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 Liebeszeitung - Lüste, Liebe, Beziehungen und viel mehr.

Das Dilemma, „aufgeklärt“ zu werden

Aufklärung 1930
Die Autorin Madita Oeming fasst ein Dilemma zusammen – der bürgerliche Wohlanstand verhindert eine realitätsnahe Aufklärung Jugendlicher.

Auf die Frage der österreichischen „Standard“ nach der Problemlage antwortete sie:

Dass wir keine ausreichende sexuelle Bildung zur Verfügung stellen und deswegen Pornos in die Rolle dieser Aufklärer geraten. Aber Pornos sind Fantasiefilme für Erwachsene und keine Erklärfilme für Jugendliche. Aber solche Erklärfilme fehlen halt, somit gibt es keinen Ort, an dem Jugendliche kuratierte Inhalte sehen können, um zu verstehen: So sieht Sex aus, so klingt Sex, so funktioniert das.

Klare Ansagen - bewertet

Um eine klare Ansage zu machen: Ja, das Leben besteht aus mehr als „nur“ Sexualität. Und Sexualität besteht nicht nur aus dem Geschlechtsakt. Letztendlich werden wir Menschen nach unserem Verhalten beurteilt, nach dem Umgang miteinander – alles richtig. Und ja, es gibt eine Ethik, die allerdings auch für manche Erwachsene nur schwer verständlich ist.

Und deshalb: Zuerst kommt die Naturwissenschaft, denn sie ist verlässlich. Dann das persönliche Verhalten, das soziale Miteinander, dann die Grenzfälle und schließlich das, was es für die Philosophie und die Religion noch zu erklären gibt.

Zitat: der standard

Das Team "sehpferd" veröffentlicht hier weiterhin Artikel des Zeitgeschehens, die von allgemeinem Interesse sind.

Foto: Aufnahmedaten und Urheber unbekannt. Die Buchautoren waren James Thurber und E.B. White. Originalausgabe1929, diese Ausgabe vermutlich in den 1930-er Jahren, Foto technisch verbessert 2026.

Tritt keine Türen ein – warte, bis sie sich öffnen

Türen öffnen sich leise ...
Manche Männer treten die Türen ein, statt zu warten, bis sie sich öffnen. Das ist natürlich nicht im „wahrsten Sinne des Wortes“ gemeint, sondern emotional.

Das wäre zum Beispiel die Sache mit den Anmachsprüchen. Die mögen ja bei einem Viertel der betrunkenen weiblichen Gäste in irgendwelchen Bars wirken, aber ansonsten? Was würdest du sagen, wenn du dich den halben Abend gegen dumme Anmachsprüche von aufdringlichen Tussis wehren müsstest?

Wenn du ein Mann bist ...

Wenn du ein Mann bist (was ich jetzt mal annehme), dann fängst du am besten ein „ganz normales Gespräch“ an. Wenn die Frau so etwas wie Selbstbewusstsein hat, dann hast du wenigstens ein gutes Gespräch gehabt. Manchmal lenken Frauen uns Männer ja selbst auf den Pfad, der ihre Türen öffnet. Dann gehst du einfach drauf ein und wartest, was sie alles in ihrer süßen Wunderkiste hat - und ob du wirklich davon naschen möchtest.

Höfliche Versuche statt Zaubersprüche

Wenn sie beim Sachthema (oder beim Smalltalk) bleibt, kannst du immer noch versuchen, ein bisschen tiefer zu schürfen – das Gold soll ja mit „bloßen Augen unsichtbar“ sein. Wie auch immer: Es ist um vieles einfacher, ein geöffnetes Tor zu betreten, statt ständig neue Zaubersprüche zu lernen, die es angeblich öffnen.

Heutzutage weißt du bei „zufälligen Treffen“ nie, welche Absichten, Ziele oder Wünsche hinter der Stirn einer Frau verborgen sind, die offensichtlich allein ausgeht.

Und das heißt: Sprich mit ihr. Du wirst davon nicht dümmer, sondern sehr wahrscheinlich erheblich erfahrener. Und deshalb wäre es ganz gut, auf alles vorbereitet zu sein.

Dir ist der Text nicht sachlich genug? Dann schau mal, ob er dir auf sehpferds Kommunikationsblog besser gefällt.

Am Gründonnerstag




Ich bringe mich einfach mal in Erinnerung. Denkt an eure Häsinnen und Hasen - die Liebe bleibt, auch wenn die Liebeszeitung nicht mehr weitergeführt wird.

Geschrieben habe ich dies am Gründonnerstag 2026. Wenn ihr diese Seite an diesem Tag aufruft, kommt dennoch keine Fest- oder Feiertagsmeldung. Für die meisten Christen ist der Gründonnerstag aber ein Gedenktag.

Gründonnerstag (Dies viridium, Feria bona quinta, Dies absolutionis oder indulgentiae, Coena domini), der Donnerstag vor Ostern, welcher, als Gedächtnistag der Einsetzung des Abendmahls gegen Ende des 7. Jahrh. zum Festtag erhoben, seitdem in der christlichen Kirche gefeiert wird. Die Benennung G., die zuerst um 1200 vorkommt, leitet man entweder von dem ihn auszeichnenden Leseabschnitt Ps. 23,1 oder von der noch heute verbreiteten Sitte ab, an diesem Tage grüne Frühlingskräuter zu genießen, denen man eine heilbringende Kraft beilegte.


Zitat: RetroBib (Meyers), ca. 1892

Neues zu einer Volksweisheit - „Gleich und Gleich“

Volksweisheiten wie - „Gleich und Gleich“ oder auch "Gegensätze ziehen sich an" sollten kritisch hinterfragt werden. Stattdessen wurde "Gleich und Gleich" nun angeblich wissenschaftlich bestätigt. Wem nützt dies? Den Partnersuchenden? Unser Autor zweifelt daran.

Für manche Psychologen und Soziologen ist längst bewiesen, dass „Gleich und Gleich“ der Schlüssel zur perfekten Partnerschaft ist. Andere bezweifelnd dies. Allerdings sagen sie nicht „Gegensätze ziehen sich an“, sondern beispielsweise: „Die Eigenschaften von Paaren sollten sich ergänzen“.

Es gibt also drei Meinungen zum Thema:

1. Die Formel „Gleich und Gleich“ ergibt ideale oder harmonische Paare.
2. Gegensätze ergeben neue Perspektiven und interessantere Beziehungen.
3. Ergänzungen ergeben Mehrwerte oder Synergien.


Die erste These, so berichten zahllose Zeitungen immer wieder, habe sich als zutreffend erwiesen – doch welchen Wert hat diese Feststellung?

Woraus ergibt sich die Harmonie in Beziehungen?

Für Menschen mit relativ simplen Vorstellungen vom Zusammenleben spielte die Harmonie schon immer die größte Rolle. Doch auch sie basiert auf Persönlichkeitseigenschaften wie Verständnis, Toleranz, Problemlösungsfähigkeit und sicher auch Anpassungsfähigkeit. Sie werden also gerne lesen, dass die „Vögel mit gleichen Federn“ immer wieder zusammenkommen und damit glücklich werden.

Doch stimmt das alles wirklich? Oder schafft die Wissenschaft mit ihrer etwas einseitigen Betrachtungsweise vielleicht sogar Pseudofakten?

Sicher scheint nur zu sein, dass es auf die Kriterien für die angeblichen „Gleichheiten“ ankommt. Doch es gibt noch eine ganz andere Interpretation. (Zitat)

„Die ... Ergebnisse deuten darauf hin, dass selbst in Situationen, in denen wir das Gefühl haben, eine Wahl in Bezug auf unsere Beziehungen zu haben, möglicherweise Mechanismen hinter den Kulissen wirken, die uns nicht vollständig bewusst sind“.

Da war noch die Liebe, oder?

Könnte eines der „Mechanismen“ vielleicht Liebe sein? Ich kann nur hoffen, dass meine Leser(innen) sich auf sich selbst besinnen, bevor sie „Forschungsergebnisse“ als Grundlage für ihre Lebensplanung wählen.

Quellen:

(1) Studienergebnisse mit Zweifeln von einem Fachmann.
(2) Ursprung des verwendeten Zitats aus "Independent" (Tanya Horwitz).

Bereitest du dich wirklich auf ein Date vor?

Das erste Date - worauf bist du vorbereitet?
Was hast du bisher getan, bevor du dein erstes Date hattest? Dich geduscht, frisieren lassen, eine neue Bluse oder gar neue Dessous gekauft?

Das kann alles sinnvoll sein. Doch in den meisten Fällen hätte weniger davon das Gleiche erreicht. Die Erfahrung zeigt: Innerlich leben die meisten Partnersuchenden von Hoffnungen und Erwartungen.

Falls das bei dir auch so ist: Hier sind die Grundlagen für eine sinnvolle „innere Einstellung“ zum ersten Date: „Sei vorbereitet“.

Bereite dich auf alle Situationen vor

Sich vorzubereiten bedeutet, mit gewöhnlichen wie auch ungewöhnlichen Situationen umgehen zu können. Wenn du Anfänger(in) bist, benötigst du sehr wahrscheinlich eine Lernphase. Dabei wirst du bemerken, dass andere Menschen nicht dieselben Vorstellungen haben wie du. Beim ersten Date empfiehlt sich, selbstbewusst, aber dennoch offen aufzutreten. Von der Bekleidung über das Verhalten bis zum Gespräch: Klare Konturen zeichnen, aber dennoch offen zu sein für die Auffassungen anderer.

Dein Treffen von Anfang bis zum Ende in mehreren Varianten durchdenken.

Fünf Grundsituationen und wie du sie nutzen kannst


Die meisten Menschen gehen mit einem starren Konzept zu einem Date: Beziehungen oder gar nichts. Das Hauptproblem dabei ist, Hürden aufzubauen, die nur schwer zu überwinden sind. Bei jedem Date können mehrere Wünsche auftreten:

1. Du willst seine/ihre Persönlichkeit kennenlernen, weil er/sie für dich interessant ist. Aber: Du kannst dir Sex im Moment nicht vorstellen.
2. Du findest die Voraussetzungen für eine Beziehung ideal, aber „dir fehlt etwas“ an der anderen Person.
3. Du bist fasziniert von der Person und wirst in deren Gegenwart auch bereits sexuell erregt – den Rest ignorierst du vorläufig.
4. Du entdeckst „viele Gemeinsamkeiten“, von denen du annimmst, dass sie in eine ideale Beziehung führen könnten.
5. Du vermutest, dass die Beziehung gewisse Risiken beinhaltet, aber du fühlst dich stark genug, diese Risiken einzugehen.

Was würdest du tun?

Meine Empfehlung: Du weißt vorher nie, was aus „euch“ wird. Ein zweites Treffen und eine Portion Selbstbewusstsein helfen dir, den anderen von einer weiteren Seite kennenzulernen. Du kannst aus jeder dieser Begegnungen einen Gewinn mitnehmen: Erlebnisse, Freuden, Lüste oder einfach – Erfahrungen.

Bild: Aus "La Vie Parisienne" , 1934, Original von Georges Léonnec.

Hinweis: Es gibt überall "Tipps" für erfolgreiches Dating. Aber es gibt nur eine Person, die es realisieren kann: DU.