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 Liebeszeitung - Lüste, Liebe, Beziehungen und viel mehr.

Woher kommt der Dating-Frust wirklich?

Keine gute Werbung für Singles
Woher kommt der Dating-Frust wirklich? Oder: Warum zu viele Singles „Nehmer“ sind und „Geber“ rar werden. Dies ist ein neuer Beitrag, der deutlich vom Mainstream-Gerede über Dating-Frust abweicht.

Dating ab 30 - zu viele Nehmer(innen) - zu wenig Geber(innen)

Das Geheimnis hinter den heutigen Dating-Problemen kann ich euch leider nicht vollständig lüften. Aber so viel kann ich verbindlich sagen: Am Markt der „Singles“ über 30 gibt es viel zu viele „Nehmer“ und viel zu wenig „Geber“.

Woran das liegt, ist auch klar: Die großzügigen Geber, also jene, die für das jeweils andere Geschlecht attraktiv wirken, sind schnell vom Partnermarkt verschwunden. Sie haben längst jemanden mit ihren „Gaben“ verlockt, sei es nun Verlässlichkeit, soziale Sicherheit, emotionale Stabilität oder einfach nur körperliche Schönheit. Nach wie vor spielt auch eine Rolle, außergewöhnlich guten Sex oder andere sinnliche Eigenschaften anzubieten.

Sind Single-Nehmer(innen) ab 30 fast chancenlos?


Warum sollte ich "geben"?

Schon haben wir einen wunden Punkt getroffen: „Was, ich soll nur geben?“, schreien nun dir ersten. Nein, sollst du nicht. Aber Geber sind Menschen, die ihre guten Eigenschaften einsetzen – ohne auf sofortigen Gewinn zu hoffen. Nehmer hingegen denken zuerst daran, etwas zu bekommen, und dies auch dann, wenn sie behaupten, etwas „Schönes“ zu haben, was sie später geben werden.

Gewinn wollen alle - doch niemand will Flitterkram tauschen

Machen wir uns bitte nichts vor: Sowohl „Nehmer“ wie auch „Geber“ hoffen auf einen gewissen „Gewinn“ aus der Beziehung. Aber „Nehmer“ glauben nur allzu oft, sie könnten ein bisschen Flitterkram gegen bleibende Werte tauschen.

Langfristig haben zwei Gruppen Vorteile: Konsequente Nehmer(innen), die klug und befähigt sind, die Geber(innen) an sich zu binden. Und Geber(innen), die sich ein bisschen Zeit lassen, aber gerne und reichlich geben.

Der Markt zwischen 29 und 34 - ein Gebermarkt

Wer zwischen etwa 29 und 34 Jahre alt ist, gerät in einen Markt, den die „Geber(innen)“ dominieren. Sie können wählen, und die Nehmer(innen) müssen sich damit abfinden, egal, welche Wunschvorstellungen sie haben. Vor allem aber sinken die Chancen der Nehmer(innen) noch einen erheblichen emotionalen oder sozialen Gewinn mitzunehmen.

Das ärgert die Nehmer(innen) und sie beginnen, nach Schuldigen zu suchen … nur nicht bei sich selbst. Das kennen wir zur Genüge, nicht wahr?

Letztlich könnte dies der Grund für das überall diskutierte Phänomen des „Dating-Frusts“ sein.

Nähere Erläuterungen (für das Berufsleben und die Karriere) bei NZZ-jobs.
Für Beziehungen und „Geber(innen)“ gibt es kaum ein andere Quelle als sehpferd.de.

Bei jeder Frau lernt ein Mann etwas Neues

Das Erfolgsrezept ... auf Knien zu lesen
Fast alle Männer glauben, sie wüssten, was eine Frau von ihnen erwartet. Nein, nicht im Restaurant – die Etikette dort wird bei Weitem überschätzt.

Hier ist die Rede davon, was passiert, wenn die Frage „zu mir oder zu dir“ geklärt ist. „Klare Ansage: Wenn du den Mund verschließt, wirst du nicht gefüttert.“ Das heißt, dass du ihm sagen (und zeigen) musst, was du gerne hättest. Sonst macht er, was ihm eine andere Frau beigebracht hat – oder irgendetwas, was er mal in Pornovideos gesehen hat.

Eine junge Single-Frau hat es so deutlich gesagt, wie ich es noch nie zuvor gehört habe (entschärft und neutralisiert):

„Ich bewege seine Hände dahin. Wo ich sie haben möchte, und sage ihm, wo er mich küssen soll, damit ich das bekomme, worauf ich wirklich scharf bin. Viele Frauen haben Angst, die Gefühle der Männer zu verletzen, wenn sie dominant sind. Aber Und im Schlafzimmer lieben sie Dominanz“ .

Mach ihm klar, was du willst

Noch deutlicher wurde eine Frau um 25, die ihrem neuen Freund sofort klar machte, welche Art von Sex sie wollte – und sie war bereit, dazu klare Anweisungen zu geben. Ihr Liebhaber akzeptierte das, solange alles im Gleichgewicht blieb: Mal überwand er sich, mal musste sie sich überwinden, um die gegenseitigen Wünsche zu erfüllen.

Im Grunde sagten alle Befragten etwas sehr Ähnliches, nur in unterschiedlicher Art.

Die Botschaft ist allerdings eindeutig: „Sag deinem Mann, wie du es am liebsten hast, und überzeuge ihn davon, es euch zu tun.“

Wird dir jetzt ein bisschen mulmig? Wolltest du einen Mann, der „höchstens“ eine oder zwei sexuelle Beziehungen mit einer Frau hatte, bevor er bei dir landete? Und hast du wirklich erwartet, dass er schon alles weiß, „was Frauen wollen“? Oder wenn er es angeblich schon weiß: „Ist es dasselbe, was du willst?“

Hinweis: Pate standen drei Zitate (von 15) aus der modernen Frauenzeitschrift „xoNECOLE“, die vereinfacht wurden.

Schmerzenslust - die Instrumente, die Szenarien, die Sicherheit und DU

Die Wahl der Instrumente

Üblicherweise folgen die Instrumente der Züchtigung den Szenarien und der Zeit, in die ihr euch versetzen wollt. Für die nachgespielte „häusliche Züchtigung“ findet sich fast alles in Küche, Kleiderschrank, Keller und Abstellraum. Die schulische Züchtigung wird immer seltener nachgespielt – an ihre Stelle treten Fantasien um das Machtgefälle. Verschiedene Schlegel, Peitschen oder Stöcke ersetzten im Laufe der Jahre die einst so beliebten „Ruten“ oder „Katzen“. Für das bereits mehrfach erwähnte „Machtgefälle“ ist nicht entscheidend, ob Schläge ein wesentlicher Bestandteil des Spiel sind.

Unterschätzen und Überschätzen der Intensität

Zu den Instrumenten wäre noch zu sagen, dass einige über- andere aber unterschätzt werden. Harte Peitschen, Lederriemen und Rohrstöcke beißen teuflisch in die Haut. Wer sie benutzen will, sollte genau wissen, was er (oder sie) tut. Oft findet man unter recht „orthodoxen“ Gegenständen wirksame Schlegel, wie etwa Kochlöffel, Pfannenwender oder die berühmten Teppichklopfer. Es gibt im Internet viele Seiten, die ziemlich authentisch beschreiben, wie einzelne Gerätschaften wirken. Ich verzichte gerne darauf, die „typischen“ Schmerzen zu beschreiben, die diese Instrumente erzeugen. Es sind ja nicht die einzelnen Schläge, die als sinnliche Herausforderungen erlebt werden, sondern die Szenerie, in der du sie empfängst.

Zeit und Ort - sicher und verschwiegen

Meist reicht die „kleine Bühne“ mit wenig Dekoration, vor allem, wenn beide über viel Fantasie verfügen und du als Schlagende(r) über schauspielerische Fähigkeiten verfügst. Dabei sind nicht die Schläge selbst gefragt, sondern die Gefühle, die sie auslösen sollen.

Zu deiner eigenen Sicherheit und als Schutz vor Spekulationen solltest du möglichst wenig von euren Spielen nach außen dringen lassen. Dazu gehört der Schutz vor neugierigen Blicken (Vorhänge und Jalousien schließen) wie auch etwas Vorsicht mit Schlaginstrumenten, die laute Geräusche erzeugen. Falls heftige verbale Reaktionen zum Spiel gehören, können die Aktivitäten in einen weitgehend schalltoten Raum verlegt werden, beispielsweise einen Partyraum. Denke auch daran, dass du deine Aktivitäten in eine Zeit verlegst, in der weder Paketboten noch Verwandtenbesuche zu erwarten sind.

Und schließlich: Keine Fotos oder Filme, vor allem nicht mit Mobiltelefonen, die „online“ manche Information übermitteln, die du gerne in deinen vier Wänden behalten würdest.

Bei all dem Verlockenden an der Schmerzlust will ich gegen Ende noch auf die Grenzen, Risiken und einige Irrtümer hinweisen. Das lest ihr in der nächsten Ausgabe, in der auch noch eine überraschende Fakten veröffentlicht werden.

Vorhang auf: die Rollenspieler auf der Bühne der Schmerzlüste

Die Kleidung, die Dekoration und das „Werkzeug“, mit der die Züchtigung durchgeführt wird, richtet sich nach der dem Thema des Rollenspiels. Je überzeugender der dominante Partner in diesem Spiel ist, umso weniger Ausstattung wird benötigt.

Rollenspiele gehören zum Alltag - ein Seitenblick auf die Psychologie

Rollenspiele sind unter Menschen ziemlich alltäglich. Der Psychiater Eric Berne schrieb sogar ein ganzes Buch darüber – und seine Beispiele hatten nichts mit Soft-SM zu tun. Herr Berne beobachtete einfach die Gespräche der Menschen und stellte fest, dass sie dabei drei mögliche Rollen einnahmen. Zu seinem „System“ gehörten drei Spielertypen, die Miteinander in „Transaktionen“ traten. Und damit sind wir mitten im Thema. Denn eine der Varianten schildert eine „parallele Schräglage“, bei der die Partner ein verbales Abhängigkeitsverhältnis nachspielen. (P zu CH).

Das besondere am Rollenspiel mit Soft-SM

Einer der beiden Partner nimmt dabei die Rolle der führenden, machtbewussten Person an, die über andere bestimmen kann. Der andere Partner fügt sich in die Rolle einer Person, über die „bestimmt“ werden kann, die „belehrt“ werden darf und überhaupt in Verdacht steht, „Mängel“ zu haben. Worte in SM-Spielen hinterlassen oft tiefere Eindrücke als Hiebe – und in der Kombination gehören sie zu den wichtigsten Elementen des Rollenspiels.

Bei SM-Spielen ist üblich, die dominante Person mit machtvollen Attributen auszustatten. Dazu gehört eine feste Ansprache, die einschüchtern kann, strenge Kleidung, deutlich mehr Bewegungsfreiheit und ein Instrument, das der Züchtigung dient.

Wie die Partner ihre Rollen spielen und erleben

Bleiben wir einen Moment bei der Rolle. Wenn du einen Schauspieler fragst, dann wird er dir erklären, dass seine Persönlichkeit während seines Auftritts mit der Rolle verschmilzt. Das heißt, sein Auftritt, seine Gestik, seine Mimik und alles, was du von ihm wahrnimmst, wirkt „echt“, obwohl dieser Mensch im „wirklichen Leben“ ganz anders wirkt.

Das Spiel In einzelne "Akte" aufteilen

Die meisten Spiele dieser Art werden in drei Akten gespielt. Im ersten Akt spielt die Unterwerfung die größte Rolle, und sie kann ziemlich lange ausgespielt werden. Im zweiten Akt geht es zur Sache – der „Sub“ wird gezüchtigt, bis er sein Spiel als „erfüllt“ ansieht. Der dritte Akt ist nötig, um das Spiel zu beenden, und wieder in den Alltag einzutauchen. Für alle drei Phasen gibt es Vorschläge, aber sie sind bestenfalls „Meilensteine“. Kein Spiel ist exakt wie das andere, und bei einigen Szenen werdet ihr improvisieren müssen.

Alles gesagt? Nein. noch nicht ganz. Was fehlt, sind noch ein paar wichtige Details - und vor allem die Frage der Sicherheit.

Unsere Definition von Soft-SM: "Soft-SM ist eine Variante aus dem Katalog der vielen BDSM-Aktivitäten, bei dem eine dominante Person und eine unterwürfige versuchen, einen Gewinn aus einem Machtspiel zu ziehen. Was der Gewinn ist und wie er entsteht, wissen nur die Partner, die miteinander spielen."

Was Wunsch nach Schlägen - eine Erklärung aus moderner Sicht

In der Schule haben wir gelernt, dass unser Körper zahlreiche „Rezeptoren“ besitzt, die uns ermöglichen, zu sehen, zu hören oder mechanische Reize auf der Haut wahrzunehmen. Über die Nervenbahnen werden diese an das Gehirn weitergeleitet. So viel davon stimmt tatsächlich. Allerdings können Augen nur optische Eindrücke wahrnehmen, Ohren nur Töne aufnehmen und die Hautoberfläche nur Druck, Stoß oder Stiche wie auch Hitze und Kälte bemerken.

Das Vorzimmer des Gehirns

Die erstaunliche Tatsache, die wir in der Schule nicht gelernt haben: Alle über die Nerven ankommenden Informationen werden „im Vorzimmer“ des Gehirns geprüft. Eine werden sofort durchgelassen: „Wenn die Herdplatte heiß ist, musst du sofort die Hand zurückziehen.“ Andere dringen gar nicht erst zur „Verarbeitung“ vor. Und wieder andere müssen erst einmal „bewertet“ werden, bevor etwas passiert.

Unser Gehirn hat die erstaunliche Fähigkeit, einen Eindruck mit den Situationen zu vergleichen, in denen er „schon einmal“ aufgetreten ist. Also etwa: Mit wem war ich zusammen, als es geschah? Was habe ich dabei empfunden? Will ich es noch einmal erleben, um es nun deutlicher zu erspüren?

Gefühle wandeln sich - vom Wunsch nach Erfahrungen

Zum anderen wandelt sich die Empfindung mit Lebensalter und Erfahrung, was letztlich heißt: Wir bleiben neugierig, wie wir etwas „jetzt und hier“ hören, sehen oder empfinden. Ein simples Beispiel: Viele Menschen mögen scharfe oder bittere Speisen nicht. Was aber „scharf“ oder „bitter“ ist, wandelt sich mit den Jahren, und jede neue Erfahrung damit verändert unser Verhältnis dazu. Falls du es nicht glaubst: Hast du als Kind Spargel gemocht? Mir kam er bitter vor. Und heute esse ich mit Wonne Spargel, der mir gar nicht mehr bitter vorkommt.

Vom Gemüsestand zurück zur Psychologie: Unser Gehirn ist in der Lage, sich bitteren Erfahrungen zu vergessen und neu zu lernen. Manche lieben die Süße im Bitteren, andere entdecken im Süßen das Bittere, und dies ist keinesfalls ungewöhnlich.

Das Neue, das Ungewöhnliche und die Herausforderung

Nehmen wir an, eine Empfindung würde tatsächlich zum Gehirn vordringen und nicht gleich im Vorzimmer erledigt werden. Dann beginnt das Gehirn, diese Situation mit anderen zu vergleichen, die bereits bekannt sind oder in irgendeiner Weise anregend sind. Es sagt uns also: „Warte mal ab, was kommt.“ Dadurch werden wir offen für neue Erfahrungen.

Viele Menschen berichten Erstaunliches: Sie sagen, dass sie die Lust am Schmerz auch dann wahrnehmen, wenn die Rezeptoren gar nicht erst aktiviert wurden. Mit anderen Worten: Sie empfinden den Schmerz, ohne geschlagen zu werden. Sie benötigen lediglich einen Auslöser, der die Fantasie freisetzt.

Neutraler gesagt: Unser Gehirn kann unser Empfinden in viele Richtungen steuern, die wir nicht genau voraussagen könne. Und dazu gehört auch, ob ein Schlag schmerzt, als Erniedrigung empfunden wird oder sich mit Lust verbindet. Aus der Sicht der Gehirnforschung verwundert dies nicht.

Schmerzliche Herausforderungen - für viele nicht ungewöhnlich

Starke körperliche Anstrengungen erzeugen zudem biochemische Prozesse, die das Gefühl erzeugen, sich verausgabt zu haben. „Ohne Schmerz kein Gewinn“ ist eine übliche Formulierung, die allgemein anerkannt wird. Leistungssportler werden sogar bewundert, weil sie die Strapazen ertragen, die ihnen „der Sport“ abfordert. Im Grunde tun sie gar nichts anderes, als ihre Grenzen auszutesten, denn nur wenige werden tatsächlich einmal „siegen“. Betrachtet man dies nüchtern, so liegt ihr Gewinn darin, bis an die Grenzen gegangen zu sein.

Was du von hier mitnehmen kannst

Was wir zum Thema „Schmerzlust“ oder „Soft-BDSM“ mitnehmen können, ist einfach: Gesucht werden sinnliche Sensationen, die emotional wie auch körperlich als Herausforderung empfunden werden. Was dabei genau geschieht, entzieht sich unserer Kenntnis. Wir wissen nur, dass die Biochemie einen Teil der Sensationen bewirkt, aber wir wissen nicht, was sich letztlich im Gehirn abspielt.

Wer glaubt, dass es „nur“ darum geht, den „Hinter versohlt“ zu bekommen, der irrt. Es geht um das Gesamtpaket der Erfahrungen – und die sind so vielfältig, dass wir sie beim besten Willen nicht als „Züchtigungen“ beschreiben können.

Genug gesagt? Im nächsten Teil reden wir über Rollenspiele - reißen den Vorhang auf und blicken hinter die Kulissen.