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Nur die Vulva ist die Vulva

Viele Menschen, sogar manche Frauen und erstaunlicherweise sogar manche Moderatoren, wissen nicht, was eine Vulva ist.

Die Vulva besteht aus dem Venushügel, den Schamlippen und der Klitoris (Kitzler), wobei die Klitoris größer ist, als sie zu sein scheint. Im Deutschen, Französischen und Englischen wird sie mit dem Maul der Katze verglichen, ein Sinnbild, das dem behaarten Venushügel mit dem dahinterliegenden, rosa „Katzenmäulchen entspringt. Entsprechen sagt man „Muschi“, „Pussy“ oder „Chatte“. Bei Menschenfrauen zählt, im Gegensatz zur Tierwelt, auch der Scheidenvorhof zu Vulva.

Vulva und Vagina

Wichtig ist, die Vulva von der Vagina (Scheide) unterscheiden zu können. Dazu bietet Lilli die besten Informationen, die du im Netz finden kannst. Zwar sind sie eigentlich eher für sehr junge Mädchen gedacht - sie helfen aber jedem Menschen, der sich ausführlich und verständlich informieren möchte.

Dieser Artikel wurde nicht gesponsert. „Lilli“ ist einfach eine ausgesprochen zuverlässige Quelle. Alternativ könnt ihr bei „Netdoktor“ nachlesen.

Was erregt euch mehr - weibliche oder männliche Dominanz?

Moderne Domina-Darstellung
In einer bekannten Studie wird behauptet, dass Frauen „Sex an sich“ erregend finden, gleich, ob es sich dabei um Kaninchen, Frauen oder Männer handelt, die ihn vollziehen.

Was ist erregender? Weibliche oder männliche Dominanz?

Nun fragte sich Forscher, was wohl erregender sei: Romane über männlich Dominanz oder über weibliche Dominanz - oder möglicherweise auch Romane, in denen Dominanz keine Rolle spielte, obgleich sie ansonsten sehr erotisch waren. Zur Kontrolle diente ein „unerotischer“ Roman.

Dabei stellte sich heraus, dass sowohl Frauen wie auch Männer eine ähnliche Neigung zur Dominanz entwickelten, nachdem sie den Text über eine sexuell dominante Frau gelesen hatten.

Hingegen fand sich kein Beweis für die Annahme, dass Texte über männliche Dominanz erregender sein würden. Was die sexuelle Erregung betraf, waren alle drei Erotik-Geschichten in gleicher Weise erotisch stimulierend, und man fand keine Unterschiede in der sexuellen Erregung von Frauen und Männern durch diese Art von Literatur.

Dominanz "als solche" erregt beide Geschlechter

Was heißt das klartextlich?

1. Von erotischen Texten werden Frauen und Männer in ähnlicher Weise sexuell erregt. Das mag nicht für alle Texte gelten, aber mindestens für die Mainstream-Erotik.

2. Geschichten von dominanten Männern haben keine grundsätzlich andere Wirkung als solche von dominanten Frauen - beide fördern aber die Lust an Dominanz und Unterwerfung.

Geschriebene Dominanz und Unterwerfung erzeugen Lust

Dabei ergibt sich für Forscher natürlich die Frage, welche Schlussfolgerungen daraus zu ziehen sind, für den Rest der Menschheit steht aber fest, dass Geschichten, die abenteuerliche Lüste schildern, einen großen Unterhaltungswert haben. Im Grunde sind Werke über Dominanz und Unterwerfung ja erotische Abenteuerromane, bei denen wir gerne sehen, wenn die Figuren darin bis an ihre Grenzen gehen. Und wenn die Leserin oder der Leser dabei auf lustvolle Gedanken kommt, kann dies kaum ein Schaden sein - es sei, denn, sie oder er habe ein gestörtes Verhältnis zur Realität.

Wissenschaftliche Quelle: Tandfonlin.

Was gehört heute zum gewöhnlichen Sex?

Orale Lust
Manchmal sind wir verblüfft - da benutzen unsere Zeitgenossen Begriffe wie "Sex haben" - aber so genau wissen sie nun doch nicht, was es bedeutet. Einen Zungenkuss auszutauschen ist sicher noch kein Sex. Aber was gehört nun eigentlich zum gewöhnlichen Sex?

Die Frage lässt sich am einfachsten Beantworten, wenn man überlegt, welche Sexpraktiken von den meisten Menschen verwendet werden. Dazu eigen sich zuverlässige Befragungen. In einer solchen in Deutschland gaben ungefähr 90 Prozent der Frauen und Männer an, schon mal „gewöhnlichen Sex“ erlebt zu haben, der allgemein „Vaginalverkehr“ heißt. Weil dies zu unscharf ist, verwenden wir hier den Begriff „PiV“ für „Penis-in-Vagina“.

Zum „gewöhnlichen Sex gehört inzwischen auch der Oralverkehr, von dem es noch Mitte der 1950er Jahren hieß, dass „ihn nicht einmal Huren ausüben“. Oralverkehr bedeutet, dass von einem Partner Lippen, Mundhöhle und Zunge genutzt werden, um das Geschlechtsteil des anderen zu stimulieren. Wenn man dabei etwas „gemacht bekommt“, heißt es immer „passiv“, wenn man selber „etwas macht“, heißt es „aktiv“.

Männer und oral

Immerhin haben demnach 56 Prozent der Männer schon einmal „passiven Oralverkehr“ genossen, das heißt, sie ließen sich (wenn sie heterosexuell waren) oral von einer Frau stimulieren - in der Gelehrtensprache nennt man das auch Fellatio. Wenn ein Mann seinerseits „Oralverkehr“ an einer Frau vollzieht, heißt dies im Volksmund „lecken“, und offiziell „Cunnilingus“. Auf diese Weise haben 51 Prozent der Befragten schon einmal einer Frau befriedigt.

Frauen und Oralverkehr

Bei den Frauen finden wir recht ähnliche Prozentzahlen vor: 48 Prozent gaben an, schon passiven Oralverkehr (Lecken, Cunnilingus) gehabt zu haben, und 45 Prozent gaben an, schon mal einen Blowjob (Fellatio) gegeben zu haben.

Vergleich mit Analverkehr - Männer

Analverkehr („Sex, bei dem etwas in den Po geht“) wird ebenfalls in „aktiv“ und passiv“ aufgeteilt. Bei Männern ist Analverkehr aktiv und passiv möglich, Frauen können auf „gewöhnliche“ Weise nur Analverkehr passiv ausführen, für aktiven Analverkehr benutzen sie Instrumente, die allgemein „Strap-on-Dildos“ heißen. Dabei antworteten 19 Prozent der Männer, bereits einmal aktiven Analverkehr erlebt zu haben, während nur vier Prozent angaben, einmal passiv anal befriedigt worden zu sein.

Frauen und Analverkehr

Siebzehn Prozent der Frauen gaben an, schon einmal passiven Analverkehr mit einem Mann gehabt zu haben. Wie viele Frauen schon aktiven Analverkehr vermittels eines Dildos versuchten, geht aus der Statistik nicht hervor.

Was bedeuten diese Zahlen?

Die Zahlen entstammen zwar einer einzigen Quelle, sind aber mit gewissen Einschränkungen für Deutschland relativ verlässlich. Beim Analverkehr ist zu berücksichtigen, dass 14 Prozent der Männer nicht heterosexuell waren.

Vergleich mit anderen Ländern

Außerhalb Deutschlands liegen die Zahlen bei solchen Befragungen teilweise deutlich höher. Vor allem für Oral- und Analverkehr wurden in einzelnen Ländern deutlich höhere Zahlen angeben (Oral USA - Frauen 89 Prozent, Männer 90 Prozent, anal USA - 36 / 40 Prozent). Ähnlich in Schweden: Von dort wird berichtet, dass 94 Prozent der Studentinnen „aktiven oder passiven Oralsex“ hatten.

Die heutige Bedeutung von „Sex haben“

Wir verwenden heute den Begriff „Sex haben“ - aber viele wissen nicht, dass dazu nicht allein der „reine Geschlechtsakt“ im Sinne unserer Vorfahren ist. Vielmehr gehört nach der heutigen Sichtweise mindestens der Oralverkehr (aktiv und passiv) zu den üblichen „Zutaten“ einer lustvollen geschlechtlichen Betätigung. Darüber hinaus besteht „Sex haben“ nach heutiger Auffassung aus allen Praktiken, bei denen bei mindestens einem der Beteiligten die Geschlechtsteile stimuliert werden - egal wie.

Zahlen, Fakten, Erhebungen:
Das Zahlenmaterial fanden wird im Ärzteblatt.
Die US-Dateh stammen aus der "National Survey of Family Gowth" USA, 2010.
In Schweden gibt es mehrere Erhebungen - die zitierte wurde "researchgate" entnommen.

Ist die Sprache schuld an der Akzeptanz von Prostitution?

Als ich jüngst die Sendung „Nachtcafé“ (in einer Wiederholung) sah, fiel mir die Aussage eines Mannes auf, der auf die „aufgeweichten“ Begriffe hinwies, die Journalisten inzwischen für die Prostitution verwenden.

Der Versuch, höfliche neue Namen zu finden

Der Mann wollte offensichtlich beweisen, dass wir durch unseren Sprachgebrauch zur „Verharmlosung“ der Prostitution beitragen und damit den Menschenhandel begünstigen. Das mag man behaupten, aber dann müsste es ein „deutsches Phänomen" sein. Doch das ist nicht der Fall. Überall in der westlichen Welt haben sich die Worte verändert - und zwar für alle Formen der Geschlechtslust - völlig unabhängig davon, ob es sich um „Sex aus Liebe“, „Sex aus Gefälligkeit“ oder „Sex aus gewerblichem Interesse“ handelt. Überall, wo die Lust verschenkt oder vermarktet wird, wo sie genossen, erduldet oder ertragen wird, haben sich die Bezeichnungen verändert.

Im normalen Leben dürfen jetzt alle Lust haben

Eine Frau, die aus sich selbst heraus Lust empfindet, ist nicht mehr promiskuitiv, auch nicht nymphoman oder gar „mannstoll“, wie man früher sagte. Sie ist schlicht und einfach eine Frau, die Lust empfindet und diese Lust gerne mit jemandem stillen würde - manchmal mit einem Mann, manchmal mit einer Frau.

Was sich wirklich verändert hat, ist die Art und Weise, wie wir in offiziellem Schrifttum Frauen gegenübertreten. Denn wenngleich der Mann immer noch in den „Puff“ gehe mag, um dort eine „Nutte“ zu „bumsen“, ist die offizielle Schreibung von solchen Begriffen weit entfernt.

Die Menschenwürde gilt für alle

Wenn jeder Mensch eine Würde hat, dann muss dies für alle gelten, unabhängig davon, ob diese Menschen ihre Würde vermarkten, ob sie „gehandelt“ werden oder was sie sonst auf dieser Erde tun mögen.

Schon der Begriff „Prostituierte“ ist ehrenrührig. Freilich stellen diese Frauen ihren „Körper zur Schau“, aber das ist eine sehr oberflächliche Betrachtung. Aus diesem Grunde sagt man heute „Anbieterin“ („Provider“), oder „Sexarbeiterinnen“(„Sex Workers“) und auch „sexuelle Dienstleisterinnen“. Die meisten Frauen, die solche Arbeiten außerhalb von Bordellen verrichten, werden heute als „Escort Girls“ bezeichnet, als „Begleiterinnen“. Auch die Freier, die oftmals „das Böse schlechthin“ darstellen sollen, werden mehr und mehr als „Kunden“, „Klienten“ oder gar „Liebhabern“ (Hobbyist) bezeichnet.

Erotische Illusionen werden „hoffähig“

Auch der Vollzug bekommt klangvollere Namen wie „intime Begegnungen“ oder „Sex wie mit einer richtigen Freundin“, der unter dem Codewort „GFE“ vermarktet wird.

In den USA und auch in Europa wird inzwischen manchmal bereits vor „Dating-Seiten“ gewarnt, weil einige von ihnen entweder von verkappten „Anbieterinnen“ heimlich genutzt werden oder die unter dem Vorwand von „Unterstützung“ oder „kostenlose Urlaube“ für sie eingerichtet wurden. Dazu gehören auch „User Dates“ - also Begegnungen mit Amateur-Darstellerinnen in pornografischen Filmen, die in den USA auch als „PSE“ bekannt sind.

Zurück zu den „alten“ Begriffen?

Das Geschäft „dahinter“ mag menschenunwürdig und oftmals kriminell sein - aber es ändert sich nicht dadurch, dass wir die alten Begriffe wieder einführen oder uns zu besserwisserischen Moralisten aufschwingen.

Ich muss etwas Bitteres für die Besserwisser ergänzen: Die meisten Ausdrücke, die ich hier benutzt habe, entstanden in einem Land, in dem Prostitution „offiziell“ verboten ist, während die verschleierte Prostitution bizarre Blüten treibt - in den USA.

Das Fazit - die Sprache ändert nichts an den Umständen

Mein Fazit ist einfach: Wir können mit dem Sprachgebrauch weder Prostitution noch „Menschenhandel“ verhindern, ja, wir können die Sprache gar nicht wieder zurückdrehen. Und mir scheint auch merkwürdig zu sein, dass daran die „Politik“ schuld sein soll, die „falsche“ Gesetze erlässt.

Der Po, der Screenshot, die Moral und die Akustik

Wenn der Schlitzverschluss abläuft ...
Wie klingt eigentlich ein Screenshot? Gerade hörte ich von einem Artikel, der ungefähr so überschrieben war (1):

Ihr mögt alle schlanke Frauen – bis ihr ihnen auf den Po haut und es klingt wie ein Screenshot.


Das wirft Fragen auf, nicht wahr? Bei mir klingt ein Screenshot, also das Abbild des Bildschirms, nämlich gar nicht. Also muss ich tiefer in die Welt der jungen Menschen eintauchen und finde, dass ein Screenshot ähnlich klingt, als wenn ein (heute altmodischer und daher fast unbekannter) Schlitzverschluss abläuft. Ein Schlitzverschluss verschließt keinesfalls Schlitze, sondern ist ein Schlitz, mit dessen Hilfe Filme belichtet werden können. Ich sag das mal für diejenigen, die nur noch Digitalkameras kennen oder in einem Schlitzverschluss etwas Unsittliches vermuten.

Der Schall als solcher und was das mit einem Po zu tun hat

Mit diesem Wissen ausgestattet, versuche ich, mir nunmehr den Sound zu vergegenwärtigen, den eine Hand auf erstens Jeans, zweitens bauwollener Unterwäsche und drittens auf einem nackten Gesäß machen würde. Leider reicht weder meine Imagination noch meine Erfahrung aus, um mir diesen Sound zu vergegenwärtigen. Doch wie war das eigentlich mit dem Schall? Und warum klingt ein „schlanker Po“ anders als ein fülliger?

Zur Schall selbst kann ich erfahren, dass es sich um eine in Längsrichtung verlaufende mechanische Welle handelt, bei der sich zeitlich periodisch der Druck ändert. Aha, denke ich, dann finde ich wahrscheinlich Informationen, wenn ich nach Schlagzeugen suche. Nur – ei hoppla, das Schlagzeug wird in der Schule anhand der klassischen Musik behandelt. Und dort ist alles, auf das man draufhauen kann, ein Schlagzeug, also auch Xylofon, Vibrafon und Marimbafon.

Das Tomtom und der Po

Ich müsste wohl einen Schlagzeuger fragen, um es genau zu erfahren, doch bezweifle ich, dass dieser Erfahrung mit entsprechenden Bio-Schlagzeugen hätte. Bei konventionellen Schlagzeug kommt das Tomtom dem am nächsten, was eine biologische Resonanzfläche an Tönen erzeugen kann. Ich überlege kurz, ob das überhaupt eine Resonanzfläche ist. Wobei sich als nächste Frage ergibt, ob eine Fettschicht Tonhöhe und Tonintensität verändern könnte.

Der unerhörte Vorfall - Bongospieler nutzt Gesäße musikalisch

War da nicht einmal ein Bongo-Spieler gewesen, der schändlich die Gesäße von vier Menschen missbrauchte, um auf ihnen „Bongo“ zu spielen? Ja, den gab es. Damals erzeugte dies einen feministischen Shitstorm. Nicht etwa aus ethischen Gründe, sondern weil es sich offenkundig um weibliche Gesäße handelte. Was wäre, wenn er dazu männliche Gesäße verwendet hätte? Und wie hat der Bongospieler die Gesäße eigentlich „gestimmt“?

Wie kommt der Bullshit in die Welt?

Wie war noch der Ausgangspunkt? Also, das war der Schlag auf den Po einer schlanken Dame, von der wir nicht genau wissen, womit sie bekleidet war. Und die Beschwerde darüber, dass dieser Schlag keinen tollen Sound bietet. Und bevor du jetzt irgendetwas sagst: Der Artikel, auf den ich aufmerksam wurde, stammt von einer Dame, wie fast alle Beiträge zum Thema, die ich in sozialen Netzwerken dazu fand – und übrigens: fast ausschließlich dort. Und ja, es handelt sich um wirklichen Bullshit. Gerade deswegen musste ich diese Satire schreiben - sie ist die einzig adäquate Antwort auf den Mist, der in solchen Netzwerken verbreitet wird.

Die Damen, denen der Spruch wirklich gefällt, sind – ihr werdet es erraten – etwas Fülliger. Oder wie das heute umschrieben wird: Es sind Frauen, die bereits nach dem Frühstück Appetit auf das Mittagessen haben.

Der einschlägige Artikel, der auf „medium.com“ (Autorin: thelma-louise) erschien, ist leider nur für Abonnenten lesbar.

(1) Im Original und als Titel: You All Love Those Slim Girls - Until you slap her ass and it sounds like a screenshot.