust am Sex mögliche Bedenken überwiegt.
- Auf der Energie, die die Verführerin aufwendet.
- Auf eine Disposition des Verführten, sich ausbeuten zu lassen.
- Auf der Erfüllung sexueller Wünsche, die dem Mann peinlich sind.


In den meisten Fällen wird der zur Hörigkeit verführte „schleichend“ in das eigene System eingebaut, was volkstümlich als „Salami-Taktik“ bezeichnet wird.

Die Literatur beschönigt männliche Hörigkeit

In der Literatur sind es zumeist Zöglinge und andere Abhängige, die von einer erwachsenen Frau zur Hörigkeit erzogen wurden. Die Motivation der Frauen bleibt dabei so gut wie immer unerwähnt, während wir manchmal einen Grund in Erfahrung bringen können, warum der Jüngling in der Beziehung bleibt: Er wird einem Wechselbad von Faszination und Unterdrückung, unendlicher Lust und völliger Frustration ausgesetzt, sodass er sowohl von dem Einen wie auch von dem Anderen abhängig wird: „Zum einen Teil aus der Angst vor weiteren Schlägen, zum anderen Teil "aus der Lust der Jugend, mit einer schönen Frau ein Geheimnis zu teilen“, wird der Jüngling gefügig gemacht.

In einer anderen Schilderung heißt es:

„Ihre Liebe zu mir was süß und bitter zugleich … von Anfang an hatte sie es für ausgemacht gehalten, dass ihr Wunsch mir Befehl sei, und ich pflichtete ihr stillschweigend bei“.


Das alles ist – wie bereits erwähnt, der in Literatur verpackte Teil einer meist grausamen Wahrheit: Männer halten die Zuneigung einer Frau auch dann noch für Liebe, wenn sie nicht als ein sorgfältig kalkuliertes Spiel mit der Abhängigkeit ist und sie ertragen weiterhin die Erniedrigungen, wenn langst klar ist, dass sie die Frau nur benutzt, um Macht oder Geld dabei zu gewinnen. So ging es beispielsweise dem Ritter von Sacher-Masoch mit seiner Wanda – jedenfalls in der eigenen Erzählung. Nicht wenige Männer, die nach oder während der Zeit einer langen Abhängigkeit befragt wurden, erklärte ihre Unfähigkeit, sich zu widersetzen, mit einem einzigen Satz: „Aber sie hat doch immer gesagt, dass sie mich liebt“.

Der Weg in die Abhängigkeit kann weiter gehen, als dies hier geschildert werden kann. Die latenten Wünsche der Männer nach Erniedrigung, die in der abhängigen Beziehung zumeist auftreten, können beliebig manipuliert werden, zumal, wenn die Männer ein gewisses Entgegenkommen zeigen. Deshalb werden in fast allen literarischen Werken auch Kapitel eingebaut, in denen die Männer „als Frau“ erniedrigen lassen müssen – manchmal real, manchmal vorgeblich. Ob in der klassischen erotischen Literatur, wo „Männer wie Frauen behandelt“ werden, oder in der modernen, wo der Antiheld am Ende gezwungen oder veranlasst wird, Fellatio an einem Mann zu vollziehen – so gut wie immer werden in heutige literarische „Werke“ und pornografische Geschichten homoerotische Komponenten eingebaut.

Die Realität ist indessen noch kälter, grausamer und gelegentlich ekelhafter als die Fiktion. Männer, die Frauen verfallen, kommen nur sehr schwer wieder von ihnen los, wenn sie sich vollends in ihre Netzwerke haben verstricken lassen, und sie werden häufig wieder rückfällig, wenn die Frauen neue Versprechungen machen. Von Liebe kann dabei nie wirklich die Rede sein. Es ist nichts als die Begierde, um jeden Preis geliebt zu werden, die diese Männer treibt, und es sind Frauen, die sich an dieser Schwäche psychisch und finanziell bereichern.

Lassen Sie mich noch ein Wort zum Abschluss schreiben: natürlich gibt es ebenso viele geschundene, liebessüchtige Frauen, die mit flehenden, verweinten Augen bei Männern ausharren, vor denen sie längst hätten fliehen müssen. Aber sie können auf Verständnis Mitleid hoffen – die meisten Männer hingegen ernten nichts als Hohn und Spott.

Foto oben: © 2009 by broma

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