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Wenn Männer vor allem Intimität in der Lust wollen

Schon, als sie sich auszog ... die Illusion einer wahren Freundin?
Manche Männer erinnern sich gerne an das, was sie einst liebten: eine junge, zärtliche und sehr zuvorkommende Frau im Arm zu halten, die von sich aus Intimität und Lust anbietet und dabei weitgehend selbstlos handelt. Wohl dem, der es einmal oder gar mehrfach erlebt hat. Viele Männer suchen diese Erfahrung immer wieder, und nur sehr wenigen ist sie vergönnt.

Um diese Lücke zu füllen, haben findige Escort-Girls den Begriff der „Girlfriend Experience“ eingeführt, auch kurz „GE“ und manchmal „GS“ genannt. Grob vereinfacht bietet die Escort-Frau dem Kunden die Illusion, noch einmal eine junge, schöne, zuvorkommende Frau lieben zu dürfen, die alles mit ihm tut, was seine selbstlos handelnde Freundin an Intimität und Lust bieten konnte. Eben eine „wirklich lustvolle, intime Freundin.“

Was empfinden Männer dabei, wenn Sie dieses „Produkt“ kaufen?

Ich habe dazu einen Beitrag gefunden und erkläre später, warum ich ihn nicht verlinke:

Der Markenname „Girlfriend Experience“ ist eine Abwertung, denn es wandelt meine Gefühle der Zuneigung und Gemeinschaft in ein Produkt, das ich gekauft habe. Darum mag ich das Wort nicht, wie immer auch die verdeckte Wahrheit in diesem Begriff sein mag. Sie ist eine Sexarbeiterin. Ich bin ihr Kunde. Das bedeutet nicht, dass wir nicht intim werden könnten, das wir nicht berührt sein können, von dem, was wir tun, und uns nicht zusammengehörig fühlen können. (…) Ich bin zufrieden, sie als Sexarbeiterin zu akzeptieren, und mich an ihrer scheinbar ungezwungenen Intimität zu erfreuen, die sie mir zeigt und die sie von mir annimmt.


Wenn man den Inhalt verkürzt, so hat der Klient eine Illusion gekauft, von der er weiß, dass sie eine Illusion ist. Doch er wünscht sich, die Illusion so zu durchleben, als sei sie die Realität von „geben und nehmen“ in einer echten Liebesbeziehung – also mit allem „Drum und Dran“.

Jemand sagte mir einmal, solche bezahlten Erlebnisse seien so, als ob man ins Theater ginge: Der Anfang ist völlig absurd: Zahlen, Mantel abgeben, sich ein wenig in die Situation hineinfühlen. Im Mittelteil dann getragen werden von der emotionalen Stimmung, die mit den Äußerlichkeiten nicht übereinstimmt. Und am Ende den Mantel wieder holen und in den Regen hinausgehen.

Waren Sie mal im Theater? Erinnern sie sich an das widerlich unbequeme Gestühl, die aufgeblasenen, widerlichen Figuren, die im Foyer standen und salbaderten? Den vielen zu teuren Sekt oft minderer Qualität?

Oder erinnern Sie sich an das Stück, das ihre Emotionen aufgewühlt hat?

Ich, für meinen Teil, finde Menschen sympathischer, die von der Botschaft des Stücks emotional berührt wurden als jene, die über das Interieur quatschen.

Verlinkung: Der Artikel erschien auf einer Seite, die ihrerseits wieder auf Seiten verlinkt, die ich Ihnen nicht zumuten möchte. Es handelt sich aber um eine authentische Schilderung.

Faktensuche … Verwandte als Liebespartner

Die Faktensuche geht heute um Verwandte als Liebespartner, um Inzest und um das generelle Tabu, beim engen Zusammenleben nicht an Sex zu denken.
Zufall oder Verführungsversuch?


Faktensuche … warum uns Verwandte als Liebespartner interessieren - oder auch nicht

Das böse Wort für die verbotene Liebe heißt „Inzest“, aber in Wahrheit ist die „Tabuzone“, die uns vor der Aufnahme sexueller Beziehungen schützt, viel weiter gefasst. Denn „Inzest“ regelt lediglich die Aufnahme sexueller Beziehungen unter sehr engen Blutsverwandten.

Wikipedia sagt:

Inzest wird in der Bundesrepublik Deutschland … zwischen in gerader Linie Verwandten – also Eltern, Großeltern, Urgroßeltern, und deren Kindern, Enkeln, Urenkeln – sowie zwischen Voll- und Halbgeschwistern verfolgt.


Doch auch für andere Personen existiert ein Tabu: beispielsweise für alle nicht miteinander verheirateten Menschen, die im gleichen Haushalt leben, und die täglich die Möglichkeit haben, einander zu begegnen. Das galt im „großen Haus“ insbesondere für im Haushalt lebende Verwandte, sowie für das gesamte Gesinde. Es dürfte nicht ganz unbekannt sein, dass es auch in soclhen, moralisch strengen Zeiten zu Begegnungen aller Art gekommen ist. Typisch ist aber, dass sich alle „im Hause“ befanden und einander daher nahezu täglich begegnen konnten.

Schutz der Großfamilie und des Gesindes - Tabu der sexuellen Näherung

Doch die sogenannte „Großfamilie“ wie auch das „große Haus“ wandelten sich nach und nach in eine kleine Familie, die lediglich eine Wohnung bewirtschaftete und bestenfalls noch ein Hausmädchen beschäftigte. Die ledigen Tanten und Cousinen wurden zur Seltenheit, und nicht wenige Frauen begannen, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Zar gehörte man weiterhin zur Familie, wohnte aber inzwischen woanders – und bei den Kernfamilien war man nun als ledige Tante, Cousine, Onkel oder Cousin nur noch „Besuch“. Umgekehrt war man bei den unverheirateten, geschiedenen oder verwitweten Familienangehörigen selbst „Besucher“.

Die Entflechtung der Familie und die beginnende Emanzipation

Schon galt das alte Tabu nicht mehr – es bezog sich nicht auf die Person also solche, sondern auf die Person, mit der man unter einem Dach lebte. Zwar behielt man zumeist die Formen des Umgangs bei, jedoch konnten die Personen das alte Tabu durchbrechen, wenn sie sich im eigenen Haus befanden.

Hinzu kommt, dass die Menschen sich nicht nur räumlich trennten, sondern auch unterschiedlich entwickelten. Waren sie in den alten „großen Häusern“ beständig unter gegenseitiger Kontrolle , so konnten sie nun neue Wege des Verhaltens erproben.

Tanten als liebevolle Freundinnen, Cousinen als anatomische Forscherinnen

Die Verwandten konnten nun ebenfalls in einem neuen Licht gesehen werden. Insbesondere die Cousins wurden immer wieder als lebende anatomische „Studienobjekt“ betrachtet, und wer wollte, konnte sich erste, schüchterne Erfahrungen mit den jungen Männern holen. Die Tanten wiederum, von denen manche durchaus ein aktives Sexualleben genossen hatten, konnten sich den Neffen als attraktive Freundinnen anbieten und ihnen dabei durchaus näherkommen. Solche Freundschaften und auch gewisse Liebschaften wurden nicht also sonderlich gravierend angesehen, wohingegen das „Keuschheitsgebot“ für unverheiratete Töchter dafür sorgte, dass es bei Onkel und Nichten auf keinen Fall zu Beziehungen kommen durfte.

Und wie wahr ist das alles?

Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass es sich bei den Schilderungen derartiger Beziehungen oftmals um Fantasien handelte, die sich Jünglinge oder auch professionelle Schriftsteller ausdachten, um erotische Literatur zu schaffen. Aber selbstverständlich gab es sie wirklich, die verführerischen, teils auch durchtriebenen Tanten, die genau wussten, mit welchem Honig sie junge Männer bei der Stange halten konnten.

Warum die Tante den Neffen verführt

Sie fragen sich, warum die Tante in der erotischen Literatur den Neffen verführt ? oder ob es wirklich zutrifft, dass gerade zwischen Tanten und jungen Männern, die meist weitläufig mit ihnen verwandt sind, erotische Beziehungen entstehen? Wir glauben, dass dieser Artikel sowohl Autorinnen wie auch Betroffene interessiert.

Eine Tante, so erfahren wir aus den meisten Quellen, sei eine Blutsverwandte, wobei sie entweder die Schwester der Mutter oder des Vaters sein kann. Das lockt natürlich diejenigen, die in der Beziehung von Neffen und Tanten vor allem den Inzest wittern, und sich dann noch über den Altersunterschied zu empören. Nun sind aber zahllose Tanten weder wesentlich älter noch nahe Blutsverwandte, und überhaupt – Tanten sind alle Frauen, die weitläufig zur Verwandtschaft gehören, die man aber im Grunde nicht so recht zuordnen kann. Von Stieftanten über Großcousinen (1) bis zu Nenntanten reicht das Spektrum. Und vergessen wir nicht, dass dazu auch die Damen gehören, die in irgendeiner Weise einen Erziehungsauftrag wahrgenommen haben.

Die Tante im Wandel der Zeit

Für den Knaben ist die Tante in jedem Fall interessant, wenn sie sexuell erfahren, in mittleren Jahren, schön und nach Möglichkeit etwas frivol ist. Einst hatten unverheiratete Tanten rosige, matronenhafte Gesichter, rochen nach Eau de Cologne und schauten bedürftig junge Männer an, ohne sich ihnen jemals zu nähern. Schon eher nahbar waren geschiedene oder verwitwete Tanten, die schon einmal von den Früchten der Lust gekostet hatten und nicht einsahen, warum sie nun Spinnweben ansetzen sollten.

Nähe erzeugt Neuiegierde

Der zufällige Blick auf die schöne Brust
Die Tante war also im Idealfall noch jugendlich und ledig, oder etwas älter und verwitwet oder geschieden, und sie lebte im Idealfall fernab der großen Stadt in einem Landhaus. Dann gab es einen Grund, den Knaben dort für die Dauer der Ferien hinzuschicken. In dieser Atmosphäre von Sommer, Sinnlichkeit und Gemeinsamkeit auf kleinstem Raum können sich dann die Lüste entfalten. Der junge Mann bemerkt, wie sich eine Dame an- und auszieht, mag vielleicht einen Blick in ihren Kleiderschrank oder in den Schmutzwäschekorb erhaschen, und er wird zu Träumen beginnen. Die Tante ihrerseits wird damit rechnen, dass der junge Mann Gelüste hat, und kann erwägen, wie sie diese nutzen kann.

Augenzwinkernde Hoffnung auf die Verführung?

Nun müssen wir über einen Konflikt reden. Wurde der Knabe zur Tante „geschickt“ in der stillen Hoffnung, dass ihm diese die Gründe und Abgründe Geheimnisse der körperlichen Liebe einweisen würde? Das flüsterte man einander zu jenen Zeiten zu, als von der jungen Frau Keuschheit, vom jungen Mann aber eine gewisse Erfahrung im Umgang mit seinem Penis verlangt wurde. In anderen Fällen muss die Tante eine Art Geheimkomplott mit dem Neffen schmieden, in dem er darauf eingeschworen wird, die kommenden gemeinsamen Geheimnisse zu bewahren und keinem anderen Menschen davon zu erzählen, vor allem aber der Mutter nicht.

Süße Geheimnisse teilen

Geheimnisse mit einer schönen, voll erblühten und selbstbewussten Frau zu teilen, ist für einen jungen Mann bereits eine Aufgabe besonderer Art, die auch ohne sexuelle oder flagellantische Aspekte den Reiz des Sinnlichen hat. Kommt nun noch eine Komponente hinzu, die den jungen Mann von sich aus daran hindern wird, seine Erlebnisse bei der Tante auszuplaudern, so hat sie ihr Ziel erreicht. Es muss etwa sein, dessen sich der junge Mann schämt. Eine kleine anale Behandlung ist dabei ebenso beliebt wie die Verführung dazu, der Tante zuliebe Frauenkleider zu tragen.

Die Gründe für Empörung und Entrüstung - und warum Tanten ausgenommen werden

An dieser Stelle stellt selbst der unerfahrenste und naivste Leser fest: Ei, ei … das ist eine heikle Aufgabe. Und nun überlegen wir mal: Würde die Tante die Nichte verführen, oder würde es gar einen Onkel geben – das Feuer der Entrüstung wurde hoch bis zum Dach schlagen.

Die dominante Tante - auch ein beliebtes Thema
Aber eben nicht bei der Tante und dem Neffen. Sie kann getrost davon ausgehen, dass der volljährige Neffe die gebotene Gelegenheit ergreifen wird und sich als ebenso gelehrig wie schweigsam erweisen wird. Je intensiver die Tante seine Initialisierung als Liebhaber betreiben wird, umso mehr wird er ihr verfallen, und je mehr er ihr verfällt, umso mehr kann sie ihn ihn um den Finger wickeln. Und ihn auf Seitenwege führen, die er unter „gewöhnlichen Umständen“ wohl nicht von einer Freundin lernen würde. Neben Cunnilingus, einer bewährten und sicheren Methode, jeden Mann auf Abwege zu führen, kann sie ihren Lustschüler in die Geheimnisse der Erziehung und der Fesselung einführen und ihn damit nahezu beliebig unterwerfen. Vor allem das süße Gift sexueller Belohnungen für braves Verhalten wirkt sehr intensiv und nachhaltig, und es stärkt den geschlossenen Bund der Verschwiegenheit.

Das Internet ist voll von Geschichten über junge Männer, die von älteren Frauen, seien sie MILFs oder Cougars, verführt werden. Und ein sehr großer Teil davon besteht eben aus Tanten aller Art. Mit Inzest hat all dies – trotz anderslautender Einteilung in vielen Foren – nichts zu tun.

Wie oft die Verführung durch eine weitläufige weibliche Verwandte – sei es durch eine Tante oder eine eine Cousine – tatsächlich stattfindet, ist kaum zu überprüfen. Die erotische Literatur allerdings bevorzugt Tanten, die in jeder Hinsicht erfahrener sind und gelegentlich auch über Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen, die dem jungen Mann die Augen weiter öffnen, als sein Appetit gehen mag.

Lesen Sie demnächst: Faktensuche … warum uns Verwandte als Liebespartner interessieren (oder auch nicht).

(1) Die es eigentlich nicht gibt, sie gelten als Cousinen zweiten Grades – das Verwandtschaftsverhältnis definiert sich über die Großeltern. Ganz allgemein sagte man für verworrene oder unerkannte Verwandtschaftsverhältnisse auch „eine entfernte weibliche Verwandte“.
Bild oben: Symbolisches Foto. Bild unten: Amateurzeichnung, 1950er Jahre?

Widersprüche in den erotischen Fantasien?

Wer verführt wen Im Traum und vielleicht in der Realität?
Was bedeuten Widersprüche in den erotischen Fantasien? Wie kann eine sanftmütige Frau auf die Idee kommen, einen Mann physisch oder psychisch zu dominieren? Oder wie kann ein Mann zugleich eine starke Persönlichkeit und ein winselnder Hund zu Füßen einer Frau sein?

Die „wirkliche“ Wirklichkeit des Lebens festzustellen, fällt uns allen schon schwer genug. Doch wie steht es um die Wirklichkeit, wenn wir gar nichts „wirklich“ feststellten, können? Wenn wir auf Befindlichkeiten und Gefühle angewiesen sind? Und was, umso mehr, wenn uns manche dieser Gefühle so peinlich sind, dass wir sie lieber verbergen würden?

Wenn wir die erotischen Fantasien ansehen, finden wir so unterschiedliche Ergebnisse, dass man bei einer Zusammenfassung schier verzweifeln könnte. Genau genommen sind aber „Widersprüche“ nicht unbedingt „Ausschließlichkeiten“. (1)

Variante 1: Beistimmen beim Sex - aber nicht im Leben

Die erste Intention der Fantasien ist: Ich möchte genau bestimmen, was passieren soll, und ich will dafür konsequent alle Möglichkeiten nutzen. In der Realität sieht das natürlich ganz ander aus – denn es scheint so, als würden diese Fantasien zumeist von Menschen durchlebt, die im Alltag eher wenig Macht haben.

Variante 1: Unterwerfen beim Sex - im Leben Macht ausüben

Die zweite Intension sagt das Gegenteil aus: Ich möchte, dass ich nicht bestimmen kann, was mit mir geschieht und ergreife weder die Initiative ergreife noch trage ich Verantwortung dafür. Diese ist schon für „ganz gewöhnlich“ Menschen sehr unrealistisch, aber für die Mächtigen scheint es sehr lustvoll zu sein, sich die Demut zu erträumen.

Sind dies nun Widersprüche oder kommen diese beiden Grundwünsche auch irgendwo zusammen?

Unschuld spielen oder bis aufs Blut reizen?

Da ist beispielsweise der Wunsch, die Unschuld zu spielen, dem Mann als Verführbare, schwache Frau gegenüberzutreten. Korrespondiert sie mit dem Wunsch der Verführerin, den Mann so lange zu reizen, bis er den Verstand verliert?

Dominieren oder Unterwerfen?

Beliebt ist ebenso der Wunsch, einen Mann zu dominieren, und zwar entgegen der Grundüberzeugung, niemandem Schmerz zuzufügen oder ihn zu erniedrigen. Korrespondiert diese Fantasie irgendwie mit dem Wunsch, sich ganz dem Willen eines Mannes hinzugeben, sich erniedrigen zu lassen oder Schläge zu ertragen?

Mit Nacktheit provozieren oder sich zieren?

Und wie ist es mit dem Entkleiden? Was ist stärker, die Fantasie, zur Nacktheit gezwungen zu sein und sich voller Scham einem Mann oder gar einer Gruppe von Männern zu zeigen? Oder der Wunsch, die eigene Schönheit auf Männer wirken zu lassen, sodass sie zu scharren und zu lechzen beginnen, wenn die letzten Hüllen fallen?

Verführen oder verführen lassen?

Nicht zuletzt – wie ist es eigentlich mit der Lust auf das gleiche Geschlecht? Ist die Fantasie interessanter, eine mächtige Verführerin zu sein und sich darin zu sonnen, wie viele junge Frauen ihr verfallen werden? Oder liegt dem der Wunsch zugrunde, endlich einmal nach „Strich und Faden“ verführt und verwöhnt zu werden?

Zwei Seiten der Medaille - aus einem Guss?

Psychologen und Psychiater haben oft behauptet, sie wüssten, dass der Sadismus stets die Kehrseite des Masochismus beinhalte – und umgekehrt. Demnach müsste die Lust zu verführen und die Lust, verführt zu werden, ebenfalls zusammenhängen. Ähnliche Zusammenhänge ließen sich in großer Anzahl anführen, aber nicht wirklich belegen.

Spiele mit den Möglichkeiten des Seins

Nehmen wir an, die Fantasie sei ein Spiel mit den Möglichkeiten des Seins, dann kann sie in jede beliebige Richtung gehen – und eben auch gelegentlich wechseln. Übrigens ist dies nicht weit hergeholt – sie existieren auch in der Realität. Die „Spiele der Erwachsenen“ sind ja nicht tot, sondern existieren munter fort. Und da ist eben oft die Frage, wer verführt und wer sich verführen lässt. Zwar verzeichnet nicht einmal „Google“ den Begriff der „Passivverführerin“, doch gibt es zahllose Frauen, die aus einer scheinbaren Zurückhaltung den späteren Gewinn der Sinneslust erzielen. Wer den Begriff bezweifelt: Die Passivität ist nur natürlich nur gespielt, und die Spiele, die daraus entstehen, sind zwar seltsam, aber köstlich für denjenigen, der sie beherrscht. Eines der Spiele, das (nach meiner Meinung) relativ oft gespielt wird, heißt „du kriegst sowieso keinen Sex – aber wehe, du versuchst es nicht wenigstens.“ Eric Berne, der Spezialist für solche Konstellationen, nannte das Spiel HIVE. Es existiert in vielen harmlosen Varianten - auch heute noch.

Widersprüche kann derjenige aushalten, der den Wert erkennt

Und die Grundfrage? Wie gehen wir mit Widersprüchen um, die in Wahrheit zwei Seiten einer Medaille sind? Die Antwort ist: Wer den Wert der Münze kennt, mit der gezahlt wird, kann beide Seiten bespielen. Wer aber nur auf die Erfüllung seiner Lust ausgeht, sollte bei der Seite bleiben, die er beherrscht – wenigstens gedanklich.

(1) Dies zeigt sich vor allem darin, dass Menschen bei Befragungen sowohl eine erotische Lust, aber auch ihr Gegenteil favorisieren.
Bild nach einer historischen Illustration

Sex und Liebe getrennt – wie es wirklich ist

Das Thema „Trennung von Sex und Liebe“ scheint immer wichtiger zu werden. Grund für uns, es noch einmal aufzugreifen.

Ist es Liebe oder nur die Illusion von Liebe?
Hattest du schon einmal das Gefühl, wirklich und vollständig mit jeder Faser deines Körpers bis in die Tiefen deiner Seele vollständig befriedigt worden zu sein?

Dann bist du entweder eine der Glücklichen (oder einer der Glücklichen), die aus tiefstem Herzen genussfähig sind. Oder du hast jemanden getroffen, der dir uneigennützig alles gegeben hat, was du wolltest, und noch ein Sahnehäubchen dazu. Nur etwas weißt du nicht: ob er oder sie in dich "wirklich" verliebt war.

Je lustvoller es war, desto weniger wurde es eine Beziehung - oder?

Und es ist ziemlich wahrscheinlich, dass du zu diesem Mann oder dieser Frau keine Beziehung entwickelt hast. Dieser Mensch war gut für dich, er hat deinen Körper zum Erblühen gebracht und deine Seele beflügelt. Der Alltag hätte alles zerstört. Dafür hattest du (parallel oder später) eine andere Person.

Sollte diese Person nicht ganz uneigennützig gewesen sein, weil du ihr vielleicht einen kleinen Umschlag gegeben hast, bevor sie sich zu dir gelegt hat, so war es kaum anders. Sie gab dir alles, was für sie möglich war, und das beste hast du gar nicht bemerkt: Sie gab dir die Illusion, dich wirklich zu lieben, während sie dir ihren Körper schenkte und deinen Körper verwöhnte.

Die Illusion, die nötig ist, um tollen Sex zu haben

Ich verrate dir ein Geheimnis: Nahezu alle Frauen, die nicht in professioneller Liebe unterwegs sind, versetzen sich selbst in eine verliebte Stimmung, um den Sex intensiver genießen zu können. Das konnten Frauen nicht immer – erst seit viele Frauen masturbieren, wissen sie, dass es lustvoller ist, sich ein wenig in die Liebe hineinzufühlen, bevor der Finger oder der Vibro den Rest tut.

Der Mann als Illusionsverstärker

Die Illusion bauen sie auch auf, wenn sie mit einem Mann zusammen sind. Und wenn der Mann dieses schöne Gefühl noch unterstützt, indem er liebevoll ist und sich wirklich intensiv um die Frau bemüht, dann schaukelt sich das Gefühl auf. Dazu schrieb eine Bloggerin kürzlich:

Männer können mit einer Frau schlafen und zwar in absoluter Hingabe und mit voller Lust und Liebe. Wenn sie das tun, schenken sie der Frau in jeder Sekunde beim Sex ihre Aufmerksamkeit.


Und dann? Dann sind sie nicht verliebt, sondern dann haben sie sich selbst in die Illusion hineingeträumt, verliebt zu sein, weil es eben schöner ist. Aber sie denken gar nicht daran, daraus eine Beziehung werden zu lassen. Ganz einfach.

Illusionen sind schön - und doch unterschiedlich bei Frau und Mann?

Merkwürdig, nicht? Für Männer gilt offenbar, dass der Sex schöner und intensiver empfunden wird, wenn sie sich in die Illusion der Liebe hineinversetzten. Und obgleich das für Frauen auch gilt, weigern sich die meisten Frauen, es einfach anzuerkennen. Illusionen lassen sich, das wissen Frauen wie Männer, in kürzester Zeit aufbauen, und weil sie uns nützen, heftigere Lustgefühle zu haben, wenden wir sie eben an. Und wir vergessen, dass es die Illusionen waren, die uns zur höchsten Wollust gebracht haben – und nicht etwa die Liebe.

Und nun? Nun gehen die meisten Männer wieder zur Tagesordnung über. Die Illusion schwindet, der Alltag ruft. Bindungen sind im Moment nicht angedacht, es sei denn, den Mann würde noch mehr als die nackte Wollust an die Frau binden.

Die Unterschiede - an den Haaren herbeigezogen?

Und die Frauen? Anders als beim Gebrauch der süßen Toys, bei der die Illusion schon nach wenigen Minuten wieder verfliegt, bleibt die Gier auf Beständigkeit beim Körperkontakt mit dem Mann noch lange erhalten – manchmal Tage, manchmal Monate. Warum das so ist, darüber kann man lange reden. Und wenn man genügend hin und her debattiert hat, wird sich sicherlich eine Lösung ergeben: „Aha! Die weibliche Psyche!“ Oder „Aha, die Entwicklungspsychologie – die lange Tragezeit der Menschenfrau und so …“. Am Ende ist’s dann erklärt – aber nicht ein bisschen wahrer.

Sinnvoller wäre, zu sagen: „es ist so und so, und wenn ich es für mich anders will, dann muss ich daran arbeiten.“

Oder anders: Wenn du dir Illusionen erzeugst oder sie verstärken lässt, weil’s schön ist, dann musst du lernen, sie auch wieder abzubauen. So, wie mit den Toys. Es geht nicht anders.

Nur, wenn du ihn wirklich willst, mit Haut und Haar sowie Herz und Hirn, dann schnapp ihn dir mit ein bisschen mehr als nur Sex. Du kannst doch noch mehr, oder?

Danksagung: Ich danke den erwähnten und unerwähnten Webseiten sowie Isidora für die Grundlagen zu diesem Artikel.