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Ich schäme mich, Pornografie anzusehen

Pornografie ansehen – und andere Dinge, für die ich mich schäme - eine interessante, ehrliche Offenbarung. Leider nicht von MIR, sondern von der libanesischen Autorin Jessica Semaan. Zusammen mit der Fotografin Jane Hu hat sie ihre Scham bildhaft und in kurzen Texten ausgedrückt.

Drei Kernsätze aus dem Bereich: „Ich schäme mich, Pornografie anzusehen“:

1. Keine andere Frau sieht Pornografie an.
2. Pornografie ist Männersache.
3. Ich bin böse, weil ich sexuelle Fantasien habe, die nicht den heterosexuellen Vorstellungen entsprechen.

Wer auf die Seite geht, wird dort nichts Pornografisches entdecken. Das ist gut so, denn es geht um falsche Scham und ihre Überwindung.

Sehenswert ist auch die Webseite der Fotografin.

Spontan mit einem Mann schlafen?

Eine ganz normale Geschichte ...
Dieser Text entstammt einer authentischen Schilderung. Sie wurde mir erzählt, und ich erzähle sie für euch nach. Ich weiß, dass viel von euch in einem ähnlichen Konflikt stehen.

Dating ist eigentlich nicht meine Sache. Gut, ich habe es versucht – und nicht nur einmal. Du sitzt da und redest, und denkst: Du darfst auf keinen Fall zeigen, dass du ihn „zu sehr willst“. Und lass dir bloß nicht anmerken, dass du seit einem halben Jahr keinen Mann hattest und dringend darauf wartest, dass dich einer … ich vermeide, mal, das Wort auszusprechen.

Bleib cool. Finde raus, ob er was Ernstes will. Schlaf nicht mit ihm, bevor du ihn genau kennst. Du bist keine Schlampe, die mit jedem ins Bett hüpft, nicht wahr?

Ja, und dann ging ich auf eine Tagung. Alles macht auf blitzeblank und vornehm. Hier denkt niemand an Dating oder so etwas. Mir fällt ein junger Mann auf, und ich entdecke, dass wir etwas Gemeinsames haben. Ich weiß genau, was es bedeutet, wenn man mit einem Mann abends in der Hotelbar sitzt und trinkt. Ich bin für ihn ein Schnäppchen, na klar. Aber er ist für mich wie ein Glas Wasser in der Wüste. Er will mich jetzt und hier.

Verdammt – wann ist das zum letzten Mal passiert?

Ein letztes Mal meldete sich mein Tantchen-Ich: „Du wirst dich doch nicht einfach vernaschen lassen?“, und schon geht die Ampel auf Rot. Und dann, sehr plötzlich, schaltet sie auf Gelb und sagt mir: „Na los, was kann dir denn passieren? Du bekommst gleich freie Fahrt.“

Irgendwie wartete ich auf Grün. Jemand wollte mich. Es ist schön gewollt zu werden, zumal, wenn man kaum noch erwarten kann, eine wirklich lustvolle Nacht zu erleben. Und das mit einem völlig Fremden! Bei wem kribbelt es denn da nicht? Erst jetzt wird mir klar, dass ich auf einen ONS zusteuere, und dass es mich förmlich hineintreibt in dieses Abenteuer.

Er ist nicht frei, das merkt man ihm an. Aber ein Mann, der nicht frei ist, hat wenigstens Erfahrung. Als wir vor seinem Hotelzimmer ankommen, sage ich noch: „Sollen wir es wirklich tun? Ich meine, du bist gebunden, und ich bin … auch ein wenig gebunden.“

„Meinst du wirklich, was du sagst?“ Er lächelte dabei. Natürlich wusste er, dass ich nicht meinte, was ich sagte. Ich musste inzwischen verdammt bedürftig wirken.

Nachdem wir die Zimmertür hinter uns schlossen, fielen alle Hemmungen, vor allem meine. Das passiert, wenn du ausgehungert bist und es nicht zugibst. Du kannst nicht mehr gegen die Natur, wenn sie dich einmal im Griff hat.

Es war nur Sex. Und es war schön.

Natürlich kannst du sagen, dass ich ihn benutzt habe. Oder dass er mich benutzt hat. Er wollte wissen, ob er für eine andere Frau noch attraktiv ist, und ich wollte wissen, ob ich für irgendeinen Mann noch attraktiv genug bin. Daran ist nichts Böses.

Ich weiß, dass viele von euch denken, diese Art von Sex aus reiner Lust und Begierde würde eine Frau abwerten. Aber davon stimmt kein Wort, wenn du dich nicht selbst abwertest. Wundervoller Sex schadet dir nicht. Mag sein, dass Menschen dir schaden könnten, aber sicher kein guter Liebhaber.

Gehst du ab und zu auf Dates? Dann bereite dich auf alles vor – und tu um Himmels willen das, was du wirklich willst.

Hinweis: Das Titelbild (Frau auf Pensionsflur) bezieht sich nicht auf die im Artikel dargestellte Person.

Tipps und Tricks, wenn du dich "für ihn" ausziehst

So stellten sich die Männer ein "sexy" Mädchen gegen 1950 vor
Männer, die besonders viel Wert darauf legen „auf schön“ verführt zu werden, lieben sinnliche Wäsche über alles. Darüber haben wir schon mal "über das Ausziehen" geschrieben, nämlich dies:

Die anderen wollen deinen Körper durch deine Kleidung hindurch entdecken. Wo scheint etwas durch, wo verbirgt sanfte Spitze die Brustansätze? Sie wollen, dass du im Kleid oder Rock erscheinst, und sie wünschen sich, dass du darunter noch fantasievolle Spitzen und kontrastreiche Strapse trägst. Irgendwie setzen sie das Optische in Geilheit um.


Nicht makellos schön und keine Kleidergröße 36?

Manche von euch glauben, das geht nur, wenn du jung bist, Kleidergröße 36 hast und dein Körper absolut makellos ist. Was für ein Unsinn! Dein Ehemann oder dein Freund will vor allem eine lustvolle, sinnliche und äußert intime Vorführung, bei der nur deine erotische Ausstrahlung zählt, also nicht deine „Extra-Pfunde“ und auch nicht dein Alter. Und ich muss noch mal sagen: Mit „Strippen“ hat das gar nichts zu tun. Wenn du strippen willst, musst du gut in Leichtathletik gewesen sein und ein bisschen tanzen können, und dein möglichst makelloser Körper muss vor „großem Publikum“ präsentiert werden. Das erfordert ganz andere Fähigkeiten und Künste, als du sie benötigst.

Die Allzeit-Verlockung: Strapse

Ausziehen ist nicht "Strippen"

Deshalb solltest du auch den Redakteurinnen von Frauenzeitschriften kein Wort glauben, , die dir raten, wie du deinen Freund mit „Striptease-Künsten“ verführen kannst. Sie tun’s ja nicht. Sie schreiben es ab, und das merkt man auch. Denk mal dran, dass du dich ziemlich selten (oder nie?) auf einen „Strip“ vorbereiten wirst – aber vielleicht wirst du dich in deinen „Dating-Phasen“ öfter mal spontan vor einem neuen Lover ausziehen. Auch deinen Freund oder Ehemann wirst du eher mal „aus der Lamäng“ erotisch verführen als mit Musik, Tanz und Bühnenklamotten.

Die kleine Show für einen neuen Lover

Wenn dein Lover „neu“ ist oder „sowieso nicht für immer“ kannst du alles so einrichten, dass er seine private Show bekommt. Verführ ihn mit einer Komposition aus deiner lustvollen Erscheinung, einer Umgebung, in der die Lust aus allen Winkeln lacht. Und setzt alles ein, was die Illusion perfekt macht: neben den Dessous und deiner Ausstrahlung vor vor allem, Licht, Make-up, Düfte und ein Verhalten, das ihm den Atem raubt. Das klingt nicht sehr „emanzipiert“, aber wenn du so etwas tust, wirst du deine Gründe haben.

Das bist nicht du? Na klar, das bist nicht du, wenn du am Bankschalter stehst oder Personal einstellst, programmierst oder Wurst verkaufst. Aber das bist du, wenn du deinen Typen wild machen willst.

Anders als die Frauen, die sich auf der Bühne ausziehen und dabei tänzerisch bewegen, solltest du Wege finden, dich im Stehen, Sitzen und Liegen auszuziehen und dabei immer eine gute Figur zu machen. Die Kunst der erotischen, privaten Verführung liegt dabei im „Nähern und Entfernen“, im „Reizen und Verweigern“ und im „Zeigen und Verhüllen“.

Ein paar Kleinigkeiten, wenn du nicht "überall" schön bist

Für den „schönen“ Körper sorgt immer weiches, rötliches Licht. Blaues Licht und Leuchtstoffröhren zeigen jede Hautunreinheit. Leiste dir eine altmodische Leuchte mit rötlichem Lampenschirm und verwende gedimmtes, weiches, gestreutes Licht, wann immer es geht.

Wenn du besonders große, vielleicht gar schon etwas schlaffe Brüste hast – zieh dir den BH erst aus, wenn du liegst, dann wirken deine Brüste wundervoll weich und schön.

Sexy oder nicht - eure Großmütter trugen Nachtgewänder zum Verführen (ca. 1940/1950)
Und noch ein letzter Tipp: „Alles“ auszuziehen, ist oft gar nicht nötig. Manche Männer lieben es, wenn du die Strapse, Strümpfe oder sogar die Schuhe anbehältst. Und letztendlich hilft manchmal auch ein Trick, den schon deine Großmutter gekannt haben könnte: Für den Sex umziehen, zum Beispiel ein schickes Nachthemd aus Seide, das deinen Körper betont und das sich einfach himmlisch weich anfasst.

Wie du dich als junge Frau sexy ausziehen kannst, ohne besondere Klamotten zu kaufen, kannst du hier lesen. Da steht auch, wie du einen Kerl ausziehen kannst – und er dich.

Bild oben: Historisch, nachkoloriert. In SW gegen 1950 veröffentlicht
Mitte: Herkunft unbekannt, möglicherweise ein privates "Wäschefoto"
Unten: Werbung.

Wie ziehst du dich eigentlich vor einem Mann aus?

Wen der verführerische Blick nicht reicht ...
Klar ist, dass du dich vor einem Arzt anders ausziehst als vor dem Spiegel. Aber wie ziehst du dich eigentlich aus, wenn du mit deinem Körper imponieren willst? Und wie, wenn du etwas an ihm verbergen möchtest? Was darf dein Liebster lange und ausgiebig betrachte, und wofür schämst du dich?

Enttäuschung: Suchmaschinen geben keine Antworten auf konkrete Fragen

Wir haben den Titel mal in eine Suchmaschine eingegeben – und sogleich den Beweis erhalten, wie wie bescheuert die Logik dieser „intelligenten“ Missgeburten ist:

Google: „Welchen Mann ziehst du an?“ „Ziehst du immer die falschen Männer an“
Quand: „14 Fakten zur Körpersprache des Mannes.“ Und „Heimlich verliebt: Die Anzeichen bei einem Mann“
Bing: „Ziehst du dich vor einem Haustier aus?“ „Die zwanzig witzigsten Fragen an Contana“
Duck Duck GO: „Die zwanzig witzigsten Fragen an Contana“ „14 Fakten zur Körpersprache des Mannes.“


Keine Antwort auf die Frage also. Stattdessen endloses Blabla und Klugscheißerei über Beziehungen.

Mehr über "Anziehen" als über "Ausziehen"

Irgendwie ist wirklich komisch (na ja, merkwürdig), dass es ein paar Dutzend Artikel im Internet darüber gibt, wie du einen Mann „an dich bindest“, also „anziehst“. Aber kaum einen, wie du dich am raffiniertesten für einen Mann ausziehst – und zwar so, dass er dich will – nur dich. Und ohne dass du dabei zum „Strippen“ aufgefordert wirst.

Sieht fast immer schrecklich aus: ein Selfie im Badezimmer mit kurzem Rock
Ich denke mal, dass du es auch als peinlich ansiehst, darüber zu reden. Aber wie kann’s denn sein, dass tausendfach „Selfies“ in sexy Posen vom Handy aus verschickt werden, aber keine von euch darüber redet, wie sie sich aufzieht, wenn sie mal „alle Register“ ziehen will. Was denn, das ist zu intim?

Manche Dessous sind zum Verführen da - aber angeblich trägt sie niemand

Die Hersteller von schicken Dessous wissen natürlich genau, was sie dir anbieten und wie du darin aussehen kannst, und mindestens in großen Warenhäusern bekommst du schon Sachen, die ziemlich lustvoll an dir aussehen. Bestimmet Versandhäuser, die nicht den Erotik-Konzernen angehören, bieten sogar sündhaft teure Spezialmarken an, bei denen der BH schon mal einen Hunni kosten kann.

Wie frau so etwas trägt, und warum es wirkt, ist kein Geheimnis. Auch wann, und wie du die Teilchen einsetzen kannst, weiß fast jede Frau, und ich nehme an, du auch.

Und wie du dich darin bewegst und wie du sie am besten ausziehst, um die maximale Wirkung zu erzielen, ist auch klar. Jedes Escort-Girl weiß genau, wie sie sich am „heißesten“ anziehst, um sich wieder auszuziehen. Und die meisten anderen Frauen betreiben dazu "Learning by Doing" - in der Praxis für die Praxis. Ist ja wirklich nicht so schwer, herauszukriegen, was deinen Freund scharf macht, oder?

Aber drüber reden? Das tut kaum jemand.

Niemand? Wir tun es - denn dieser Artikel wird fortgesetzt.

Bild: Oben Nachbildung einer zerstörten Zeichnung für ein 1940er Magazin
Unten: Aus einer ehemaligen Veröffentlichung "misslungener" Selfies.

Der Slip, das Date, der Mut und die Schamhaftigkeit

Den Slip während des Dates ausziehen - hat das Sinn?
Jetzt wird es ja schon Herbst – aber eigentlich passt es in jede Jahreszeit: Gehst du zu einem Date mit bequemen Bauwollslips, mit Reizwäsche (Spitzen, Strapse und so) oder – völlig ohne?

Zwei Anzeigen-Anekdoten über den Slip

Also, dazu muss ich zwei Anekdoten erzählen:

Als die ersten Webseiten aufkamen, die kostenlos Partner vermittelt haben, da gab es manchmal eine Frage, die ein bisschen anzüglich war. Bei einem Anbieter war’s so, dass du sagen solltest, was du Besonderes in deinem Schlafzimmer hast (außer dir, versteht sich). Bei einem anderen konntest du die Frage beantworten, was das Aufregendste wäre, wenn du mit deinem Date am Tisch sitzt.

Vor allem die Frauen wussten eine Menge über das zu sagen, was ein Mann in ihrem Schlafzimmer finden würde: von einem Leguan (ja, wirklich) über Negligés bis hin zu Kondomen (ungebrauchte!) und lässig auf den Boden geworfene (getragene!) Slips. Es handelte sich überwiegend um intellektuelle New Yorkerinnen, die alle sehr unabhängig und freizügig wirkten.

Die zweite Webseite erlaubte die Frage nach nach dem Aufregendsten beim Date, und ein Mann schrieb: „Wenn sie ihren Slip ausziehen und ihn deutlich sichtbar auf den Caféhaustisch legen würde.“ Die Webseite erschien in der Schweiz, wo dergleichen völlig „unangebracht“ war. Kurz: Es gab einen Protest gegen ein „derartiges Ansinnen“ – auch wenn es gar kein Ansinnen war.
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