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Partnersuche: Frauen schieben Probleme auf „die Männer“ ab

Der Artikel von Michaela Haas in der „Süddeutschen“ ist schon etwas älter. Dennoch passt er hervorragend in das Thema dieser Tage: Akademikerinnen, Partnersuche und Anspruchshaltung. Frau Haas passt etwas nicht, und das schrieb sie 2009 deutlich in der „Süddeutschen“.

Psychologen, Buchautoren und Blogger, die Dinge um das Paarungsverhalten deutscher Akademikerinnen pragmatisch sehen, müssen „mäßig erfolgreich sein“, behauptet sie in ihrem Artikel. Es sei, als ob man „einen der Chefs von Lehman Brothers um einen Ausweg aus der Finanzmisere zu bitten.“

Nein – Freundinnen, ihr bellt nun an der falschen Stelle, falls ihr bei mir von „getroffenen Hunden“ redet. Denn wenngleich es Blödsinn ist, dass „mindestens 18 Prozent der Superweiber »nach unten« lieben müssten", bleibt doch die Tatsache, dass gegenwärtig ausschließlich ein gesunder Pragmatismus das Problem der ledigen Akademikerinnen löst.

Frau Hass macht den gleichen Fehler, den fast alle Menschen machen (keinesfalls nur Frauen), die sich um die „Akademikerinnenkrise“ bemühen. Auch sie übertreibt maßlos, wenn sie sich fragt, ob denn „die Frauen ihr Verhalten zugunsten sozial Benachteiligter ändern sollen“ - denn diese Frage stellt sich überhaupt nicht.

Gebetsmühlenartig wird behauptet: Männer müssen sich ändern

Ähnliche Artikel mit Schwarz-Weiß-Malerei finden wir in den letzten Monaten zu Dutzenden. Ihr Fazit ist immer gleich: Es geht nicht an, dass sich Frauen ändern – Männer müssen sich ändern. Die Forderung alleine zeigt bereits, dass die schreibenden Frauen gar nicht daran denken, ihren Freundinnen zu empfehlen, umzudenken. Sie suchen die Verantwortung beim Mann, und wer lange genug danach sucht, der findet sie auch – mit den üblichen fatalen Folgen, denn wer darauf wartet, dass sich die anderen ändern, der verspielt seine eigene wertvolle Zeit. „Wir sind alle Prinzessinnen und das Leben ist unendlich lang“ – das denken ohnehin viele partnersuchende Frauen. Spätestens mit 38 sehen sie sich um, wie kurz das Leben ist - und auch die jahrelang so stolz getragene Fassade hat schon die ersten Risse bekommen – in jeder Hinsicht.

Sowohl die schreibenden wie auch die nicht schreibenden Frauen sollten etwas lernen: Man kann sich die Welt nicht zurecht reden, wie man sie gerne hätte.

Da nützt auch eine Bürgermeisterin als Kronzeugin nichts, die sagt, es gäbe

Tausende von Frauen, die ihren Männern in gehobeneren Positionen den Rücken stärken, leider aber nur wenige Männer, die Gleiches tun.


Männerschelte: dreist und dumm

Ich will es auf den Punkt bringen: Die Männerschelte ist so ziemlich das Dümmste, was eine deutsche Frau gegen das Problem ledig bleibender Akademikerinnen tun kann - jede Psychologin und jeder Psychologe wird es Ihnen bestätigen. Das Einzige, was wirklich nützt, ist sich darüber klar zu werden, wohin man eigentlich gehen will.

Insofern empfehle ich den Blick in ein altes Kinderbuch. Der Rat der Edamer Katze (Grinsekatze) ist immer noch aktuell: Wohin du gehen könntest, hängt in erster Linie davon ab, wo du ankommen willst.

Übrigens: Wo man ankommen will, sollte man sich mit Mitte 20 überlegen – die meisten Frauen, die vom „Akademikerinnenproblem“ wirklich betroffen sind, sind Frauen, die deutlich über 30 sind.

Trackbacks

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Die Wahrheit des Lebens ist härter, als manche in dieser Zeit der „Coolness“ denken. „Cool“ sein – das heißt eine Fassade vor sich herschieben, nicht man selbst sein, eine elendigliche Rolle spielen. Da wären zum Beispiel die allfälligen Datingtipps:

Kommentare

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Cassy am :

Als Frau darf man doch heute gar nicht mehr sagen, dass Frauen (teilweise) selbst dran schuld sind.

Ich sehe das ganz genau so. Nachdem einige Weiber aber bei einem ähnlichen Kommentar auf einem anderen Blog über mich hergefallen sind und mich "Nestbeschmutzerin" genannt hatte, dachte ich nur: "Wisst ihr was?! Rutscht mir doch den Buckel hoch. Ihr jammert, dass ihr euch einsam fühlt. Nicht ich!" ;-)

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