Skip to content
Werbung Email:

Manche Männer sind doof – beim dritten Date gib‘s keinen Sex

Erst drei Dates mit kühlem Kopf - dann erst darf die Lust glühen ...
Mindestens 15 Prozent der Männer, anders gerechnet sogar 21 Prozent, finden gut, wenn klar ist, dass es beim dritten Date Sex gibt. Frauen sind in diesem Punkt nicht so hirnlos: Nur vier (anders gerechnet neun) Prozent von ihnen stimmten entsprechenden „Regeln“ zu.

Frauen hingegen erwiesen sich als ausgesprochen bürgerlich-konservativ und votierten zu fast einem Viertel dafür, dass sie sich mehr Dates wünschen würden, bevor das Vöglein zum ersten Mal zwitschert. Sie gaben jedenfalls an, mehr Zeit für die Entscheidung zu benötigen.

Das Gute an einer Umfrage von LoveScout24: Im Grunde lehnen die meisten Befragten die Regel ab, mindestens drei Dates absolvieren zu müssen, bevor der Teufel aus dem Kasten springt.

Während 34 Prozent die Regel aus verschiedenen Gründen ablehnten, gaben 51 Prozent an, grundsätzlich nichts von Regelwerken zum „Dating“ zu halten – sogar etwas mehr Frauen als Männer. Lediglich eine Minderheit ist tatsächlich der Meinung, dass es so etwas wie eine „Regulierung des Rechts auf Sex“ gäbe. Dabei waren es vor allem wieder die Männer, die dieser offenbar etwas missverständlichen Antwort folgten:

(Es ist) … eine sinnvolle Regel, das schafft Klarheit auf beiden Seiten.


Das ist natürlich Blödsinn, denn diese „Regel“ würde insofern keine Klarheit schaffen, als sie weder Leitfaden, noch Auftrag oder Verpflichtung ist. Dennoch glauben 15 Prozent der Männer, dass ihnen solch eine Regulierung nützten würde. Frauen waren da viel klüger: Nur vier Prozent wollten diesem Satz zustimmen.

Die Zahlen stammen aus dem Hause LoveScout24.

Liebe und Lust auf mehrere Personen aufteilen?

Römische Orgie: Lust, aber ohne Liebe - geht das auch anders?
Männer, so hieß es einmal in Zeiten, als Frauen selbst noch nicht über solche Themen sprachen, würden sich stets weigern, ihre Freundinnen „auszuleihen“. Auch nicht an den besten Kumpel und nicht einmal, wenn die Freundin damit glücklich würde.

Männer wollen „ihre“ Frauen nicht teilen

Womit schon mal klar wäre: Männer teilen nicht gerne solche Frauen, die sie als „ihre Frauen“ betrachten. Dazu zählen feste Freundinnen, Verlobte und Ehefrauen. Im Gegensatz dazu haben sie weniger Bedenken, sich in Frauen zu teilen, die sich bereist anderen versprochen haben (auch Ehefrauen anderer), solche, die gar keine festen Beziehungen eingehen wollen oder solche, die sich ihre Gunst finanziell vergüten lassen.

Partnertausch und Dreier - Teilen nicht wirklich beliebt

Und wie sieht es bei Partnertausch und Dreiern aus? Sofern sie nicht in ein typisches Swinger-Milieu eingebunden sind, haben Männer auch beim „mitwirkenden Ehebruch“ (Partnertausch) bedenken. Er steht auf der Skala der männlichen Wünsche auch nicht so hoch wie andere Gelüste – mit rund 40 Prozent liegen derartige Wünsche abgeschlagen auf Positionen über 35 auf einer Skala, die etwa 60 Punkte umfasst.

Männer werden auch nicht gerne Teil einer Gruppe, in der „über Kreuz“ geliebt wird. Sie werden also ebenso ungern Teil eines MMF-Dreiers wie Teil eines Beziehungsgeflechts, in dem die Dame sich mal diesen, mal jenen Lover herauspickt. Selbst allerdings sind sie nicht so etepetete: Mit mehreren Frauen intim zu sein, sei es zugleich oder nacheinander, können sie sich schon eher vorstellen. Der sogenannte MFF-Dreier steht mit 85 Prozent der Nennungen jedenfalls weit oben in der Liste verborgener männlicher Lüste.

Insgesamt lässt sich sagen: Männer lieben Sex in Gruppen, bei denen die Frauen in der Überzahl sind - jedenfalls ihren Fantasien. Gut drei Viertel der Männer würden sich Orgien wünschen – vorzugsweise mit einem „Büffet“ sinnlicher Frauen.

Würden Frauen einen Mann ausleihen oder teilen wollen?

Und die Frauen? Würden sie ihren Mann ausleihen, um einer Freundin einen Gefallen zu tun? Wahrscheinlich auch nicht, denn MFF-Dreier stehen nicht gerade auf den obersten Plätzen der erotischen Wünsche der Frauen. Eher schon sinnliche Gruppen, bei denen frau „vom Büffet“ auswählen kann, wer ihr schmeckt – sei es Frau oder Mann. Davon sollen nach einer relativ verlässlichen Studie fast 57 Prozent der Frauen träumen. Angeblich sollen Frauen eine Aversion dagegen haben, „ihren Körper zu teilen“, also mal diesem, mal jenem ihre Gunst zu gewähren. Doch fällt auf, dass es auch für Frauen wesentlich schwerer ist, ihre Psyche zu teilen und die Emotionen gleichberechtigt unter mehrere Männer auszustreuen. Im Grund eist dies verständlich: Emotionen, insbesondere tief empfundene Verliebtheit, lässt sich nicht so leicht auf- und wieder abbauen wie die Lust an Orgasmen.

Den Körper teilen oder die Psyche?

Ich las gerade, dass Frauen sich nur zu sieben Prozent vorstellen könnten, in sogenannten „Poly-Beziehungen“ zu leben, also in solchen Beziehungen, in denen nicht nur der Körper, sondern auch die Psyche auf mehrere Personen aufgeteilt wird. Sieht man dies als vorstellbare Möglichkeit, aber nicht unbedingt als Ziel an, so liegt die Quote der Frauen, die es tatsächlich experimentell wagen würden, bei einigen vernachlässigbaren Prozentpunkten – ja, man kann sagen, unter der Wahrnehmungsgrenze.

Poly-Beziehungen sind offenbar keine Lösung

Woran liegt es nun, dass Frauen und Männer sich nicht in sogenannte „Poly-Beziehungen“ einlassen wollen? Die meisten Befragten antworteten in irgendeiner Weise emotional, wobei „Besitzdenken“ oder „Eifersucht“, in schönere Sätze gekleidet, wesentliche emotionale Motive waren.

Emotionale Abwehr wird höher bewertet als Vernunft

Der von PARSHIP durchgeführte Test zeigt, dass gut 80 Prozent der Befragten emotionale Probleme gegen „Poly-Beziehungen“ angaben, was letztlich bedeutet, dass sie die Frage eher psychologisch oder emotional auffassten. Nur etwa 10 Prozent der Befragten gaben an, dass eine Mehrfachbeziehung für sie zu aufwendig wäre oder sie keine Zeit dafür finden würden.

Es zeigt sich, dass die Menschen zuerst daran denken: „Wie würde ich mich dabei fühlen“, und erst dann, „wie könnte denn das praktisch aussehen?“Odre mit anderen Worten: Pragmatische und ökonomische Überlegungen traten offenbar in den Hintergrund, weil das Thema viel zu abstrakt für die Denkweise und die Umgebung waren, die sie kannten.

Poly ist kein Trend - Medien sorgen dafür, dass das Thema zum Trend wird

Mehrfachbeziehungen sind kein Trend – und Polyamorie ist es auch nicht. Sie wurde ganz offensichtlich zu einem „Trend“ hochstilisiert, weil manche Gruppen dafür gesorgt haben, dass dieses Thema im Internet ausgesprochen präsent ist.

Das Fazit – am Ende ist es nicht gut, die Liebe aufzusplittern

Die Diskussion darüber ist ohnehin nicht neu – sie dreht sich im Wesentlichen darum, ob die erotische Sehnsucht der Menschen von einer einzigen Person erfüllt werden kann, oder ob sie nur durch mehrere Personen gestillt werden kann. Und um den sogenannten „Ehebruch“ zu vermeiden, der allgemein als sozialschädlich angesehen wird, ist man dann auf andere Ideen gekommen, die letztendlich auch keine „besseren“, sondern nur „andere“ Lösungen sind.

Hinweis: Wir verwendeten mehrere Studien und Befragungsergebnisse mit unterschiedlichem wissenschaftlichen Hintergrund. Verlässlicher als die PARSHIP-Studie ist dabei eine Erhebung der Universität von Quebec, Kanada, von 2014, aus der die meisten Zahlen stammen. Bild: diverse, Bild oben: Thomas Couture, 1847, Ausschnitt

Wie häufig ist eigentlich die Lust aufs gleiche Geschlecht?

Neugierde und Gelegenheit führen oft dazu, einmal zu kosten ...
Nachdem die Presse voll ist von der Diskussion um die "sexuelle Vielfalt" in der Sexualerziehung, wäre es ja furchtbar einfach, einmal anders herum zu fragen – wie viele Menschen sind den tatsächlich betroffen? Wenn es mehr als ein Drittel ist, so eine häufig vertretene Meinung, dann gehört das Thema auf den Tisch.

Wie viele Menschen wünschen sich intime gleichgeschlechtliche Kontakte?

Damals: geheime Annäherung an das Hauspersonal
Doch das ergibt sich schon die erste Hürde: Wie viele Menschen sind es eigentlich, die auch das gleiche Geschlecht begehren oder zumindest fasziniert davon sind? Die Ergebnisse sind völlig verwirrend und bestenfalls aus der Sicht der Wissenschaftler „objektiv“. Wo die Wahrheit liegt, ist keiner der Studien wirklich zu entlocken. Zumeist handelt es sich um persönliche Zuschreibungen, wie etwa die Aussagen von Heterosexuellen, sie seien „erotisch fasziniert“ vom gleichen Geschlecht. Diese „träumen“, „fasziniert sein“ oder „hingezogen sein“ ist aber nicht gleichzusetzen mit „der Faszination einer Verführung erliegen“ oder gar „aus Faszination eine Verführung zu initiieren“.

Alles eine Frage der Fragestellung?

Fragt man beispielsweise: „Fühlen Sie sich überhaupt durch Personen des gleichen Geschlechts erotisch angezogen?“ so erzeugt dies den Reflex „nein“ zu sagen. Fragt man jedoch „Fühlen Sie sich gelegentlich von Personen des gleichen Geschlechts angezogen?“ so erreicht man häufiger ein „ja“ oder jedenfalls ein „möglicherweise“.

Immerhin gut die Hälfte der Frauen ist nicht grundsätzlich abgeneigt

Es zeigt sich, dass Befragung nach dem Traum von Gleichgeschlechtlichkeit, dem Wunsch danach und der Vorstellung, sie aktiv leben zu können, gewisse Diskrepanzen bestehen. Und dennoch sind die Prozentzahlen bei allen Fragestellungen erstaunlich hoch, wenn man sich wirklich Mühe gibt, die Frage ergebnisoffen zu formulieren. Dann können durchaus Ergebnisse zwischen 25 und 85 Prozent ermittelt werden – immer mit dem Vorbehalt, dass diese Aussagen nicht belastbar sind.

Doch gleich, welche Studien mit welchen Methoden man aufruft: „Nein“ sagt bestenfalls die Hälfte der Frauen, die andere Hälfte tendiert zu „gelegentlich“ oder „möglich“. Bei Männern – zum Vergleich – sind es bestenfalls 25 Prozent, die sich als Bi-interessiert erwiesen.

Warum das Thema auf den Tisch gehört

Wenn sich – wie aus allen Studien geschlossen werden kann, dann ist gut die Hälfte der Frauen an gleichgeschlechtlichen Kontakten interessiert, ohne sie jedoch auszuleben. Und das bedeutet: Das Thema der Gleichgeschlechtlichkeit darf kein Tabuthema sein. Insbesondere muss transparent werden, dass „Homosexualität“ nicht gleichbedeutend mit erotischer Neugierde auf das gleiche Geschlecht ist. „Homosexualität“ ist eine Veranlagung, die Lust auf das gleiche Geschlecht hingegen eine erotische Wahlmöglichkeit.
0 Kommentare
Abstimmungszeitraum abgelaufen.
Derzeitige Beurteilung: keine, 0 Stimme(n) 139 Klicks
Tags für diesen Artikel: , ,

Annahmen über unser Leben und unsere Partnerwahl

Wir wissen, was uns gut tut.

Na schön, das sollten wir wissen.

Jeder Küchenpsychologe sagt uns, dass es so ist.

Ich sage: Sie wissen es nicht wirklich. Und je jünger Sie sind, umso weniger können Sie es wissen.

Doch wie sollen wir wissen, was uns „gut tut“, wenn wir gar nichts oder nur ganz, ganz wenig erprobt haben?

Dann tut uns das gut, von dem wir wissen, dass es uns gut tut. Von dem, was wir nicht wissen, nicht erfahren haben oder ablehnen könnte uns aber auch etwas gut tun, nicht wahr?

Wenn Sie nun ablehnen, unbekannte Wege zu gehen, werden Sie nie erfahren, was Ihnen gut tut. Und Sie werden auf immer und ewig glauben, dass Sie aus den wenigen Erfahrungen, die ihnen das Leben bisher bot, ermessen können, was Ihnen wirklich gut tut.

Pause. Nachgedacht? Sie sind auf Partnersuche?

Sie wissen, wer Ihnen gut tut?

Ach, sagen Sie mir doch bitte: woher wollen Sie das eigentlich wissen?

Extreme und das angebliche Überschütten mit Liebe

Du hast einen neuen Mann kennengelernt? Herzlichen Glückwunsch!

Ach, und er ruft nie von sich aus an, und wenn du ihn anrufst, versucht er das Gespräch abzukürzen. Erfragt dich nie was, weil er nur mit sich selbst beschäftig ist, und er hört dir nie zu. Und er überlässt dir das Arrangieren von Dates?

Er mag nichts, was du magst, ist egoistisch und unhöflich, achten nur auf seine Befriedigung und vögelt dich ganz fürchterlich schlecht?

Er will nicht, dass du seine Eltern kennenlernst, und weigert sich, mit dir in Urlaub zu fahren?

Du hast deinen Traummann gefunden!

Ach, du denkst anders darüber? Vielleicht so:

Du hättest gerne jemanden, der sich mehrfach am Tag meldet, Fragen stellt, zuhört und interessiert ist? Der alles mag, was du auch magst? Der dir richtig tollen Sex schenkt und der dich seinen Eltern vorstellen will?

Dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass der Mann meschugge ist, was man auch so schreiben kann:

Was du da erlebst, könnte ein Fall von manipulativem Love Bombing sein – ein ernstes Warnzeichen für eine Person mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung.


Ja, was war nun das? Eine Einschätzung einer Einschätzung, die auf einer Einschätzung beruht, die auf allerlei Wegen übers Internet verbreitet wurde. Was dahinter steht? Ein Artikel in „Psychology Today“, der allerdings nicht unmittelbar etwas mit der Partnersuche zu tun hat, sondern von manipulativen Männern handelt, die sich auf Frauen mit schwachem Selbstbewusstsein konzentriert haben. Diese werden mit Liebe überschüttet, weshalb man das Ganze auch „Love Bombing“ nennt. Dieser Artikel animierte nun zahllose Autorinnen und Autoren dazu, das Märchen vom „Dating-Trend“ zu verbreiten.

Das gelang mithilfe von Amateur- und Küchenpsychologie. Die Frauen und Männer, die’s schreiben, meinen es ja gut mit dir. Und am Ende haben sie für dich den Spruch, der offenbar als Allheilmittel für Dating-Entäuschungen stehen soll:

Wenn deine Intuition sagt, da stimmt etwas nicht, dann stimmt da auch meist wirklich etwas nicht.


Womit mal wieder nichts gesagt, aber viel geschrieben wäre. Denn dieser Spruch, vielfach gehört und immer wieder nachgeplappert, gilt für den Umgang, den gesunde, selbstbewusste, kritische junge Frauen im Alltag mit Männern an den Tag legen. Das Phänomen „Love Bombing“ wird in einer anderen Liga bespielt, in der höchst manipulative Kräfte (meist Männer) die Defizite anderer gezielt und mit Vorsatz ausnutzen.

Wenn du nun den ersten Teil dieses Artikels noch einmal liest, dann wirst du finden, dass alle Extreme deswegen schlecht sind, weil sie Extreme sind. Nichts zu bekommen, ist schlecht, und alles zu bekommen, kann auch schlecht sein. Unser Alltag wird aber höchst selten in Extremen gelebt – und deswegen – vergiss „Love Bombing“.

Zitate aus "Wunderweib"

Ähnlich spekulativ in: Beziehungsweise

Die Quelle, aus der ursprünglich fast alles weiterverbreitetet wurde: The Sun.

Die Ur-Quelle mit echter Psychologie: Psychology Today.