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Mild und wild in den Frühling

Wenn die Gedanken mild werden und es im Schritt zu zucken beginnt, falls gerade niemand zuschaut, dann ergreift der Lenz die Macht.

Er bringt die Jungfrau zum Jubeln und Jauchzen, voll verhaltener Wonne, doch wenn das Mieder quillt, kann sie sich nicht mehr zurückhalten: Sie tut es, schamlos, wild und ungehemmt … (und man denke: im Hemd …)

So jedenfalls sah es der Texter Frank Günther, der den Text für Olaf Bienerts „Parodistische Arie“ kreierte.

Der Lenz ist da ...
Nun ja, das ist leider für die heutige Zeit viel zu frivol. Ein wogendes Mieder – ach du lieber Schreck, wer wird denn dies in den Vordergrund stellen? Und wenn es dann gar noch quillt, die Dame also in aller Öffentlichkeit animalische Reaktionen zeigt – wie schockierend! Wie kann man überhaupt sagen, das Mieder würde Quellen, würde versuchten, die Schnürung zu durchbrechen, um der Wollust den Weg freizumachen? Darf man überhaupt hinsehen, wenn sich die Frauenbrust hebt, die Aureolen größer werden, die Brustwarzen hervorstechen? Darf man Frauenkörper überhaupt noch ansehen, sie lustvoll finden?

Ach, um Himmels willen – wir armselig ist es doch, die Welt nur anhand des geistigen und emotionalen Inhalts der Gehirne zu betrachten – diese biochemisch bewegten Bits und Bytes, deren Algorithmen ständig verändert werden. Dieses Gewusel aus Intellekt und Gesinnung, Emotionen und Befindlichkeiten.

Wissen Sie was? Geben Sie der Natur nach … lassen Sie alles zu, seien Sie offen für alles. Es ist nicht so oft Frühling im Leben eines Menschen. Und die Lust überfällt Sie ebenfalls nicht jeden Tag.

Bild von VintageFanGirl, aus einer Korsett-Werbung.

Sollten sich Männer bei Frauen Grenzen setzen?

Frauen sind perfekt – haben wir oft genug gehört. Sie kennen ihre Grenzen und sie halten diese ein. Na klar. In Grimms Märchen vielleicht und nicht einmal da. Wie war das noch mit der Krötenküsserin?

Ach, ist das alles verlogen. Menschen haben Grenzen, und die erfolgreichen unter uns überschreiten diese Grenzen hin und wieder. Ohne Grenzüberschreitungen gibt es keinen Fortschritt, sondern ein verharren im Althergebrachten.

Frauen setzen sich auch Grenzen in Liebe, Lust und Leidenschaft. Nur schreiben sie dies nicht auf gelbe Zettel, die sie sich auf die Stirn kleben. Im Gegenteil. Sie denken sich sinngemäß: „Mal sehen, wie er vorgeht, und wenn ich dann mehr oder etwas anderes will, kann ich immer noch aktiv werden.“

Männer – das wird Sie erstaunen – setzen sich ebenfalls Grenzen. Und wie Frauen auch, wissen sie, dass sie diese Grenzen gelegentlich überschreiten müssen. Es gehört einfach dazu. Den richtigen Ton auf der Klaviatur treffen, heißt nicht immer, lieb und nett zu sein. Im Gegenteil. Jeder Mann, der höflich, nett, zuvorkommend und zurückhaltend war, hat schon mal erlebt, dass er damit nicht weiterkommt. Zu Recht. Denn wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

Und nun zitiere ich mal:

Das Ausloten von Grenzen der Sexualität ist in der Erotik nahezu systemimmanent. Grenzüberschreitungen sind manchmal erfolgreich, manchmal nicht. Wer nicht wagt, gewinnt nie.


Und weil das alles so ist, und auf gar keinen Fall anders, können mir manche Diskussionen gestohlen bleiben. Zum Beispiel die, dass „wir Männer“ uns nun endlich mal ändern sollten. Wir leben nicht mehr im 19. Jahrhundert. Wir wissen, dass Frauen so viel erotische erotische Bedürfnisse haben wie wir selbst und wir wissen auch, dass nicht jeder Mann vom Honigtöpfchen naschen darf, auch nicht, wenn es weit offen ist.

Aber jemand darf es möglicherweise. Und er muss es herausfinden, sonst langweilt sich die Frau – jedenfalls bei einem Date oder auf einer einschlägigen Party. Denn die Frau kommt nicht als Neutrum, sondern als lustvoller Mensch, der sich von der Begegnung etwas verspricht.

Oh ja, ich gebe zu – es gibt da Begegnungen, die immer noch so ablaufen wie im 19. Jahrhundert. Vorsichtiges Betasten, sorgfältiges Abwägen, die Erotik ganz hinten in die Ecke stellen und das Symphatie-Karrussell drehen, bis sich im Hirn etwas lockert. Das alles hat etwas von Kommerz. „Ach ich wertvolles Wesen, ich muss mich so teuer wie möglich verkaufen.“

Na schön. Falls Sie so denken, sollten Sie mal überlegen, was Sie da wirklich tun: Sie bieten sich bewusst teuer an. Sie erwarten, dass der Mann den Preis bezahlt, den Sie einfordern. Und das halten Sie für eine ethisch korrekte Einstellung?

Zitat aus: Tichy

Was denkt eigentlich eine Domina?

Miss V. auf ihrer Webseite
Eine Domina denkt vor allem an ihr Geschäft, an ihr Wohlergehen und daran, ihr Privatleben und ihre geschäftlichen Aktivitäten zu trennen. Wie fast jede andere Frau auch.

Allerdings lebt eine Domina mit besonderen intellektuellen und emotionalen Herausforderungen. Dazu gehört, gesellschaftlich nicht anerkannt zu sein, aber ständig mit Männern zu tun zu haben, die über alle Maßen anerkannt sind: weiße, heterosexuelle, wohlhabende Männer.

Was, wenn frau erstens den Beruf der Domina ausübt, zweitens eine dunkle Hautfarbe hat und drittens noch eine Intellektuelle ist?

Die Journalistin Amanda Duberman hat eine Frau gesprochen, die sich „Miss Velvet“ nennt und in Chicago ansässig ist. Das komplette Gespräch wurde von der „Huffington Post“ in Deutsch und Englisch veröffentlicht. Die etwas reißerische Überschrift steht im Gegensatz zu dem nüchternen und erhellenden Gespräch, das die Journalistin mit „Miss Velvet“ führte.

Bild © 2018 by Miss Velvet (Ausschnitt)

Hinweis: Sind Sie interessiert am Thema? Wollen Sie etwas dazu beitragen, richtigstellen oder empfehlen? Sie können das tun - anonym oder unter Namensnennung - sagen Sie uns, wo wir Ihren Beitrag finden, schicken Sie ihn (oder den Link) per EMail oder sagen Sie uns, welche Erfahrungen Sie selbst als Dienstleiterin gemacht haben.

Der Februar in Liebe: Männer, Mythen, Dominierung und Bubis

Das Thema Männer reicht noch mindestens bis Ende März: Die Liebeszeitung widmet sich (endlich mal!) den Männern. Und sie deckte einen Mythos nach dem anderen auf. Und um es klar zu sagen: Wir wollen nicht herausfinden, wie „die“ Frauen Männer sehen, sondern wir wollen mal Aufräumen damit, die angebliche „Frauensicht“ als Standard zu setzen. Die Liebe hat ohnehin ihre eigene Gesetze, die Mutter Natur klugerweise nicht "rational" eingerichtet hat.

Keine Mythen und keine Hetzpropaganda über Männer mehr

Über die Quellen kann ich nur so viel sagen: Wir haben versucht, glaubwürdige Quellen zu finden, die weder dem typischen Populismus folgen („Männer sind so“) noch pseudowissenschaftlichen Forschungen, die beweisen sollen, dass Männer „minderwertig“ sind. Aber selbstverständlich sind wir auch nicht den Foren gefolgt, die ständig darauf hinweisen, dass Männer „so sein müssen“ oder Frauen „Ganz anders“, meist „hochwertiger“ sind. Übrigens ist dies eine Sisyphusarbeit, wie es überhaupt weitaus anstrengender ist, Wahrheiten zu finden als Sprüche nachzuplappern. Lesen Sie bitte unseren Artikel: „Sexualität auf männlich“, um sich ausführlich zu informieren.

Männer sind nicht „simpel“ und „penisgesteuert“

Bisher hatten wir veröffentlicht, warum männliche Sexualität nicht „simpel“ ist, wie durchaus auch manche männliche „Forscher“ oder „Experten“ behaupten. Der „Wahrheitsgehalt“ aller psychologischen Betrachtungen über „Männer als solche“ (wie auch über „Frauen als solche“) ist ohnehin, wenn überhaupt vorhanden, minimal.

Mythen auf den Müll – Geschwätz entlarven

Und so geht s weiter: Wir versuchen, den Mythos zu entkräften, Männer hätten keine „echten“ Gefühle. Das ist einfach, weil „echte Gefühle“ von vornherein nicht nachweisbar sind oder auch, weil es keine „falschen Gefühle“ gibt. Drittens (bereits veröffentlicht) geht s um das angeblich „polygame“ Verhalten speziell der Männer – oder einfach: um ihre angeblich fehlende Treue.

Männer, Bubis und andere Frauenmeinungen

Wie Frauen-Klischees über Männer aussehen können, haben wir bei einem frauenaffinen Blog entdeckt. Dort stellt die Redaktion wahrhaftig „Männer und Jungen“ gegenüber – wobei die Männer mit allen (in diesem Fall angeblich „positiven“) weiblichen Klischees bedacht werden, die „man“ sich vorstellen kann.

Kitsch oder Fakt – „Berühren der Seele“?

Etwas ungewöhnlich für uns: Ein Artikel über das „Berühren der Seele“ – solche romantisierenden, träumerisch-esoterischen Ausdrücke verwenden wir normalerweise nicht. Aber der Artikel erschien uns nötig, weil es nicht ungefährlich ist, sich „die Seele“ berühren zu lassen.

In BDSM keine Kompetenz?

Nicht gut angekommen ist eine unsere Umschreibungen aus einer (wie wir meinen, immer noch verlässlichen) Internetquelle über den männlichen Wunsch, von einer „schönen Frau“ dominiert zu werden. Ob sie nun schön sein muss, soll oder darf, ist aber eigentlich unerheblich. Wir werden weitere Recherchen anstellen – nur leider ist die unglaublich schwer. Denn „masochistische“ Männer, die dazu noch intelligent, ehrlich und offen sind dazu stehen, sich professionell dominieren zu lassen, gibt es wenige.

Domina-Themen und Unterwerfung

Damit noch einmal die Domina ins Spiel kommt – diesmal eher humorvoll: „Solide“ Frauen meinen ja oft, diese Dienstleisterinnen verdienten zu viel und täten dafür fast nichts. Darüber war ein Internet-Autor ganz anderer Meinung. Und wir finden: Der Mann hat recht. Themen um Dominanz und Submission werden uns aber nicht verlassen. Denn die meisten „braven“ Frauen haben keine Ahnung, warum ihre Männer die Dienste dieser Frauen suchen und was sie dort konkret erwartet. Dabei wäre es nicht ganz uninteressant, dies zu erfahren … oder was meinen Sie?

„Schöne“ Themen und Humor

Falls Sie nun an „ganz anderen Themen“ interessiert sind (eher auf der süßen Seite der Liebe) dann lesen Sie doch mal bei Sehpferd zum Valentinstag oder in der „Liebe Pur“, warum Frauen den Männern angeblich aufs Gebiss schauen.

Und ja: Ich melde mich hier jetzt wieder ab und an mit Zusammenfassungen.

Die Domina und akademische Dienstleister im Vergleich

Das kann teuer werden - ob es sich lohnt?
Manchmal macht es einfach Freude, eine vernünftige Sichtweise zu veröffentlichen – so wie diese hier.

Ich behaupte nicht, dass der Besuch bei einer professionellen Domina billig ist, aber er ist das Geld wert.


Der Autor kam zu dieser Stellungnahme, nachdem er sich eine Stunde von einer Rechtsanwältin beraten ließ. Ähnliche Stundensätze existieren für Wirtschaftsberater. Psychotherapeuten sind übrigens (normalerweise) deutlich billiger. (1)

Der Autor (2) glaubt, dass eine Domina im Grunde die höheren Kosten hat (vom größeren Risiko einmal angesehen). Ein normales Büro sei eben billiger als der Unterhalt eines Studios. Auch die Garderobe für den Business-Look ist vergleichsweise preiswert, ganz zu schweigen vom Kugelschreiber, der mit Sicherheit billiger ist als eine Sammlung von Schlegeln und Peitschen.

Interessante Sichtweise. Nun könnten die Berater dieser Erde einwenden, dass für ihr Tun auch ein langes Studium und die genaue Kenntnis des Fachgebiets erforderlich seien. Doch darüber sollten sie wirklich noch einmal nachdenken … denn wenn die Domina einen Fehler begeht, kann die Sache sehr, sehr übel ausgehen.

(1) Die Stundensätze können variieren, genaue Daten können Sie bei Bedarf bei Berufsorganisationen erfahren. Bei manchen Beratern reichen sie aber an die Stundensätze von Dominas heran oder überschreiten sie gelegentlich. Als Eckwert haben wir 200 Euro/Stunde angesetzt.
(2) Die Quelle eignet sich nicht zum Verlinken