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  Eigenwerbung

Die Woche: Mythen, Wahrheiten und Lüste

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Kampftage für die Liebe – das scheint mir derzeit plausibler als „Kampftag der Arbeit“. Was wir so alles mit uns herumschleppen – „Tag der Arbeit“, „Christi Himmelfahrt“ aka „Vatertag“, „Frauentag“, „Muttertag“ … ich kann es wirklich nicht mehr hören.

Der Mai ist gekommen ... oder doch noch nicht?

Nachdem das gesagt ist … kommen wir mal zum Mai. Vom Wonnemonat kann wahrlich nicht die Rede sein. Noch stehen wir unter Lockdown und Corona-Furcht, und das Wetter verleitet nicht gerade dazu, auf der Parkbank das Höschen herunterzulassen. Doch weil sich alles ändert, müssen wir von der Zeit nach der Pandemie reden.

Nach der Pandemie - so weiter wie vorher?

Miss Y hat mal nachgelesen, wie Frauen vorgehen wollen, wenn sie wieder in die Welt hinausschwirren können wir die Kolibris. Es gibt immer zwei Möglichkeiten und eine Dritte – mehr desselben, etwas anderes oder lieber gar nichts dergleichen. (Ist ein Leitsatz der Problemlösungstheorie, wirklich).

Beziehungsfrauen, Escort-Frauen und "würdevolle Behandlung"

In den letzten Wochen blasen „die üblichen Verdächtigen“ uns Sätze ins Ohr wie „Dating mit mehr Respekt und Würde“ anzugehen. Ich habe genau hingeschaut - außer Psychologen, Paarberatern und den üblichen Moralaposteln fordern vor allem teure „Escort-Frauen“ an, „respektvoll“ behandelt zu werden.

Die Psyche - immer wieder als Thema beliebt

Die Psyche wird auch immer wieder strapaziert – wir lernen sie als Träger der Freude und des Schmerzes kennen, und zumeist wird sie – nach Sigmund Freud – als eine Art „ewiger Kondensator“ für Gefühle betrachtet. Wie verhält es sich nun aber mit „Körper und Psyche“? Ubi forscht … und weiß nun so viel wie du auch: Bei jedem Menschen verhält sich die „Sache mit Körper und Psyche“ unterschiedlich. Sogar beim Einfluss der sexuellen Aktivitäten nach dem ersten Date.

Nein, Frauen sind keine begeisterten Masochistinnen

Apropos Psyche: Die Lust am Schmerz, häufig Masochismus genannt, ist höchst real und die Wirkung auf die Psyche ist nicht wirklich erforschbar. Stattdessen wird der Mythos gepflegt, Frauen seien von Natur aus devot und würden sich jederzeit dem Masochismus zuneigen. Nein, tun sie nicht. Es ist ein wahrhaftig ein Mythos.

Bleibt beim Date im "Hier und Jetzt"

Von mir gab es einen Tipp: Versuche immer, im Hier und Jetzt zu leben - auch beim Date. Nicht im Dort und Damals und recht wenig im „Irgendwann und Dann“. Zwar willst du mit deiner Verabredung in der Zukunft leben – aber es gibt keine Zukunft ohne Klarheit über die Gegenwart.

Sehpferds Jubiläum, eine Bitte und Humor

Das Gute zuerst: Das „bloggende sehpferd“, mit dem alles begann, ist nun über 20 Jahre alt geworden – Zeit für mehrere Rückblicke. Ich verzichte auf Berichte über all die Neider, aufbrausende Akademiker(innen) und andere böswillige Gestalten, die versucht haben, mir das Wasser abzugraben. Und Hallo – eine Webseite über die Liebe darf nicht dort haltmachen, wo Peinlichkeiten und Schamgefühle die Lippen üblicherweise verschließen.

Zum Humor: Küsse, Pandemien und Wissenschaften – anno 1920. Man küsse einander durch Siebe, sagen angebliche Wissenschaftler – aber der Unterton verrät, dass es nicht ernst gemeint ist.

Ja, da wäre noch etwas. Die größten Expertinnen und Experten für die Lust sind meine Leserinnen und Leser … aber leider verstecken sie sich in ihren Kaninchenlöchern. Könnt ihr das bitte ändern?

In diesem Sinne wünsche ich euch, dass ihr bald den Mai bei linden Lüftchen auf Parkbänken genießen könnt - oder wo sonst eure Liebe erwachen mag.

Nach der Pandemie … was wirst du tun?

Noch dominiert die Maske ... aber was machst du eigentlich hinterher?
Ich habe zwei Gedanken eingesammelt – für dich, wenn du wieder auf die Suche gehst.

Kaum nachgedacht in der Pandemie?

Wenn du während der Pandemie nicht viel nachgedacht hast, sondern einfach nur wieder Lust, Sex oder vielleicht sogar Beziehungen suchst - wirst du dann sofort durchstarten? Es könnte sein, dass dir dabei bestimmte Zweifel kommen. War das wirklich gut für dich, was du früher getan hast?

Etwas, das mir dazu einfällt, ist Kleidung. Jeder Mensch wird zuerst nach der „Erscheinung“ beurteilt. Wenn du also noch nicht weißt, wie der Abend auslaufen soll, dann kleide dich dezent, aber nahbar. Diese Kleidung, gemeinsam mit der Einstellung, die damit verbunden ist, hilft die in jedem Fall. Nur, wenn deine Absicht ist, sexuell attraktiv zu sein, solltest du deinem Partner „etwas zum Anschauen“ bieten.

Aus einigen Blogs weiß ich, dass es manchen von euch etwas Überwindung kostet, euch wieder „zum Ausgehen“ anzuziehen. In Schlabberklamotten fühlten sich viele angeblich sehr wohl. Die Lehre, die ihr daraus ziehen könntet, wäre: Zum Date eher in bequemer Kleidung gehen, die aber dennoch „gut angezogen“ wirkt. High Heels und Strapse und gar quälend einschränkende, „sexy“ Dessous stören bei deinen Bewegungen – die aber wirken wirklich sexy, falls du damit punkten willst. Also: Nicht einzwängen, sondern den Körper selbst wirken lassen.

Nachgedacht in der Pandemie?

Nehmen wir nun einmal an, du hast viel nachgedacht

Wenn du viel nachgedacht hast, und keinesfalls froh warst über dein Gefühlsleben und deine Erfolge in langen wie in spontanen Beziehungen, dann mach einfach alles anders. Das kling vielleicht komisch, aber es könnte ja immerhin sein, dass du dein „wahres Selbst“ vorher versteckt hast. Es sollte agieren - nicht reagieren. Gehe auf Männer zu, mit denen du Beziehungen oder puren Sex willst. Du musst ja nicht gleich „mit der Tür ins Haus fallen“. Derzeit kannst du darüber reden, dass du nun endlich auf den Frühling wartest – dann kommt er automatisch darauf, dass du vielleicht Lust auf ihn haben könntest.

Egal, was du jetzt machen willst und wie du es machen willst: Überwinde einfach deine Furcht vor einem „ungewöhnlichen“ Verhalten. Und falls du immer „so lieb warst“ etwas zu tun, was du „eigentlich nicht wolltest“, dann tu es nicht mehr.

Bei der Liebeszeitung haben wir ein Prinzip: Nur du kannst wissen, was dir wirklich guttut.

Versuche einfach, danach zu handeln. Dann gehören dir Gegenwart und Zukunft.

Hinweis: Für diesen Beitrag haben wir ein Blog gelesen, in dem ähnliche Gedanken vertreten werden.

Die Psyche entflammt langsamer als der Körper

Ich bemerkte erst nach einiger Zeit, dass ihre körperlichen Reaktionen minimal waren, während ich ihre Psyche offenbar in helle Aufregung versetzt hatte.

Zitat: Aus einem Blog.

Egal, was er oder sie gerade mit ihm oder ihr „angezettelt“ hatte: Der Körper und die Psyche reagieren nicht synchron. Ja, es gibt einen deutlichen Unterschied zwischen dem, was aktuell geschieht und was dabei empfunden wird.

Lust und Schmerz - und nun auch noch die Psyche?

Nun wissen wir, dass der Körper auf „bittersüße“ Lüste schon aus sich selbst heraus uneindeutig reagiert. Das typische Beispiel wäre Lust am Schmerz zu empfinden. Das geschieht, wenn du im Rollenspiel mit der „Züchtigung“ zugleich körperlich sexuell erregt wirst und dennoch den Schmerz empfindest.

Das Eigenleben der Psyche

Und die Psyche? Sie läuft nicht nur „dem Körper nach“, sondern führt durchaus ihr Eigenleben. Das kannst du vor allem dann feststellen, wenn du Lüste passiv erlebst – das heißt, wenn du sie nicht aktiv steuern kannst. Frauen und Männer verraten manchmal, was sie wirklich bewegt, während sie den Geschlechtsverkehr ausüben: Sie denken an etwas enorm „Geiles“.

Die Psyche gilt als schwerer zu beeinflussen als der Körper, doch falls dies gelingt, wirkt deren Einfluss auch nachhaltiger.

Dates mit anschließendem Sex - bindet er oder nicht?

Manchem, der Verabredungen eingeht, wird schon etwas Absonderliches aufgefallen sein: Es gibt Frauen und Männer, die sich psychisch unglaublich gebunden fühlen, wenn sie das erste Mal mit dem Date „Sex hatten“. Andere sind davon extrem unbeeindruckt und wundern sich, wenn der Partner danach auf Bindung drängt. Dies berichten übrigens sowohl Frauen wie auch Männer.

Sex allein bindet nicht - aber der Versuch hat dennoch Sinn

An diesem Beispiel wir überdeutlich: Gelingt es, die Psyche in die Lust einzubinden, so bestehen „Beziehungschancen durch Sex“. Wenn die Lust aber durch den Körper rauscht wie ein Schnellzug, dann war alles eben „nur Sex“.

Mein Rat zum Schluss: Du wirst selten voraussehen können, wie es dir selber dabei gehen wird. Also verurteile auch jene nicht, die anders empfinden als du selbst.

Was wichtig ist … beim Date

In diesem Beitrag frage ich euch: Warum bleibt ihr beim Date nicht im "Hier und Jetzt", sondern redet vom "Dort und Dann"?

Partnersuche ist kein Wunschkonzert. Wir mögen viele Wünsche an das Leben haben – das ist absolut legitim. Und es ist auch ganz normal, einige Wünsche an den zukünftigen Partner zu haben.

Das Leben erfüllt uns allerdings nicht alle Wünsche – das wissen wir, das nehmen wir hin, und manchmal ärgern wir uns darüber.

Wunscherfüller Partner?

Und nun – bitte: Warum sollte unser zukünftiger Partner / unsere zukünftige Partnerin alle Wünsche erfüllen?

Und wie war das mit sofort erfüllbar, kurzfristig möglich und nur langfristig realisierbar? Es gibt doch durchaus Wünsche, die nicht sofort in Erfüllung gehen müssen, nicht wahr?

Ein Beispiel für eine Frage, die im JETZT nichts zu suchen hat

Fragt eine Frau einen Mann, beim ersten Date, ob er einen Kinderwunsch hat, und er sagt ihr spontan: „Ja, in jedem Fall, und schon bald“ – was dann? In derselben Nacht im Hotelbett? Zwei Wochen später? Muss nicht jeder erst einmal gucken, ob die Beziehung standhält?

Klar sind Kinderwünsche wichtig. Aber wichtiger ist, ob ihr es miteinander aushaltet. Oder gar sehr viel Freude aneinander habt. Und bevor das nicht klar ist – warum fragt ihr beim Date eigentlich etwas, das im Hier und jetzt gar nicht entschieden werden kann?

Ihr könnt anderer Meinung sein - dann sagt es.

Über den Mythos vom Mythos des Masochismus

Eine Dame schlägt ihren Liebhaber mit einem Pantoffel
Im April sollte bei der Liebeszeitung eigentlich viel von den „Wechselbädern der Gefühle“ die Rede sein. Die scheiterte daran, dass wir keine „Insider mit Abstand zur Szene“ finden konnten.

Denn während vielen Sektierern der „alterativen“ Lustbewegungen alles „heilig“ ist, was darin vorkommt, muss die Redaktion der „Liebeszeitung“ auf Verhältnismäßigkeit achten. Und das sowohl im Ausdruck wie in der Sache.

Neulich las ich einen lustigen Satz:

Wenn weiblicher Masochismus ein Mythos ist, dann ist der Mythos dazu, dass er nicht existiert.

Genauso so ist es zweifellos mit Frauen und Sadismus, sowie mit Männern und Masochismus wie auch Sadismus. Die „Zahlen“ mögen statistisch ein wenig abweichen, und nicht jede(r) ist ehrlich mit sich selbst. Aber das ist auch alles.

Der Masochismus der reinen Lust

Bei der Art von Masochismus, den wir in der Liebe vorfinden, handelt es sich eigentlich nur um die Bereitschaft, sich dem/der anderen vorbehaltlos hinzugeben und dabei ihre/seine Neigungen erfüllt zu bekommen. Deswegen wird er auch in Szenen oder Rollenspielen ausgelebt und nicht in der Alltagsrealität. Wenn das doch so sein sollte, sind wie auf einem Grenzgebiet angekommen, für das in Spezialmagazinen Platz sein mag, aber nicht hier.

Drei sehr plausible Gründe für angeblichen Masochismus

Wenn wir einmal nur die Lust an Schlägen betrachten, dann bekommen wir drei Antworten, die allgemeingültig sind:

1. Sie können emotional bereichernd sein, weil die Erfahrung der absoluten Hingabe an den Partner so ungewöhnlich ist.
2. Sie regen die entsprechenden Körperpartien direkt und unmittelbar an, bereichern als die sexuelle Erregung.
3. Sie werden als Herausforderung angesehen, ähnlich wie Extremsport. Möglicherweise geht es dabei um die Ausschüttung von Botenstoffen.


Diese Antworten sind durchaus verständlich und klingen auch logisch. Sie haben nicht einmal den Anschein einer „Perversion“ – es sei denn, man würde extremen Leistungssport auch für eine Perversion halten.

Das Heftige und der erotische Roman

Nun ist mir aber bewusst, dass es noch mehr und abweichende Antworten auf die Frage gibt, zum Beispiel die „therapeutischen Schläge“, die eigentlich eher Strafen sind. Dabei ergibt sich nun die Frage, wo die Grenze zwischen Therapien, Strafen und anderen Beweggründen liegt.

Letztlich ist auch die Frage, ob wir Romane aller Art, in denen die Flagellation verherrlicht wird, wirklich ernst nehmen sollten oder sie als „spielerischen Umgang“ mit der Realität ansehen sollten. Und dieser Satz mag für viele Werke aus alter und neuer Zeit gelten, die Frauen und Männer eher dürftige bekleidet im abgedunkelten Raum und einer Leselampe konsumieren. Wohlwissend, dass es sich nicht um die Realität handelt, erregt sie das geschriebene Wort dennoch.

Falls jemand fragt, warum das so ist: Weil die Inhalte erst in Bilder umgesetzt werden müssen, die Bilder in Gefühle und die Gefühle in körperliche Reaktionen.

Weißt DU mehr? Dann schreibe darüber!

Fällt dir etwas ein? Dann sag es!

Und eure Erfahrungen? Schreibt darüber und bringt eure Erfahrungen ein … ich bin sehr gespannt, ob ich davon jemals etwas lesen werde. Wenn du Lust hast, etwas mitzuteilen ... dann mach es hier:

Bild: Anonym, 1906. "Sie saß rittlings auf ihm und mit ihrem Pantoffel ..."